Datenaustausch: ja - gemeinsames Terrorabwehrzentrum: nein. Die europäischen Geheimdienste trauen sich offenbar nicht genug gegenseitig, um zusammen effektiv den Terrorismus zu bekämpfen. Das belegen neue Enthüllungen zum BND.
Golem-Wochenrückblick Apple denkt wieder an die 4-Zoll-Fans, Microsoft hat auf der Build viele kleine Neuerungen vorgestellt. Und Oculus hat uns mit der Endkundenversion des Rift beeindruckt. Sieben Tage und viele Meldungen im Überblick.
Die Telekom muss beim Vectoring ein neues Vorleistungsprodukt bieten. Layer-2-Bitstrom über Ethernet könne den direkten Zugang zur letzten Meile nicht ersetzen, kritisiert der Breko. Durch die langen Fristen müsse auch in Zukunft bis zu drei Wochen auf schnelle Internetanschlüsse gewartet werden.
Offenbar ist Reddit von der US-Regierung gezwungen worden, Daten seiner Nutzer herauszugeben, ohne darüber informieren zu dürfen. Denn im aktuellen Transparenzbericht fehlt der gegenteilige Hinweis - ein sogenannter Warrant Canary.
Die Telekom bietet ihren Mobilfunkkunden größere Datenpakete zum Zubuchen an. Ob die Aktion verlängert wird, ist noch nicht klar. Die Telekom drosselt auf 64 KBit/s.
Der Jugendschutz muss überarbeitet werden: Das fordert ein Bündnis unter anderem mit der USK, das sich besonders an der zersplitterten Gesetzgebungskompetenz zwischen Bund und Ländern stört.
Ist ein normaler Nutzer in der Lage, die Werbeblockersperre von Bild.de zu umgehen? Das Hamburger Landgericht sieht sich damit überfordert, übersieht dabei aber eine einfache Möglichkeit, die selbst der Axel-Springer-Verlag anbietet.
Die Bundesnetzagentur nimmt keine Gebühren mehr für Schlichtungsverfahren mit Verbrauchern. Damit können Probleme bei der Rufnummernmitnahme oder beim Anbieterwechsel jetzt direkt der Behörde vorgetragen werden.
Alles dreht sich im aktuellen Streit um gesperrte Smartphones von mutmaßlichen Straftätern um Apple und das FBI - US-Behörden haben aber auch an Google zahlreiche derartiger Aufforderungen verschickt. Das hat die Bürgerrechtsvereinigung ACLU herausgefunden.
Eine Scene Group bedankt sich bei einem Hersteller von HDMI-Splittern aus China für seinen aktuellen Hack eines Films bei Netflix. Damit kann offenbar der Kopierschutz High-Bandwidth Digital Copy Protection (HDCP) 2.2 entfernt werden.
Amazon muss seine Marketplace-Verkäufer an der Verwendung von Bildern hindern, an denen sie keine Rechte haben. Das hat der Parfümhersteller Davidoff in Berlin durchgesetzt. Amazon will das Verfahren fortsetzen.
Update Apple muss das iPhone des Attentäters von San Bernardino doch nicht entsperren: US-Strafverfolger haben sich auch ohne Hilfe Zugriff auf die Daten verschaffen können.
Update Wegen der neuen EU-Verordnung zur Netzneutralität nimmt die Telekom den Musikstreamingdienst Spotify nicht mehr von der Drosselung aus. Doch schuld ist die Telekom, die EU hat nur entschieden: Wenn gedrosselt wird, muss das für alle gelten.
Bisher kommt das freie WiFi in Berlin wegen Bürokratie nicht voran. Erst Monate später als angekündigt könnte es losgehen. "Jeder einzelne der 650 Standorte erfordert Vorgespräche vor Ort", betonte der Chef der Betreiberfirma.
Mit dem Geoblocking von beanstandeten Links wollte Google den europäischen Datenschützern entgegenkommen. Doch der französischen CNIL reicht das nicht, sie verhängte eine Geldstrafe. Google will die Entscheidung anfechten.
Nach jedem Terroranschlag werden Forderungen laut, den Datenaustausch zwischen den Behörden zu verbessern. Mit seinen jüngsten Äußerungen stößt Innenminister de Maizière jedoch auf heftige Kritik.
Update Die vom Fraunhofer SIT initiierte sogenannte Volksverschlüsselung soll Open Source werden, sagt das Institut. Wir haben nach Details zur Offenlegung des Codes gefragt und verblüffende Antworten erhalten.
Die berüchtigten Elefantenrennen auf der Autobahn könnten bald der Vergangenheit angehören. Daimler testet das automatisierte Fahren im Verbund und hält die Ausbaupläne von Verkehrsminister Dobrindt für überflüssig.
Die EU-Kommission will die Meinung von Betroffenen und Nutzern zur Reform des Urheberrechts hören. Die Entscheidung zur Einführung eines europäischen Leistungsschutzrechts verzögert sich damit.
Googles autonome Autos sollen auch ohne jede Netzverbindung sicher fahren können. Allerdings könnten sie so teuer werden, dass die Besitzer sie nebenher an Uber vermieten müssen.
In dieser Woche fällt eine wichtige Hürde auf dem Weg zu autonomen Autos. Die Bundesregierung will ein Tempolimit auf Autobahnen und Unfalldatenspeicher für vollautomatisierte Funktionen vorschreiben.
Ein Landesarbeitsgericht hat die Verwertung der Daten aus dem Browserverlauf eines Beschäftigten erlaubt. Das Bundesdatenschutzgesetz lasse die Speicherung und Auswertung des Browserverlaufs zur Missbrauchskontrolle zu.
Das FBI hat möglicherweise einen Weg gefunden, doch ohne Hilfe von Apple das iPhone zweier Attentäter zu entsperren. Die Hilfe Apples sei nicht mehr nötig, eine weitere Anhörung im Prozess wurde abgesagt.
Nach der kritischen Stellungnahme des EU-Generalanwaltes scheint Bundesverkehrsminister Dobrindt seine Meinung zur Störerhaftung geändert zu haben: Auf einmal stellt er sich auf die Seite derjenigen, die sich für ihre Abschaffung einsetzen.
Die Suche nach einem Parkplatz kann viel Zeit und Nerven kosten. Mehrere Systeme wollen mit Radar oder anderen Sensoren freie Parkplätze erkennen und vorhersagen. Obwohl Bosch, Siemens und SAP in den Markt drängen, liegt ein Münchner Startup derzeit weit vorne.
Netflix hat seine entspannte Haltung zu illegalen Kopien seiner Filme auf einschlägigen Torrent- und Streaming-Plattformen aufgegeben. Google erreichen unzählige Takedown-Anfragen, aber illegale Plattformen werden auch direkt unter Druck gesetzt.
Golem-Wochenrückblick Eine Woche voller Messetage: Wir haben uns auf der GDC in die virtuelle Realität begeben, auf der Light+Building ging uns ein Licht auf. Und Cebit war auch noch.
Bisher ist die Reihenfolge der Veranstalter in Senderlisten in Smart-TVs und Set-Top-Boxen nicht geregelt. Die Auffindbarkeit dürfe kein eigenes Geschäftsmodell werden, fordert die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) und arbeitet an einem Gesetz dazu.
Das Bundesverwaltungsgericht hat wie erwartet die Rechtmäßigkeit des Rundfunkbeitrags verteidigt. Der Nachweis, nicht über ein Empfangsgerät zu verfügen, sei in Zeiten des Smartphones mit angemessenem Aufwand nicht mehr verlässlich zu erbringen.
Der IT-Planungsrat hat neue Vertragsbedingungen für den Kauf von Hardware veröffentlicht. Hersteller müssen nun versichern, dass ihre Geräte keine "Funktionen zum unerwünschten Einleiten von Daten" haben.
Cisco baut Berlin eine Gesundheitsplattform, auf der Haus- und Fachärzte, Krankenhäuser, Rettungsdienste und Therapieeinrichtungen Patientendaten austauschen können.
Der neue HTTP-Statuscode 451 soll auf staatliche Zensurmaßnahmen und ähnliche Löschaufforderungen durch Behörden hinweisen. Der Projekthoster Github hat den Status nun umgesetzt und liefert auch einen Grund dafür mit.
Eine weitere Initiative möchte mehr kostenfreie Zertifikate im Web erreichen. Doch dieses Mal geht es nicht um ein communitygetriebenes Projekt. Let's Encrypt macht derweil offenbar einen wichtigen Schritt.
Der frühere Kanzleramtschef Steinmeier hat 2001 die Grundlage für die BND-Kooperation mit der NSA gelegt. Vor dem NSA-Ausschuss des Bundestags wies er nun jede Kritik an deren Resultaten zurück. "Überrascht" zeigte er sich von anderen BND-Aktivitäten.
Wegen Landesverrats verurteilt: Weil ein ehemaliger BND-Mitarbeiter jahrelang als Doppelagent gearbeitet hat, muss er jetzt ins Gefängnis. Im Prozess ging es auch um die Frage, ob es Landesverrat "unter Freunden" überhaupt geben kann.
Cebit 2016 Safe- und Smart-City-Lösungen will Gelsenkirchen gemeinsam mit Huawei realisieren. Seine Stadt stehe als Testregion für den Einsatz moderner IT-Technologie zur Verfügung, sagte der Oberbürgermeister.
Das Bundeskabinett hat eine Reform des Urhebervertragsrechts beschlossen. Die Urheber werfen Justizminister Maas vor, seine ursprünglichen Pläne verwässert zu haben.
Die Gründe dafür, warum ein Kunde einen Kauf im Internet widerruft, sind unwichtig. Laut Bundesgerichtshof muss nur die vierzehntägige Frist eingehalten werden, um das Geld zurückzubekommen.
Update Gewerbliche Betreiber von offenen WLANs werden immer wieder mit Kosten für Abmahnungen konfrontiert, wenn sie ihr Netz nicht verschlüsseln. Der EuGH-Generalanwalt lehnt die deutsche Störerhaftung nun ab. Das bringt Bewegung in die Gespräche über deren Abschaffung.
Ericsson und Vodafone gehen in Deutschland den neu ersteigerten Frequenzbereich von 1,5 GHz an. Der Bereich diene vor allem dazu, höhere Downlink-Kapazitäten zur Verfügung zu stellen.
Die Macher des Star-Trek-Fanfilms Axanar sind vom Rechteinhaber Paramount/CBS wegen Copyright-Verletzungen verklagt worden - und haben im Gegenzug eine Auflistung der Verstöße verlangt. Dass die Antwort darauf so deutlich ausfallen würde, hatte das Axanar-Team wohl nicht erwartet.
Die schwedischen Onlinevermarkter starten eine landesweite Aktion gegen Adblocker. Die Ergebnisse des Tests wollen sie auch anderen Ländern zur Verfügung stellen.
Es ist vollbracht: Nach langen Diskussionen und Zehntausenden Mails gibt es einen Vorschlag, um die US-Kontrolle über Icann zu beenden. Die US-Regierung selbst muss noch zustimmen.
Cebit 2016 EU-Kommissar Günther Oettinger hat die Initiativen der EU für die Digitalwirtschaft gelobt: Die bisherigen Bestrebungen gehen ihm aber nicht weit genug - auch beim Pro oder Contra von Geoblocking.
eLTE von Huawei könnte eine Lösung für die Probleme der Deutschen Bahn mit der mangelhaften Internetversorgung in den Zügen sein, erklärte ein Huawei-Manager. eLTE könne die dafür nötigen Bandbreiten herstellen.
Das US-Justizministerium verlangt von Whatsapp Echtzeitzugriff auf Ende-zu-Ende-verschlüsselte Nachrichten. Wie im Fall des FBI gegen Apple könnte dies zu einer Forderung nach generellen Hintertüren für die Regierung werden. Präsident Obama hat sich gerade erst dafür ausgesprochen.