Abo
  • Services:
Anzeige
Internetanbieter sollen nun doch nicht die Nutzerdaten zu Sicherheitszwecken speichern dürfen.
Internetanbieter sollen nun doch nicht die Nutzerdaten zu Sicherheitszwecken speichern dürfen. (Bild: Hannibal Hanschke/Reuters)

Bundestag: Provider begrüßen Änderungen im IT-Sicherheitsgesetz

Internetanbieter sollen nun doch nicht die Nutzerdaten zu Sicherheitszwecken speichern dürfen.
Internetanbieter sollen nun doch nicht die Nutzerdaten zu Sicherheitszwecken speichern dürfen. (Bild: Hannibal Hanschke/Reuters)

Deutschland gibt sich eines der weltweit ersten IT-Sicherheitsgesetze. Betreiber kritischer Infrastrukturen müssen Störungen der Verfügbarkeit, Integrität, Authentizität und Vertraulichkeit vermeiden. Der IT-Mittelstand ist dagegen, die Provider freuen sich über die Änderungen.

Anzeige

Der Deutsche Bundestag hat heute eines der weltweit ersten IT-Sicherheitsgesetze verabschiedet. Es soll Mindeststandards setzen und sieht Meldepflichten für Cyberangriffe in Unternehmen der maßgeblichen Infrastruktur vor. Wie bereits bekannt wurde, entfiel die umstrittene Dauerspeicherung von Nutzerdaten durch Telemediendienste.

Anbieter von Telemediendiensten und Telekommunikationsanbieter werden von anderen Betreibern kritischer Infrastrukturen unterschieden. Letztere werden laut Paragraf 8a verpflichtet, "angemessene organisatorische und technische Vorkehrungen zur Vermeidung von Störungen der Verfügbarkeit, Integrität, Authentizität und Vertraulichkeit ihrer informationstechnischen Systeme, Komponenten oder Prozesse zu treffen".

Oliver Süme, Vorstand Politik und Recht bei dem Providerverband Eco, sagte: "Wir begrüßen, dass in den heute beschlossenen Gesetzesentwurf einige Änderungen mitaufgenommen wurden, die zu präziseren und praxistauglicheren Regelungen führen."

Positiv sei die neu eingeführte Evaluierung der Verpflichtungen für Betreiber kritischer Infrastrukturen sowie die enge Zweckbindung der Untersuchungsergebnisse des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). "Die eigentliche Arbeit beginnt erst noch, wenn das Gesetz voraussichtlich im Sommer dieses Jahres in Kraft tritt", sagte Süme. Im Rahmen der Rechtsverordnung müssten die kritischen Sektoren und deren Branchen präzise definiert und so der Fokus eindeutig auf kritische Versorgungsdienstleistungen und die Betreiber kritischer Infrastrukturen gelegt werden. "Die weitere Belastung von Internet- und Telekommunikationsunternehmen lehnen wir nach wie vor ab", betonte Süme.

Bitmi: Zusätzliche Bürokratie und Rechtsunsicherheit

Oliver Grün, Chef des Bundesverbands IT-Mittelstand Bitmi, sagte dagegen: "Mit dem Gesetz schafft die Regierungskoalition zusätzliche Bürokratie und Rechtsunsicherheit für den IT-Mittelstand. Es stellt einen unnötigen nationalen Alleingang Deutschlands dar, der speziell mittelständische IT-Unternehmen vor größere Herausforderungen stellt, beispielsweise bei 24/7-Verfügbarkeit für sogenannte kritische Infrastrukturen oder der zusätzlichen Unsicherheit bei der gesetzlichen Verpflichtung zur IT-Sicherheit." Wenn jetzt auch noch die angekündigte europäische Richtlinie komme, ergebe sich auch "beim Vergaberecht ein heilloses Durcheinander an Berichts- und Meldepflichten."

Der IT-Branchenverband Bitkom kritisiert die geplanten Sanktionen im IT-Sicherheitsgesetz. Nach dem jüngsten Entwurf sollen Betreiber kritischer Infrastrukturen wie Energie- und Wasserversorger, wichtige Verkehrsunternehmen oder Teile der Ernährungswirtschaft bis zu 100.000 Euro Strafe zahlen, wenn sie schwerwiegende IT-Sicherheitsvorfälle nicht den Behörden melden oder die geplanten Mindeststandards bei der IT-Sicherheit unterlaufen. "Die Androhung von Strafen ergibt keinen Sinn, wenn nicht klar ist, wer von dem Gesetz überhaupt betroffen ist, welche Vorfälle gemeldet und welche Sicherheitsstandards eingehalten werden müssen", sagte Bitkom-Sicherheitsexperte Marc Bachmann. Die entsprechenden Regelungen sollen erst im Rahmen einer Rechtsverordnung getroffen werden.

Positiv wertet der Bitkom hingegen, dass künftig auch die Bundesverwaltung unter den Geltungsbereich des Gesetzes fallen soll.


eye home zur Startseite
airstryke1337 13. Jun 2015

"angemessene organisatorische und technische Vorkehrungen zur Vermeidung von Störungen...

Kleba 12. Jun 2015

Artikel gelesen? Ich denke darunter fallen die ISP (also unter...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Bsys Mitteldeutsche Beratungs- und Systemhaus GmbH, Erfurt
  2. Robert Bosch GmbH, Abstatt
  3. Gebr. Bode GmbH & Co. KG, Kassel
  4. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 120,99€
  2. 184,90€ + 3,99€ Versand (Bestpreis!)

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Globale SAP-Anwendungsunterstützung durch Outsourcing


  1. The Legend of Zelda (1986 und 1995)

    Ein Abenteuer-Fundament für die Ewigkeit

  2. Mehr Möbel als Gadget

    Eine Holzfernbedienung für das Smart Home

  3. Der Herr der Ringe

    Schatten des Krieges in Mittelerde angekündigt

  4. Konzeptfahrzeug

    Peugeot Instinct - autonom fahren oder manuell steuern

  5. Später Lesen

    Mozilla übernimmt Hersteller von Pocket

  6. Nokia 3, 5 und 6 im Hands on

    Ein guter Neuanfang ist gemacht

  7. Große Pläne

    SpaceX soll 2018 zwei Weltraumtouristen um den Mond fliegen

  8. Festnetz

    O2 will in Deutschland letzte Meile per Funk überwinden

  9. Robocar

    Roborace präsentiert Roboterboliden

  10. Code.mil

    US-Militär sucht nach Lizenz für externe Code-Beiträge



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Bundesnetzagentur: Puppenverbot gefährdet das Smart Home und Bastler
Bundesnetzagentur
Puppenverbot gefährdet das Smart Home und Bastler
  1. My Friend Cayla Eltern müssen Puppen ihrer Kinder zerstören
  2. Matoi Imagno Wenn die Holzklötzchen zu dir sprechen
  3. Smart Gurlz Programmieren lernen mit Puppen

Galaxy-A-Serie vs. P8 Lite (2017): Samsungs und Huaweis Kampf um die Mittelklasse
Galaxy-A-Serie vs. P8 Lite (2017)
Samsungs und Huaweis Kampf um die Mittelklasse
  1. Wettbewerbsverstoß Google soll Tizen behindert haben
  2. Strafverfahren De-facto-Chef von Samsung wegen Korruption verhaftet
  3. Samsung Preisliches Niveau der QLED-Fernseher in der Nähe der OLEDs

Fire TV Stick 2 mit Alexa im Hands on: Amazons attraktiver Einstieg in die Streaming-Welt
Fire TV Stick 2 mit Alexa im Hands on
Amazons attraktiver Einstieg in die Streaming-Welt
  1. Fernsehstreaming Fire-TV-App von Waipu TV bietet alle Kanäle kostenlos
  2. Fire TV Amazon bringt Downloader-App wieder zurück
  3. Amazon Downloader-App aus dem Fire-TV-Store entfernt

  1. Re: Donald Trump

    chefin | 09:21

  2. Re: Ich will auch!

    ArcherV | 09:20

  3. Re: Ein iPhone in schön

    nightmar17 | 09:19

  4. Re: Die Zeit ist einfach vorbei

    My1 | 09:16

  5. Re: Rückseitiger Sensor

    nightmar17 | 09:15


  1. 09:15

  2. 08:03

  3. 07:54

  4. 07:44

  5. 07:32

  6. 07:00

  7. 00:29

  8. 18:18


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel