Ab Mitte September sollen alle Nutzer gratis Zertifikate von Let's Encrypt erhalten können. Bereits in einem Monat will das Team Zertifikate für ausgesuchte Webseite verteilen.
Die Deutsche Telekom will auch in Fördergebieten weiter Vectoring ausbauen, was die EU-Kommission vorerst untersagt hat. Die Nutzung des Kupfers sei "kosteneffizient und zukunftssicher".
Die Telekom setze mit Vectoring auf die "Ertüchtigung alter Kupferkabel", moniert der Deutsche Landkreistag. Dabei führe am Glasfaser-Ausbau kein Weg vorbei.
Die Regierung hat auf die heftige Schelte an ihrem Gesetz zur Abschaffung der WLAN-Störerhaftung reagiert. Die Unterscheidung zwischen geschäftsmäßigen und privaten Anbietern fällt weg. Ein zentraler Kritikpunkt von Wirtschaft und Freifunkern bleibt aber unverändert.
Bedrohungen und Hetze im Onlineforum müssen auch ohne einen Hinweis von Betroffenen gelöscht werden, wenn ein Filter installiert ist. Das hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entschieden. Ein Anwalt erklärt, ob das Urteil für Deutschland Änderungen bedeutet.
Zwei Jahre nach den Snowden-Enthüllungen werden die Vorschläge zur BND-Reform lauter. Die SPD will den Dienst mit ihren Vorschlägen jedoch nicht schwächen, sondern stärken. Die Überwachung von Ausländern außerhalb der EU soll grundsätzlich erlaubt bleiben.
Die BVG haben in Berlin begonnen, ihre neue Induktionsladetechnik zu testen. Wir entdeckten den neuen Urbino 12 Electric mit Bombardiers Primove-Ladetechnik am Berliner Südkreuz.
Die EU-Kommission genehmigt drei Milliarden Euro staatliche Förderung für Netze der nächsten Generation in Deutschland. Vectoring darf dagegen nicht gefördert werden.
Vodafone hat in seinem 5G Lab Germany einen neuen Partner, die berühmten Bell Labs, der Forschungsbereich von Alcatel-Lucent, das bald zu Nokia gehört. Laut Tod Sizer, Leiter der Wireless-Forschung bei Bell Labs, geht es um Applikationen, die eine geringe Latenz und Massive MIMO unterstützen.
E3 2015 Bei seiner neuen Plattform Youtube Gaming sucht Google in Echtzeit nach urheberrechtlich geschützten Inhalten. Besonders in Deutschland dürften viele Livestreams und Videos gesperrt werden.
Um den Zugriff vor Zensur zu schützen und abzusichern, will die Wikimedia künftig alle ihre Webseiten standardmäßig über verschlüsselte Verbindungen anbieten. Die grundlegenden Arbeiten an der HTTPS-Unterstützung sind bereits vor Jahren begonnen worden.
Nach jahrelangen Verhandlungen kommt nun die "Nacht der langen Messer": Die EU-Mitgliedstaaten wollen sich endlich auf ihre Position zum EU-weiten Datenschutz einigen. Noch sind viele Fragen offen.
Wer darf sich die ominöse Liste mit unzulässigen NSA-Selektoren anschauen? Bundestagspräsident Lammert fordert, dass auch die Opposition einen Ermittler benennen darf. Selbst Gregor Gysi findet diesen Vorschlag akzeptabel.
Es ist ein Desaster für die US-Sicherheitsbehörden: Medienberichten zufolge sind Hacker millionenfach an sensible Daten von Geheimdienstmitarbeitern und Polizisten gelangt. Obama erwägt offenbar Sanktionen gegen einen altbekannten Gegner im Cyberkrieg.
Golem-Wochenrückblick Apple hat diese Woche gleich drei neue Betriebssysteme vorgestellt. Googles Android M hat uns mit vielen Neuerungen überrascht. Und auf der Anga Com 2015 haben wir uns interessante Diskussionen zwischen Kabelnetzbetreibern angehört. Sieben Tage und viele Meldungen im Überblick.
Urheberrechtsorganisationen haben in Großbritannien und Deutschland zwei Abfilmer überführt. Einer ist nun zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Solche Kopien bringen bis zu 2.000 Euro in der Release-Gruppenszene.
Der frühere BND-Chef Uhrlau will von den unzulässigen NSA-Selektoren in seiner Amtszeit jahrelang nichts mehr erfahren haben. Was bei der Satellitenüberwachung in Bad Aibling passierte, interessierte die BND-Spitze offenbar nicht. Ein Versäumnis sieht Uhrlau darin nicht.
Im Bundestag muss keine Hardware ausgetauscht werden und die Spur nach Russland ist mehr als mager. Die an der Analyse beteiligten Spezialisten der Firma BFK halten viele Medienberichte über den Hackerangriff für "absurd übertrieben". Ein Protokoll aus dem IuK-Ausschuss des Bundestages gibt Aufschluss.
Der Cyberangriff auf den Bundestag erfolgte angeblich über eine Browserseite. Nach einem aktuellen Bericht der Welt wurde per E-Mail ein Link verschickt, über den die Schadsoftware in das Computernetzwerk des Bundestages gelangt ist.
Die Entscheidung war abzusehen: Der Generalbundesanwalt hat nicht genügend Beweise gefunden, um gegen das mögliche Abhören von Merkels Handy durch die NSA weiter zu ermitteln.
Deutschland gibt sich eines der weltweit ersten IT-Sicherheitsgesetze. Betreiber kritischer Infrastrukturen müssen Störungen der Verfügbarkeit, Integrität, Authentizität und Vertraulichkeit vermeiden. Der IT-Mittelstand ist dagegen, die Provider freuen sich über die Änderungen.
Die Musikindustrie kann Forderungen von bis zu 8.000 Euro stellen, wenn die Beklagten schwere Fehler machen: So bewerten Experten die drei Entscheidungen des Bundesgerichtshofs zu Tauschbörsen und Filesharing. Bereits der Tausch von Dateifragmenten reiche für eine Urheberrechtsverletzung aus.
Das Bundeskanzleramt ist für die Kontrolle der deutschen Geheimdienste zuständig. Warum dabei einiges schief gelaufen ist, hat die Befragung hochrangiger Beamter durch den NSA-Ausschuss gezeigt.
Wilhelm.tel hat verstanden, dass das Internet nicht den Netzbetreibern gehört. Die Dienste der US-Konzerne auf ihrem Rücken seien kein Problem, wenn dieser stark genug sei, sagt der Glasfaserbetreiber. Wer Netflix ausbremse, würde Kunden in Scharen verlieren.
Der Angriff auf die IT-Systeme des Bundestags hat offenbar nicht so große Folgen wie bislang befürchtet. Zwar sollen Teile des Systems neu aufgesetzt werden, jedoch ohne die Hardware auszutauschen. Über die Hacker gibt es erste Spekulationen.
Der CDU-Wirtschaftsrat, dem deutsche Konzernchefs, aber auch eine Microsoft-Managerin angehören, kritisiert die Merkel-Regierung. Diese sollte sich wie Südkorea Ziele für den Breitbandausbau im GBit-Bereich setzen.
Nur 15 Rechner sollen von dem Hacker-Angriff auf den Bundestag betroffen sein. Das berichtet der Unionsabgeordnete Thomas Jarzombek und beruft sich auf das BSI.
Die Koalitionsfraktionen im NSA-Ausschuss haben genug von der Hinhaltetaktik der Regierung. Bis kommenden Donnerstag soll das Kanzleramt eine Entscheidung treffen, wer die Selektorenliste der NSA einsehen darf.
Update Die große Koalition bekommt von allen Seiten Kritik an ihren Plänen zur Vorratsdatenspeicherung. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags, Medienverbände und der Anwaltstag äußerten Bedenken.
Googles Verwaltungsratschef Eric Schmidt sieht einen klaren Trend zu autonom fahrenden Fahrzeugen. Er prognostizierte auf der Gründerkonferenz Noah in Berlin sogar, dass alle deutschen Hersteller ihre Autos mit derartigen Fähigkeiten ausstatten würden.
Das Computer-Netzwerk im Bundestag ist hinüber. Der Cyberangriff auf den deutschen Bundestag hat weitreichendere Folgen als bisher angenommen. Das Parlament muss ein völlig neues Computer-Netzwerk errichten.
Apple fährt in den USA, Großbritannien und Irland Städte mit Kamerawagen ab, um verbesserte Informationen für seine Kartenanwendung Maps zu gewinnen. Das Projekt erinnert an Google Street View und kämpft mit den gleichen Problemen.
IMHO Braucht es zur Sicherheit der Bevölkerung immer mehr Überwachung und neue Kompetenzen für Geheimdienste? Den Nachweis dafür kann die Politik nicht erbringen.
Media Broadcast hat etwas zum Preis für das verschlüsselte Angebot bei DVB-T2 durch die privaten Fernsehsender angedeutet. RTL begründete die Verschlüsselung mit den hohen Kosten bei DVB-T, gab dann aber zu, dass DVB-T2 viel günstiger sein werde. Verschlüsseln will der Sender dennoch.
IMHO Dieselben systemischen Fehler, dieselben offenen juristischen Fragen: Österreich soll ein Leistungsschutzrecht nach deutschem Vorbild bekommen. Variationen gibt es nur im Detail, und die sind unfreiwillig komisch.
Die Liste mit unzulässigen NSA-Selektoren soll mehr als 7.000 Personen und Institutionen in Europa enthalten. Die Bundesregierung will offenbar mit allen Mitteln verhindern, dass der NSA-Ausschuss einen Einblick erhält.
Die umstrittene Vorratsdatenspeicherung wird erst im Herbst im Bundestag abschließend diskutiert werden. Das gibt der SPD-Basis mehr Zeit für Widerstand gegen das Vorhaben.
Netzneutralität hin oder her: Wenn Netflix dafür zahle, würde Vodafone gerne die Daten des Streaminganbieters bevorzugen. Auf der Anga Com in Köln sprachen die Konzernchefs von Vodafone und Liberty Global sowie der ZDF-Intendant über ihre Haltung zu Netflix.
Kabelnetzbetreiber müssten technische Neuerungen wie zeitversetztes Fernsehen schneller anbieten können, oder eine Vielzahl der Fernsehkunden wanderten zu Netflix ab. So lautete der Appell bei der Eröffnung des Branchenkongresses Anga Com in Köln. Schuld seien Inhalteanbieter und Rechteinhaber.
Mit der Verfassungsschutzreform soll auch der Bundesnachrichtendienst neue Kompetenzen erhalten. Die Abwehr von Cybergefahren könnte aber teilweise verfassungswidrig sein.
Unitymedia will Gratis-WLAN-Hotspots für alle aufbauen. Kunden des Konzerns können dort ab Jahresende ohne Zeit- und Volumenbegrenzung surfen. Nicht-Kunden bekommen 100 MByte pro Tag gratis, dann wird gedrosselt.
Behördengänge und Einkäufe im Internet mit dem E-Personalausweis: Noch ist das in Deutschland wenig verbreitet. Fünf Jahre nach Einführung des Dokuments besitzt nach einer repräsentativen Umfrage nur jeder Dritte einen solchen Ausweis mit Onlinefunktion - und nur sehr wenige nutzen ihn tatsächlich.
Facebook - das Haushaltsgerät im Neuland: Für Bundeskanzlerin Angela Merkel ist das soziale Netzwerk Facebook so schön wie "eine ordentliche Waschmaschine". Auf dem Evangelischen Kirchentag in Stuttgart fiel ihr noch ein anderer Vergleich ein.
Edward Snowden hat die Geheimdienstreform der US-Regierung als "historischen Sieg" für Bürgerrechte gelobt. Es habe ein Umdenken stattgefunden, schreibt der Whistleblower in einem Gastbeitrag für den Spiegel und die New York Times.
Golem-Wochenrückblick Diese Woche hat uns Nvidias Geforce GTX 980 Ti begeistert. Im Test hat sich gezeigt, dass die Grafikkarte die teure Geforce GTX Titan X nahezu obsolet macht. Außerdem steht der Erscheinungstermin für Windows 10 fest. Sieben Tage und viele Meldungen im Überblick.
WAP-Billing erlaubt Geschäfte über Smartphones. So werden bei einem Klick auf einen Link in einer Spam-Nachricht bei Whatsapp Abos untergeschoben, die pro Monat rund 5 Euro kosten. Doch die Betroffenen sollten nicht zahlen.
Das Recht auf Privatkopie wird in Österreich eingeschränkt. Was aus illegalen Quellen kommt, darf nicht mehr heruntergeladen werden, steht im neuen Urheberrecht.
Unbekannte Hacker sind in US-Regierungscomputer mit persönlichen Daten von möglicherweise Millionen Regierungsangestellten eingedrungen. Wieder einmal soll China dahinterstecken. Dort streitet man die Vorwürfe ab.