Cyberangriff auf Bundestag: Webseite schleuste angeblich Schadsoftware ein

Der Cyberangriff auf den Bundestag erfolgte angeblich über eine Browserseite. Nach einem aktuellen Bericht der Welt wurde per E-Mail ein Link verschickt, über den die Schadsoftware in das Computernetzwerk des Bundestages gelangt ist.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Trojaner gelangte über eine Webseite auf einen Bundestagscomputer.
Trojaner gelangte über eine Webseite auf einen Bundestagscomputer. (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Zum Cyberangriff auf den Bundestag gibt es einen neuen Hinweis. Nach Informationen der Tageszeitung Die Welt soll der Angriff über einen per E-Mail verschickten Link erfolgt sein. Mitarbeiter im Bundestag hätten den Link im Browser geöffnet; von der aufgerufenen Webseite wurde dann Schadsoftware unbemerkt auf dem betreffenden Computer im Bundestag installiert. Dadurch hätten sich Unbefugte Zugriff auf den Rechner verschafft.

Stellenmarkt
  1. Geoinformatiker (w/m/d) für den Bereich Geodatenmanagement/GIS / Vermessung
    Hertener Stadtwerke GmbH, Herten
  2. Software Engineer Industry 4.0 - Frontend Web Applications (m/w/d)
    SCHOTT AG, Mainz
Detailsuche

Unions-Fraktionschef Volker Kauder bezeichnete die Probleme in der Neuen Osnabrücker Zeitung als "ernsten Vorgang". "Der Angriff macht das Bedrohungspotenzial solcher Attacken auf unser Leben insgesamt deutlich".

Trojaner wurde auch für andere Angriffe verwendet

Nach bisherigen Erkenntnissen des Bundesamtes für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) handele es sich bei der Schadsoftware um einen Trojaner, der in ähnlicher Form bereits seit Monaten bei Hackerattacken in mehreren Ländern zum Einsatz kam. Es soll sich um ein Programm handeln, das mutmaßlich von russischen Hackern entwickelt wurde.

Der Trojaner soll außerdem bereits beim Cyberangriff auf den französischen TV-Sender TV5 Monde im April eingesetzt worden sein. Damals hatten sich radikale Islamisten im Namen des Cyberkalifats zu der Attacke bekannt. In deutschen Sicherheitskreisen wird jedoch davon ausgegangen, dass der Cyberangriff auf den Bundestag von Russland aus geführt wurde.

Golem Karrierewelt
  1. Cinema 4D Grundlagen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    07.-09.11.2022, Virtuell
  2. Advanced Python – Fortgeschrittene Programmierthemen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    23.-25.01.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Aus mehreren Quellen habe die Deutsche Presse-Agentur (dpa) Hinweise erhalten, die auf Russland als Ursprungsland des Angriffes hindeuten. Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen sagte am Rande einer Konferenz zur Cybersicherheit in Potsdam, er habe die Sorge, "dass es sich um einen Cyberangriff eines ausländischen Nachrichtendienstes handelt".

Maaßen sagte nicht, um welches Land es sich bei dem möglichen Urheber der Cyberattacke handeln könnte. Er sagte: "Mein Dienst hat immer wiederholt bestätigt, dass jedenfalls die Cyberangriffe von russischen Diensten hochqualifiziert sind und uns große Sorge bereiten." Sein Dienst habe den Bundestag am 12. Mai auf die Attacke aufmerksam gemacht, sei aber bisher nicht in die Aufklärung eingebunden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anonymer Nutzer 15. Jun 2015

Das war zu dem Zeitpunkt aber völlig legal. Und diese Seite hat auch nicht den...

Anonymer Nutzer 15. Jun 2015

Die Idee mit der Sandbox ist gar nicht mal so schlecht. Es muss ja nicht eine einzige...

Atalanttore 14. Jun 2015

Keine Sorge, die Bundesregierung wird von Washington aus ferngesteuert.

Atalanttore 14. Jun 2015

Cyberangriff bedeutet laut NATO Artikel 5 ja Krieg. Die Stationierung von schweren Waffen...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Meta
"Es ist euer Job, euch in Horizon Worlds zu verlieben!"

Amüsante Auszüge aus Memos von Meta zeigen, dass nicht mal die Entwickler von Horizon Worlds gerne in ihre virtuelle Welt eintauchen.

Meta: Es ist euer Job, euch in Horizon Worlds zu verlieben!
Artikel
  1. Corning: Moderne Glasfaser ist ihren Vorgängern nur wenig ähnlich
    Corning
    Moderne Glasfaser ist ihren Vorgängern nur wenig ähnlich

    Lichtwellenleiter sind eine alte Technik. Heute müssen sie für Glasfaser-Verkabelung in Gebäuden fast neu erfunden werden.

  2. Klage gegen Datenschutzaufsicht: Bundeskriminalamt weigert sich, Funkzellendaten zu löschen
    Klage gegen Datenschutzaufsicht
    Bundeskriminalamt weigert sich, Funkzellendaten zu löschen

    Das BKA will gesammelte Überwachungsdaten nicht löschen müssen. Deswegen klagt die Polizei gegen einen Bescheid des obersten Datenschützers.
    Eine Exklusivmeldung von Lennart Mühlenmeier

  3. Justizminister: Ausweiskopien sollen aus dem Handelsregister gelöscht werden
    Justizminister
    Ausweiskopien sollen aus dem Handelsregister gelöscht werden

    Im Online-Handelsregister lassen sich persönliche Daten wie Ausweiskopien oder Unterschriften einfach abrufen. Justizminister Marco Buschmann will das ändern.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Prime-Filme leihen für je 0,99€ • iPhone 14 Plus jetzt erhältlich • Günstig wie nie: Gigabyte RTX 3090 Ti 1.099€, KF DDR5-5600 16GB 99,39€, Logitech Gaming-Maus 69,99€, MSI Curved 27" WQHD 165Hz 289€ • AMD Ryzen 7 5800X3D 429€ • NfS Unbound vorbestellbar • 3 Spiele für 49€ [Werbung]
    •  /