Verschlüsselung: Wikipedia verschlüsselt künftig alle Verbindungen

Sämtliche Verbindungen, die über die Server der Wikimedia Foundation laufen, sollen künftig mittels HTTPS verschlüsselt werden. Das berichtet die gemeinnützige Organisation,(öffnet im neuen Fenster) deren bekanntestes Projekt die Wikipedia-Enzyklopädie ist. Um eventuelle Angriffe auf die Technik zu erschweren, soll darüber hinaus HSTS (HTTP Strict Transport Security) genutzt werden.
Letzteres ist vor allem als Gegenmaßnahme erstellt worden, um Man-in-the-Middle-Angriffe verhindern zu können, und wird von Firefox, Chrome, Safari sowie seit kurzem auch im Internet Explorer unterstützt. Damit will die Wikimedia ihre Nutzer vor allem davor schützen, dass die Daten mitgeschnitten werden können oder der Zugriff auf die Seiten etwa durch Regierungen zensiert werden kann.
Verschlüsselung bedeutet großen Aufwand
Bereits seit 2011 arbeiten die Techniker der Wikimedia an der Umsetzung von HTTPS. So konnten Nutzer seitdem eigenständig die verschlüsselte Verbindung wählen, was etwa durch die Verwendung von HTTPS-Everywhere der EFF vereinfacht worden ist.
Doch die weltweite standardmäßige Verwendung von HTTPS hat das Team vor einige Probleme gestellt. So musste nicht nur die komplette eigene Infrastruktur dafür umgebaut und teils auch erneuert werden. Vielmehr mussten die Beteiligten auch die unterschiedlichen Bedürfnisse der Nutzer bedenken.
Denn in vielen Ländern bedeuten die vergleichsweise langsamen Internetverbindungen eine teils spürbare Verschlechterung bei der Verwendung von HTTPS. Insbesondere um dies zu vermeiden, sind dafür Optimierungen vorgenommen worden. Gänzlich ausschließen lasse sich aber nicht, dass die Einführung der verschlüsselten Verbindungen einen negativen Effekt für einige Nutzer haben könnte.
Die Verwendung von HTTPS soll für alle Angebote der Wikimedia umgesetzt werden, die Arbeiten daran sind aber noch nicht komplett abgeschlossen.



