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Kim Dotcom: Das FBI hört mein Mobiltelefon ab

Kim Dotcom hat vor Gericht erklärt, dass er möglicherweise vom FBI abgehört werde. Dafür spreche ein akustisches Phänomen während eines Telefonats mit einem Anwalt.
/ Achim Sawall
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Megaupload-Gründer Kim Dotcom (Bild: Michael Bradley/AFP/Getty Images)
Megaupload-Gründer Kim Dotcom Bild: Michael Bradley/AFP/Getty Images

Megaupload-Gründer Kim Dotcom hat vor Gericht die Vermutung geäußert, dass das FBI seine Telefonate abhört. Das berichtet der New Zealand Herald(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf eine Anhörung beim Auckland District Court, bei der es um die Auslieferung von Dotcom in die USA geht.

Bei einem Telefonat am 2. August 2013 mit seinem Anwalt William Akel habe Dotcom 15 Sekunden lang ein Echo seiner eigenen Stimme gehört. Laut dem früheren Chef des neuseeländischen Crime Labs, John Thackray, der als Zeuge aussagte, kann dieses akustische Phänomen ein Hinweis auf staatliches Abhören sein.

Genauer könnte Dotcoms Beschreibung auf den Einsatz eines IMSI-Catchers hinweisen.

"Seit der Durchsuchung meines Hauses habe ich Sorge, dass meine Kommunikation durch Sicherheitsbehörden abgehört wird", sagte Dotcom. Er nannte die USA und Neuseeland als mögliche Überwacher.

Dotcom und vier seiner Mitarbeiter wurden im Januar 2012 verhaftet und warten auf ein Auslieferungsverfahren. Dotcoms Villa wurde durchsucht, Rechner und Speicher beschlagnahmt und die Plattform Megaupload vom Internet getrennt. Dabei seien Türen eingetreten und Dotcoms schwangere Ehefrau Mona daran gehindert worden, sich um die Kinder zu kümmern.

Dotcom ist auf Kaution frei, sein Vermögen wurde eingefroren und anschließend teilweise wieder freigegeben. Dem 39-Jährigen droht im Falle einer Abschiebung eine Strafe von maximal 20 Jahren wegen krimineller Geschäfte und Geldwäsche.

Ein neuseeländisches Gericht hatte am 6. Dezember 2012 entschieden, dass Dotcom den neuseeländischen Geheimdienst GCSB (Government Communications Security Bureau) und die Polizei auf Schadenersatz verklagen darf. Der GCSB musste Dotcom auch die Überwachungsprotokolle, die über ihn angefertigt wurden, aushändigen. Diese waren illegal, denn der Geheimdienst darf keine neuseeländischen Bürger oder Menschen, die ihren Wohnsitz in dem Inselstaat im südlichen Pazifik haben, ausspionieren. Auch muss der GCSB seine Beteiligung an der Durchsuchung der Villa von Dotcom offenlegen, die im Auftrag des FBI erfolgte.


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