Cyberangriff: Hacker dringen in Personalbehörde der US-Regierung ein

Unbekannte Hacker sind in US-Regierungscomputer mit persönlichen Daten von möglicherweise Millionen Regierungsangestellten eingedrungen. Wieder einmal soll China dahinterstecken. Dort streitet man die Vorwürfe ab.

Artikel veröffentlicht am , dpa/
Hacker sollen in Computer des Office of Personal Management (OPM) eingedrungen sein.
Hacker sollen in Computer des Office of Personal Management (OPM) eingedrungen sein. (Bild: Kacper Pempe/Reuters)

Die Personalbehörde der US-Regierung ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Hacker sollen nach US-Medienberichten in Computer des Office of Personnel Management (OPM) eingedrungen sein. Die Behörde unterrichtet nach eigenen Angaben etwa vier Millionen Amerikaner über einen möglichen Datenklau. Es handele sich um sensible Daten, die zu finanziellen Betrügereien missbraucht werden könnten, teilte das OPM mit.

Ein Regierungsbeamter sprach im Wall Street Journal von "einem der größten Diebstähle von Regierungsdaten, die es jemals gab". Berichte, wonach Hacker aus China hinter der Attacke steckten, wollte die Behörde allerdings zunächst nicht bestätigen. Ein Sprecher der chinesischen Botschaft bestritt nach Angaben des US-Senders NBC News eine Verwicklung seines Landes. In einem Kommentar der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua war von "einem weiteren Fall gewohnheitsmäßiger Verleumdung Washingtons gegenüber China wegen Cyber-Sicherheit" die Rede. China sei selbst ein Opfer von Hackern.

Auch verwies der Kommentar der Staatsagentur auf die Enthüllungen des Informanten Edward Snowden über Schnüffeleien sowie Spionage durch die USA im Internet, die sich auch gegen China gerichtet hätten. Die USA sollten aufhören, mit zweierlei Maß zu messen.

Daten von jetzigen und ehemaligen Mitarbeitern betroffen

Betroffen von dem Angriff seien Daten gegenwärtiger sowie früherer Mitarbeiter, teilte die OPM mit. Man habe den Angriff bereits im April entdeckt. Die Behörde rief unter anderem dazu auf, Kontobewegungen genau zu verfolgen und möglichen Missbrauch sofort zu melden.

Das Heimatschutzministerium und die Bundespolizei FBI hätten Ermittlungen aufgenommen, hieß es weiter. Zudem habe man die eigenen Sicherheitsmaßnahmen sofort verstärkt, teilte die OPM mit.

Erst in den vergangenen Monaten waren unter anderem das Außenministerium und das Weiße Haus zum Ziel von Cyberangriffen geworden. Immer wieder deuten US-Ermittler in Richtung China, vereinzelt aber auch in Richtung Russland. Zum Jahresende 2014 machte der Angriff mutmaßlicher nordkoreanischer Hacker auf die Computer von Sony Pictures weltweit Schlagzeilen.

Obama warnte im April, die Bedrohung durch Hacker gehöre zu den größten Herausforderungen für die Wirtschaft und die nationale Sicherheit des Landes. Zugleich verfügte er einen Exekutiverlass, um Verantwortliche, die hinter solchen Angriffen stecken, mit Sanktionen zu belegen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


croal 06. Jun 2015

Der Busch war glaube ich nur eine Marionette, unter 3/ ml alk war schon zu viel Blut im...

Rababer 06. Jun 2015

Ich wars... Aber naja glaubt mir eh keiner. Ich finds auf jeden Fall fies dass deren...

Der Held vom... 05. Jun 2015

Ich verstehe auch gar nicht, wie das passieren konnte? Die haben doch dieses mächtige...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
OpenAI
Girlfriend-Chatbots verstoßen gegen die Regeln des GPT-Store

Nur einen Tag, nachdem OpenAI ChatGPT für Entwickler geöffnet hat, lassen sich Angebote finden, die es nicht geben dürfte.

OpenAI: Girlfriend-Chatbots verstoßen gegen die Regeln des GPT-Store
Artikel
  1. Militär: Erfolgreiche Demonstration von Quanten-Funkkommunikation
    Militär
    Erfolgreiche Demonstration von Quanten-Funkkommunikation

    Die US-Armee hat Quanten-Funkkommunikation mit großer Reichweite getestet. Die Technologie könnte gegen Hacker-Angriffe sicher sein.

  2. Fast 20 Funktionen fallen weg: Google macht den Google Assistant dümmer
    Fast 20 Funktionen fallen weg
    Google macht den Google Assistant dümmer

    Alles rund um Google Assistant und smarte Lautsprecher wird schlechter gemacht: Noch in diesem Monat werden fast 20 Funktionen gestrichen.
    Ein Bericht von Ingo Pakalski

  3. Smart-Teleskope: Wo lang geht die Reise zu den Sternen, Vaonis?
    Smart-Teleskope
    Wo lang geht die Reise zu den Sternen, Vaonis?

    CES 2024 Die französische Firma Vaonis hat mit ihren Teleskop-Ankündigungen zuletzt für Verwirrung gesorgt. Wann welche Geräte kommen, was sie können - und was sie kosten.
    Von Mario Keller

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Lenovo 34" 21:9 Curved WQHD 299€ • ASRock RX 7900 XTX 1.039,18€ • War Hospital 21,59€ • Amazon-Geräte -50% • Acer 34" OLED UWQHD 175Hz 999€ • PS5 + Spider-Man 2 569€ • AMD Ryzen 9 5950X 379€ • Switch-Controller 17,84€ • AOC 27" QHD 165Hz 229€ • 3 Spiele für 49€ [Werbung]
    •  /