Golem-Wochenrückblick Microsoft hat uns diese Woche mit Innovationen überrascht, Safe Harbor wurde für ungültig erklärt und Linux-Kernel-Entwickler hatten die Nase voll vom Streiten. Sieben Tage und viele Meldungen im Überblick.
Das Bundeskabinett hat die Bedenken des Bundesrates zur Abschaffung des Routerzwanges zurückgewiesen. Die Regierung sieht keinen Bedarf, den Gesetzentwurf anzupassen. Nun wird sich der Bundestag mit dem Entwurf befassen. Dem Gesetz zur freien Routerwahl dürfte jetzt nichts mehr im Wege stehen.
Kodak hat mit der CFH-V20 eine Kamera mit WLAN vorgestellt, die zu Hause die Räume überwachen und bei Bewegung den Nutzer informieren soll. Der Dienst If This Then That (IFTTT) wird unterstützt und ermöglicht, Automatisierungen vorzunehmen.
Wie säubert man seine Uni von geheimen Snowden-Dokumenten, die der US-Journalist Barton Gellman dort gezeigt hat? Ganz klar: Alles löschen und den benutzten Beamer vernichten! Aber halt ...
IMHO Mit seinem Urteil zum Datenschutzabkommen Safe Harbor stellt der Europäische Gerichtshof sowohl die Wirtschaft als auch die Politik vor praktisch unlösbare Probleme.
Eine Jury in Sacramento hat den US-Journalisten Matthew Keys des Hackings für schuldig befunden. Er soll Mitgliedern des Anonymous-Kollektivs Zugangsdaten für die Webseite der Los Angeles Times gegeben haben, damit diese dort Schaden anrichten. Sein Anwalt will gegen das Urteil in Berufung gehen.
Bundesverkehrsminister Dobrindt hat den Bundesländern genug Euro-Milliarden gegeben, dass diese WLAN für die Pendler in Nahverkehrs- und Regionalzügen bieten können. Dass die Länder dies bei Ausschreibungen angeben müssen, bespricht heute die Verkehrsministerkonferenz.
Die Regel der GPL zu befolgen, habe einige direkte Vorteile für Unternehmen, darunter auch finanzielle, erklärt Bradley Kuhn auf der Linuxcon. Die Verfügbarkeit des Codes sorge letztlich sogar für Hackernachwuchs.
Das Safe-Harbor-Urteil des Europäischen Gerichtshofs hat weitreichende Konsequenzen für die Internetwirtschaft, so viel ist klar. Doch wie genau es sich auswirken wird, ist auch für Experten noch nicht absehbar. Facebook will aber nicht betroffen sein.
Gerne behaupten Abmahner, dass die Verjährungsfrist für Filesharing bei zehn Jahren liege. Doch das entspreche nicht der Rechtslage, klärt eine Verbraucherzentrale auf.
Erfolg für Max Schrems: Der Europäische Gerichtshof hat das Safe-Harbor-Abkommen zwischen der EU und den USA für ungültig erklärt. Das Urteil könnte vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen in der EU Probleme verursachen.
Der Rechteinhaber eines Pornos gibt nach einer Niederlage in einem Filesharing-Prozess nicht auf und zieht vor das Landgericht. Ein Amtsgericht hatte die Klage abgewiesen und die mögliche Schadensumme nur mit rund 2 Euro angegeben.
Ex-BND-Chef Hanning sagt, bei der Kooperation mit der NSA lief alles korrekt. Doch wenn es um die schmutzigen Einzelheiten geht, kann er sich an nichts erinnern.
Golem-Wochenrückblick Google hat diese Woche gleich fünf neue Geräte vorgestellt, Tesla sein neues E-Auto und Apple sein neues Betriebssystem El Capitan. Und der Mond schien anders als sonst. Sieben Tage und viele Meldungen im Überblick.
Regierungen verurteilen Whistleblower gern als Staatsfeinde. Doch was ist mit Geheimnisverrätern in den eigenen Reihen? Auch Verfassungsschutz-Präsident Hans Georg Maaßen, der Whistleblower gerne verfolgen möchte, soll selbst schon geheime Informationen weitergegeben haben.
Die Free Software Foundation hat gemeinsam mit der Software Freedom Conservancy einen Leitfaden zur GPL-Durchsetzung veröffentlicht, der Ziele und Prinzipien dazu enthält. So sollte das Vorgehen Lizenzeinhaltung und Gemeinschaft dienen statt finanziellen Interessen.
Sicherheitstipps und deaktivierte Telnet-Daemons: Eine neue Malware möchte Internetnutzer erziehen. Die Entdecker raten trotzdem dazu, das Programm zu entfernen.
Die Telekom soll laut einem Medienbericht mit Shine Technologies verhandeln, die Adblocker für Netzwerkbetreiber bieten. Die Telekom sagt, es gebe noch keinen "festgelegten Plan in Bezug auf Werbeblocker".
Mit einem IP/MPLS- und Glasfasernetz unterstützt Alcatel-Lucent eines der großen nationalen Breitbandprojekte in Europa: den Internetausbau in Polen. Bis zum Jahr 2020 wird die Hälfte aller Haushalte mit 100 MBit/s ausgestattet.
Ein Gericht hat fachkundig eine Klage eines Pornorechteinhabers zu Filesharing abgewiesen, weil der Beschuldigte den Anschluss nicht allein nutzte. Doch auch wenn die Entscheidung anders ausgefallen wäre, hätte es nur 2,04 Euro gegeben.
Update Der Menschenrechtskommissar des Europarats rügt die Kontrolle der deutschen Geheimdienste. Es gebe dafür zu wenig Personal, Fachwissen und Koordination.
Nach jahrelangen Streitigkeiten um Patente haben sich Google und Microsoft geeinigt. Sie wollen nun sogar kooperieren und Patenttrollen das Leben schwermachen.
In Kürze diskutiert der Bundestag über die Abschaffung der Störerhaftung für Hotspot-Betreiber. Nutzer sollen sich daher direkt an ihre Abgeordneten wenden, um den Gesetzentwurf der Regierung noch zu stoppen.
Eine App, die Informationen über US-Drohnenangriffe verbreitet, ist aus Apples App Store entfernt worden. Sie könnte für einige Nutzer anstößige Inhalte enthalten, rechtfertigt sich das Unternehmen.
Die Initiative Intelexit will keine Whistleblower produzieren, sondern Aussteigern aus Geheimdiensten konkrete Hilfe anbieten. Neben der großen Medienöffentlichkeit für das Projekt freuen sich die Aktivisten vor allem über erste potenzielle Aussteiger.
Der Bundesnachrichtendienst lädt offenbar jedes Jahr befreundete Agenten auf das Oktoberfest ein. Eine unklare Ausgabe von Steuermitteln, kritisiert der Bund der Steuerzahler.
Auf europäischer Ebene droht eine Lobbyschlacht um das Leistungsschutzrecht. Gerade wegen der schlechten Erfahrungen in Deutschland und Spanien könnte die EU-Kommission eine europaweite Regelung vorschlagen.
Fast 870.000 Follower in wenigen Stunden: Edward Snowden hat einen eigenen Account auf Twitter eröffnet. Er selbst verfolgt dort nur die Veröffentlichungen der NSA.
Update Der Werbeblocker Adblock Plus hat einen weiteren Prozess gegen Medien gewonnen. In dem Verfahren vertrat der Verlag Axel Springer eine sehr ehrliche Auffassung, wozu ihm Journalismus dient und was er von Adblock-Nutzern hält.
Eigentlich braucht für lange Zeit niemand Fiber to the Home, wenn man einer internen Bedarfsanalyse der Telekom glauben kann. Das könnte aber auch einfach Zweckpropaganda für Vectoring sein.
Schon in der kommenden Woche fällt der EuGH sein Urteil im Verfahren gegen Facebook. Da wollen die USA noch schnell der Meinung widersprechen, ihr Land sei wegen der NSA kein sicherer Hafen für Daten.
Apple hat seine Privatsphäre-Seite überarbeitet und um neue Produkte ergänzt. Besonders prominent wird nun betont, dass alle Nutzerdaten verschlüsselt würden. Datenschutz und Datensicherheit sollen zum Verkaufsargument gegenüber Konkurrenten wie Google werden.
Im US-Wahlkampf verteidigt die ehemalige HP-Chefin die Überwachungsprogramme der NSA. Auf Bitten des NSA-Chefs habe sie sogar mehrere Lkw mit Servern zur NSA umgeleitet.
Schon in den ersten Tagen fielen regelmäßig Fahrten aus, nun sind Fahrzeuge wegen Batterieschäden außer Dienst: Der holprige Start des Testbetriebs von Bombardiers Primove-Technik in Berliner Induktionsbussen wäre verständlich - würden die Fahrgäste nicht so schlecht informiert.
Die Grünen wollen den Ausbau mit Fiber-To-The-Home in Deutschland über einen Ausverkauf der Staatsanteile an der Telekom finanzieren. Das soll zehn Milliarden Euro einbringen.
Kein Geld für Snippets: Google bleibt bei seiner Haltung zum Leistungsschutzrecht. In der vergangenen Woche hat die VG Media noch auf eine Einigung mit dem Suchmaschinenbetreiber gehofft.
Eine Übersicht, was IT-Experten im internationalen Vergleich verdienen, liefert die Plattform Myhiringclub.com. Ein deutscher Job-Marktplatz für IT-Experten kommt zu ganz anderen Ergebnissen.
Seit Verkehrsminister Dobrindt auch Minister für digitale Infrastruktur ist, hat er in dem Bereich 45 Stellen geschaffen, ohne dies zu begründen. Jetzt wird der Bundesrechnungshof aktiv.
Die VG Media will mit Google über einen Lizenzvertrag verhandeln. Nach dem Urteil zum Leistungsschutzrecht der Schiedsstelle sieht die Verwertungsgesellschaft ihren Anspruch bestätigt. Nur die Höhe der Vergütung ist strittig.
Nutzt Google seine marktbeherrschende Stellung bei Mobilgeräten aus? Das will die US-Wettbewerbsbehörde FTC herausfinden. Sie prüft derzeit, ob Google Diensteanbieter benachteiligt.
Golem-Wochenrückblick Uns hat in dieser Woche beschäftigt, wie leicht es ist, unentdeckt Auto-Software zu manipulieren. Außerdem haben wir das iPhone 6S Plus getestet und neue Games angespielt. Sieben Tage und viele Meldungen im Überblick.
Die Deutsche Telekom hat als erstes Unternehmen etwas darüber verraten, was sie mit den neuen LTE-Frequenzen machen will: Die 1500-MHz-Frequenzen sollen den LTE-Downstream verstärken. Vodafone will noch nichts dazu bekanntgeben.
Ist die BND-Außenstelle im schwäbischen Gablingen eine riesige "Metadatenmühle" oder nur ein Elefantenkäfig für Kurzwellensignale? Vor dem NSA-Ausschuss zeigte sich der Dienststellenleiter als wortkarge Mimose, die aber auch gut austeilen kann.
Die Bundesnetzagentur startet erneut eine Messung zur realen Datenübertragungsrate in Deutschland. Dass die Werte stark unter den Werbeversprechen der Betreiber liegen, haben frühere Messungen belegt. Geändert hat die Behörde daran nichts.
Experten haben im Auftrag der US-Regierung darüber nachgedacht, wie Behörden Zugang zu verschlüsselten Daten auf Smartphones bekommen können - und vier Optionen entwickelt. Doch alle bringen große technische Probleme mit sich.
IMHO Der Skandal um die manipulierten Abgaswerte bei VW beschädigt das Vertrauen in die Digitalisierung der Autos. Das kann auch schwerwiegende Folgen für das vernetzte und automatisierte Fahren haben.
Die Schiedsstelle beim Deutschen Patent- und Markenamt hat ihre mit Spannung erwartete Entscheidung zum Leistungsschutzrecht getroffen. Die VG Media muss ihre finanziellen Ansprüche reduzieren. Google zeigte sich zufrieden.