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Youtube Gaming: Dieser Livestream ist in Ihrem Land nicht verfügbar

E3 2015
Bei seiner neuen Plattform Youtube Gaming sucht Google in Echtzeit nach urheberrechtlich geschützten Inhalten. Besonders in Deutschland dürften viele Livestreams und Videos gesperrt werden.
/ Sebastian Wochnik
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Solche Sperrtafeln könnte es auch auf Youtube Gaming geben. (Bild: Youtube/Screenshot: Golem.de)
Solche Sperrtafeln könnte es auch auf Youtube Gaming geben. Bild: Youtube/Screenshot: Golem.de

Auch auf der Videoplattform Youtube Gaming sucht Google mit Content-ID(öffnet im neuen Fenster) nach möglicherweise urheberrechtlich geschütztem Material in den hochgeladenen oder gestreamten Inhalten, wie das US-Magazin Arstechnica(öffnet im neuen Fenster) berichtet. Es hat den neuen, an Spieler gerichteten Dienst bereits ausprobiert. Meint das System, geschützte Inhalte gefunden zu haben, können diese sogar gesperrt werden. Besonders Streamer von Twitch dürfte das fernhalten.

Das Content-ID-System ist bereits seit einiger Zeit auf Youtube etabliert. Jedes hochgeladene Video wird mit Referenzdateien verglichen, die der Rechteinhaber hochladen kann. Hat der Algorithmus eine mögliche Übereinstimmung gefunden, wird Werbung zugunsten des Uploaders deaktiviert, Werbung zugunsten des Urheberrechtsinhabers geschaltet oder gar das Video gesperrt. Auch bei Livestreams wird das System in Echtzeit eingesetzt werden. Der Streamer hat kurz Zeit, um das Verbreiten des geschützten Materials zu unterbinden. Tut er das nicht, wird sein Stream gesperrt.

Probleme mit Musik in Spielen

Das System funktioniert allerdings nicht immer zuverlässig. Außerdem sind bei vielen Spielen Probleme mit der Musik zu befürchten - zumindest in Deutschland, denn hier greift das System durch den Streit mit der Verwertungsgesellschaft Gema besonders strikt. Bereits jetzt haben Let's-Player mit dem System Probleme, wenn etwa in GTA V im Radio des Fahrzeugs Queens Radio Gaga ertönt - selbst wenn viele andere Geräusche das Lied teilweise übertönen.

Spiele-Streamer auf Twitch kennen das Problem nicht, denn ein solches System gibt es dort nicht. Bisher scheint die Livestream-Plattform nicht von Verwertungsgesellschaften und Rechteinhabern beachtet zu werden. Viele Spieler lassen deswegen in ihren Livestreams gerne eine Spotify-Playlist voller urheberrechtlich geschützter Lieder im Hintergrund laufen. Auf Youtubes neuer Videoplattform wäre das undenkbar - und der Stream schnell gesperrt.


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