Abo
  • Services:
Anzeige
Hacker sollen in Computer des Office of Personal Management (OPM) eingedrungen sein.
Hacker sollen in Computer des Office of Personal Management (OPM) eingedrungen sein. (Bild: Kacper Pempe/Reuters)

US-Personalbehörde: Hacker erbeuten Formulare von Millionen Sicherheitsfreigaben

Hacker sollen in Computer des Office of Personal Management (OPM) eingedrungen sein.
Hacker sollen in Computer des Office of Personal Management (OPM) eingedrungen sein. (Bild: Kacper Pempe/Reuters)

Es ist ein Desaster für die US-Sicherheitsbehörden: Medienberichten zufolge sind Hacker millionenfach an sensible Daten von Geheimdienstmitarbeitern und Polizisten gelangt. Obama erwägt offenbar Sanktionen gegen einen altbekannten Gegner im Cyberkrieg.

Anzeige

Ein umfangreicher Hack der Personalverwaltung US-amerikanischer Behörden (OPM) betrifft offenbar auch sensible, persönliche Daten von Mitarbeitern bei Polizei, Geheimdiensten und Militärs. Das berichteten US-Medien unter Berufung auf Regierungsmitarbeiter am Freitag. Demnach erbeuteten die Hacker digitale Kopien eines Formulars (Standard Form 86), das Behördenmitarbeiter vor ihrer Sicherheitsfreigabe ausfüllen müssen. Diese Freigabe ist erforderlich, um Zugang zu geheimen Informationen zu erhalten.

Den Berichten zufolge ist der in der vergangenen Woche bekanntgewordene Angriff, von dem inzwischen 9 bis 14 Millionen Personen betroffen sein sollen, somit deutlich schwerer als zunächst angenommen.

In dem Formular müssen die Mitarbeiter auf 127 Seiten ihren persönlichen Hintergrund sowie ihr familiäres und privates Umfeld nahezu komplett offenlegen. Dazu gehören Angaben zum schulischen und beruflichen Werdegang, Drogenkonsum sowie zum Gesundheitszustand inklusive Medikamentengebrauch oder Krankenhausaufenthalte. Zudem sollen Namen und Anschriften von Familienangehörigen und Freunden genannt werden. Die Mitarbeiter müssen alle beruflichen und privaten Auslandskontakte sowie ihre Auslandsreisen auflisten. Sollten diese Daten in die Hände anderer Geheimdienste gefallen sein, wäre dies ein Desaster für die US-Sicherheitspolitik.

Goldgrube für andere Geheimdienste

Die US-Behörden gehen weiterhin davon aus, dass chinesische Hacker hinter dem Angriff stehen. Ein früherer Mitarbeiter der US-Spionageabwehr sagte der Nachrichtenagentur AP zu dem Datendiebstahl: "Dieser nennt den Chinesen die Identität fast aller Leute mit einer US-Sicherheitsfreigabe. Das macht es für diese Leute sehr schwer, in Zukunft noch für einen Geheimdienst zu arbeiten. Zudem gibt die Datenbank den Chinesen umfangreiche Informationen über fast jeden mit einer Sicherheitsfreigabe. Das ist eine Goldgrube. Das hilft dabei, an Spione heranzukommen und diese zu rekrutieren."

Dem Bericht zufolge sind potentiell fast alle Personen betroffen, die eine Sicherheitsfreigabe beantragt haben. Dies schließt Mitarbeiter der Geheimdienste CIA und NSA sowie Personal militärischer Spezialoperationen ein. Im vergangenen Herbst verfügten laut Regierungsunterlagen mehr als vier Millionen Personen über eine solche Freigabe.

Sanktionen auf Basis neuer Präsidentenverfügung

Nach Angaben der New York Times erwägt US-Präsident Barack Obama, wegen des Datendiebstahls Sanktionen zu verhängen. Eine entsprechende Präsidentenverfügung war nach dem Hack von Sony Pictures im vergangenen April von Obama erlassen worden. "Diese Option ist nun auf dem Tisch", sagte Obamas Sprecher Josh Earnest. Diese Verfügung erlaubt es der Regierung, die Ausfuhr von Gütern und Technik an Hackergruppen oder deren Unterstützer zu untersagen. Da die chinesische Regierung verdächtigt wird, solche Aktivitäten zu fördern, könnten die Sanktionen auch China betreffen. Earnest wollte dem Bericht zufolge nicht bestätigen, dass US-Diplomaten in China bereits versetzt worden sein sollen, weil die Hacker nun an die Daten ihrer chinesischen Kontaktpersonen gelangt sein könnten.

US-Sicherheitsexperten sollen bei ihren Ermittlungen zu dem Schluss gekommen sein, dass eine hochspezialisierte chinesische Hackertruppe in den vergangenen drei Jahren gezielt eine Reihe von Regierungsbehörden und Sicherheitsfirmen attackiert hat. Zuletzt hat die Gruppe laut Bericht aber versucht, Zugang zum Privatleben von Geheimdienstagenten und Militärs zu erhalten. Das könnte das Ziel haben, solche Mitarbeiter mit Verweis auf empfindliche Gesundheitsdaten zu erpressen.

Bislang ist nach den Angaben unklar, in welcher Verbindung diese Gruppe mit der chinesischen Regierung steht. Der chinesischen Volksbefreiungsarmee, der von den USA und Deutschland Wirtschaftsspionage vorgeworfen wird, soll sie nicht angehören. Möglicherweise gibt es aber einen freien Markt für Hacker in China, dem Studenten oder Mitarbeiter von IT-Firmen angehören könnten.


eye home zur Startseite
metaljack 18. Jun 2015

Und sie scheuen sich auch nicht ihre Absichten offen auszusprechen. https://www.youtube...

b1n0ry 15. Jun 2015

Ruhe jetzt, summerfags !

KaHe 15. Jun 2015

Da sind ja genau die Richtigen am jaulen. Gerade die, die wenigsten Hemmungen im Umgang...

Anonymer Nutzer 14. Jun 2015

Das sieht man besonders gut an der Linux Standard Base von Windows NT und der Win32...

azeu 14. Jun 2015

Wobei die Chinesen in der Geschichte sehr viel weniger "Unsinn" auf der Welt angestellt...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. KEB Automation KG, Barntrup
  2. azh Abrechnungs- und IT-Dienstleistungszentrum für Heilberufe GmbH, Aschheim Raum München
  3. über Harvey Nash GmbH, Köln
  4. COSMO CONSULT, Berlin


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 99,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. 25,99€
  3. 23,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Bundesverkehrsministerium

    Dobrindt finanziert weitere Projekte zum autonomen Fahren

  2. Mobile

    Razer soll Smartphone für Gamer planen

  3. Snail Games

    Dark and Light stürmt Steam

  4. IETF

    Netzwerker wollen Quic-Pakete tracken

  5. Surface Diagnostic Toolkit

    Surface-Tool kommt in den Windows Store

  6. Bürgermeister

    Telekom und Unitymedia verweigern Open-Access-FTTH

  7. Layton's Mystery Journey im Test

    Katrielle, fast ganz der Papa

  8. Kabel und DSL

    Vodafone gewinnt 100.000 neue Festnetzkunden

  9. New Technologies Group

    Intel macht Wearables-Sparte dicht

  10. Elektromobilität

    Staatliche Finanzhilfen elektrisieren Norwegen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Moto Z2 Play im Test: Bessere Kamera entschädigt nicht für kürzere Akkulaufzeit
Moto Z2 Play im Test
Bessere Kamera entschädigt nicht für kürzere Akkulaufzeit
  1. Modulares Smartphone Moto Z2 Play kostet mit Lautsprecher-Mod 520 Euro
  2. Lenovo Hochleistungs-Akku-Mod für Moto Z
  3. Moto Z Schiebetastatur-Mod hat Finanzierungsziel erreicht

Razer Lancehead im Test: Drahtlose Symmetrie mit Laser
Razer Lancehead im Test
Drahtlose Symmetrie mit Laser
  1. Razer Blade Stealth 13,3- statt 12,5-Zoll-Panel im gleichen Gehäuse
  2. Razer Core im Test Grafikbox + Ultrabook = Gaming-System
  3. Razer Lancehead Symmetrische 16.000-dpi-Maus läuft ohne Cloud-Zwang

Ikea Trådfri im Test: Drahtlos (und sicher) auf Schwedisch
Ikea Trådfri im Test
Drahtlos (und sicher) auf Schwedisch
  1. Die Woche im Video Kündigungen, Kernaussagen und KI-Fahrer
  2. Augmented Reality Ikea will mit iOS 11 Wohnungen virtuell einrichten
  3. Space10 Ikea-Forschungslab untersucht Umgang mit KI

  1. MMO aus 2008

    devzero | 22:32

  2. Re: Gamer Smartphone?

    Neuro-Chef | 22:31

  3. Re:

    My1 | 22:31

  4. Langweiliger Einheitsbrei für die breite Masse

    Bierfuerst | 22:31

  5. Re: Smartphonespiele sind spaßig

    Neuro-Chef | 22:29


  1. 16:55

  2. 16:33

  3. 16:10

  4. 15:56

  5. 15:21

  6. 14:10

  7. 14:00

  8. 12:38


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel