Ukrainekrieg: SpaceX blockiert russische Starlink-Nutzung auf Kampfdrohnen

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Elon Musk hat am Sonntag mitgeteilt(öffnet im neuen Fenster) , dass Maßnahmen gegen die unbefugte Nutzung von Starlink durch russische Streitkräfte zu wirken scheinen. Der SpaceX-Chef reagierte damit auf Berichte über Starlink-Terminals in russischen Angriffsdrohnen, die gegen die Ukraine eingesetzt werden.
"Es sieht so aus, als hätten die Schritte funktioniert, die wir unternommen haben, um die unautorisierte Nutzung von Starlink durch Russland zu stoppen" , schrieb Musk auf X(öffnet im neuen Fenster) . Er bat gleichzeitig um Rückmeldung, falls weitere Maßnahmen nötig sein sollten.
Die Ankündigung erfolgte nur zwei Tage, nachdem der ukrainische Verteidigungsminister Mykhailo Fedorov bekanntgegeben hatte, dass sein Ministerium direkt mit SpaceX in Kontakt getreten sei. "Innerhalb von Stunden, nachdem russische Drohnen mit Starlink-Konnektivität über ukrainischen Städten aufgetaucht waren, hat das Team des Verteidigungsministeriums umgehend SpaceX kontaktiert" , erklärte Fedorov am 29. Januar(öffnet im neuen Fenster) .
Starlink-Terminals an russischen Drohnen nachgewiesen
Der Handlungsdruck auf SpaceX war durch konkrete Beweise gestiegen. Serhii Beskrestnov, ein Berater des ukrainischen Verteidigungsministers, veröffentlichte Fotos von abgestürzten russischen Drohnen, an denen Starlink-Komponenten befestigt waren. Die ukrainischen Behörden hatten die Terminals auf mehreren Drohnentypen gefunden, darunter auf Langstreckendrohnen vom Typ BM-35.
CNN berichtete(öffnet im neuen Fenster) , dass diese Drohnen mit Starlink eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern erreichen können. Ohne die Satellitenverbindung wären die Drohnen auf Funksteuerung angewiesen, die deutlich kürzere Distanzen erlaubt. Das Institute for the Study of War hatte bereits im September 2024 erstmals über russische Nutzung von Starlink auf Shahed-Drohnen berichtet.
Besondere Brisanz erhielt das Thema durch einen Angriff auf einen ukrainischen Passagierzug am 27. Januar in der Region Charkiw. Bei dem Angriff starben mindestens fünf Menschen. Die Präzision des Treffers – die Drohne traf die Mitte des fahrenden Zuges – deutet auf Echtzeitsteuerung via Satelliteninternet hin.