• IT-Karriere:
  • Services:

Spionage: Auf über 50.000 Computern läuft NSA-Überwachungssoftware

Der US-Geheimdienst NSA hat mittels Schadsoftware Zugriff auf mehr als 50.000 Computer. Die Schadsoftware kann von den NSA-Agenten nach Belieben ein- und ausgeschaltet werden. Die Schadsoftware tarnt sich so, dass sie jahrelang nicht bemerkt wird.

Artikel veröffentlicht am ,
Eines der neuen Rechenzentren der NSA in Bluffdale, Utah
Eines der neuen Rechenzentren der NSA in Bluffdale, Utah (Bild: George Frey/Getty Images)

Die vom US-Geheimdienst NSA (National Security Agency) eingesetzte Schadsoftware dient dazu, vertrauliche Daten aus fremden Computernetzen zu sammeln. Mehr als 50.000 Computernetzwerke sollen weltweit von der NSA gehackt worden sein, berichtet die niederländische Zeitung NRC Handelsblad. Sie hatte Einblick in Geheimdokumente, die der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden der Zeitung zur Verfügung gestellt hat.

Stellenmarkt
  1. Vodafone GmbH, Düsseldorf
  2. operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Berlin, Dresden, München

Der Zeitung liegt eine Präsentation unter Führungskräften aus dem Jahr 2012 vor, die erläutert, wie die NSA weltweit Informationen sammelt. In dieser Präsentation heißt es außerdem, dass der US-Geheimdienst Computer Network Exploitation an mehr als 50.000 Orten einsetzt. Computer Network Exploitation bezeichnet die Einschleusung von Schadsoftware auf fremde Systeme. Die NSA habe dies getan, um an vertrauliche Daten zu gelangen.

Cyber-Hacking ist kostengünstige Spionage

Die Snowden-Dokumente sollen beweisen, dass Cyberattacken für die NSA immer wichtiger geworden sind. Solche Computerattacken seien mit vergleichsweise geringen Kosten verbunden und würden dem US-Geheimdienst Zugriff auf Daten erlauben, an die sie sonst nicht ohne weiteres gelangen würden. Die Schadsoftware sei so konzipiert, dass sie über Jahre hinweg aktiv sein könne, ohne jemals entdeckt zu werden. Dazu kann die Schadsoftware beliebig aktiviert oder wieder abgeschaltet werden. Entsprechende Angriffe sollen seit 1998 durchgeführt werden.

Die Cyber-Attacken wurden von der NSA-Einheit TAO (Tailored Access Operations) durchgeführt. Der Name ist Programm: Büro für Operationen mit maßgeschneidertem Zugang. Die TAO ist streng geheim - so geheim, dass selbst die meisten NSA-Mitarbeiter nichts davon wissen. Über 1.000 Mitarbeiter hat das TAO - zivile und militärische Hacker, Analysten, Hardware- und Softwaredesigner, Ingenieure. Die Einheit gilt in ihrem Metier als überaus erfolgreich. Bis 2008 hatte die Abteilung geschätzte 20.000 Computer mit Schadsoftware versehen, bis Mitte 2012 soll sich die Menge auf 50.000 erhöht haben.

Die NSA verweigerte jeden Kommentar zu der Angelegenheit. Ein US-Regierungssprecher betonte, dass jede Veröffentlichung geheimer Dokumente die nationale Sicherheit der USA gefähren würde.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-57%) 12,99€
  2. (-74%) 12,99€
  3. (-30%) 41,99€

PatrickSchlegel 27. Nov 2013

Deine ueberschrift ist wohl die einzig richtige Frage ..... 50'000 was .... Kaffeemaschinen?

ecv 27. Nov 2013

Also seit & Einführung von Windows 98 :-)

Sky.NET 26. Nov 2013

Bei Golem ist das doch alles das selbe, hauptsache mal fette Zahlen rausgehauen, die die...

turukano 25. Nov 2013

Super Artikel, danke

Ben Stan 25. Nov 2013

Bingo, seh ich auch so. Erst wenn man merkt man MUSS zum wohle des Volkes handeln weil...


Folgen Sie uns
       


Samsung Galaxy S20 Ultra - Test

Das Galaxy S20 Ultra ist Samsungs Topmodell der Galaxy-S20-Reihe. Der südkoreanische Hersteller verbaut erstmals seinen 108-Megapixel-Kamerasensor - im Test haben wir uns aber mehr davon versprochen.

Samsung Galaxy S20 Ultra - Test Video aufrufen
DSGVO: Nicht weniger als Staatsversagen
DSGVO
Nicht weniger als Staatsversagen

Unterfinanziert und wirkungslos - so zeigen sich die europäischen Datenschutzbehörden nach zwei Jahren DSGVO gegenüber Konzernen wie Google und Facebook.
Eine Analyse von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Datenschutzverstöße EuGH soll über Verbandsklagerecht entscheiden
  2. DSGVO Proton vergisst Git-Zugang auf Datenschutzwebseite
  3. DSGVO Iren sollen Facebook an EU-Datenschützer abgeben

Maneater im Test: Bissiger Blödsinn
Maneater im Test
Bissiger Blödsinn

Wer schon immer als Bullenhai auf Menschenjagd gehen wollte - hier entlang schwimmen bitte. Maneater legt aber auch die Flosse in die Wunde.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Mount and Blade 2 angespielt Der König ist tot, lang lebe der Bannerlord
  2. Arkade Blaster 3D-Shooter mit der Plastikkanone spielen
  3. Wolcen im Test Düster, lootig, wuchtig!

Minecraft Dungeons im Test: Diablo im Quadrat
Minecraft Dungeons im Test
Diablo im Quadrat

Minecraft Dungeons sieht aus wie ein Re-Skin von Diablo, ist viel einfacher aufgebaut - und fesselt uns trotzdem an den Bildschirm.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Mojang Studios Mehr als 200 Millionen Einheiten von Minecraft verkauft
  2. Minecraft RTX im Test Klötzchen klotzen mit Pathtracing
  3. Raytracing Beta von Minecraft RTX startet am 16. April

    •  /