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US-Präsident: Trump verspottete Zuckerberg und Bezos

Ein neues Buch von NYT-Reportern beschreibt, wie Tech-Chefs nach der Wahl 2024 die Nähe von Donald Trump suchten. Und wie dieser sie verhöhnte.
/ Nils Matthiesen
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Trump verspottete die Tech-Chefs. (Symbolbild) (Bild: Magali Cohen / Hans Lucas / AFP via Getty Images)
Trump verspottete die Tech-Chefs. (Symbolbild) Bild: Magali Cohen / Hans Lucas / AFP via Getty Images

Ein neues Buch der Journalisten Maggie Haberman und Jonathan Swan mit dem Titel Regime Change: Inside the Imperial Presidency of Donald Trump enthüllt Details über die Annäherungsversuche von Tech-Managern an Donald Trump nach dessen Wahlsieg im Jahr 2024. Laut einem Vorabexemplar, das Wired vorliegt(öffnet im neuen Fenster), suchten insbesondere Meta-Chef Mark Zuckerberg und Amazon-Gründer Jeff Bezos die Gunst des künftigen US-Präsidenten, während dieser sich hinter ihrem Rücken über die Bemühungen amüsierte.

Zuckerberg sandte Trump demnach Nachrichten, darunter das Foto eines Briefes von einem seiner schulpflichtigen Kinder. Darin hieß es, das Kind freue sich auf das goldene Zeitalter Amerikas – ein Slogan, den Trump im Wahlkampf genutzt hatte. Bei einem Treffen kurz nach Thanksgiving 2024 spielte Trump für Zuckerberg die Nationalhymne ab, gesungen vom sogenannten J6 Prison Choir, einer Gruppe inhaftierter Beteiligter des 6. Januar. Später zeigte Trump die Nachrichten von Zuckerberg anderen Gästen, um sich darüber lustig zu machen. Auch die Chefs von Google, Sundar Pichai, und Apple, Tim Cook, suchten den Kontakt.

Kritik an der Washington Post

Jeff Bezos traf sich im Dezember 2024 ferner zu einem Abendessen mit Trump in dessen Anwesen Mar-a-Lago. Dabei äußerte sich Bezos laut den Berichten negativ über die Washington Post, die sich in seinem Besitz befindet, und bezeichnete die Zeitung im Wesentlichen als eine seiner schlechtesten finanziellen Investitionen. Er stimmte Trumps Kritik zu, die Mitarbeiter dort seien schrecklich und würden im Gegensatz zu seinen anderen Unternehmen nicht zuhören. Zudem schickte Bezos dem Politiker ein Selfie von sich und seiner damaligen Verlobten Lauren Sánchez.

Forderung nach Diversität bei Aufträgen

Im Juli 2025 versuchte Bezos dem Buch zufolge, diese Kontakte für sein Raumfahrtunternehmen Blue Origin zu nutzen, das gegenüber SpaceX an Boden verlor. Bei einem Treffen im Oval Office argumentierte er, es sei ein nationales Sicherheitsrisiko, wenn ein einzelner Auftragnehmer wie Elon Musks SpaceX die Weltrauminfrastruktur der USA dominiere. Bezos schlug vor, den stellvertretenden Verteidigungsminister Steve Feinberg anzuweisen, Beamte auf eine Vielfalt bei Verträgen hinzuweisen, um Blue Origin Chancen zu eröffnen.

Trump versprach eine Prüfung, die Maßnahme wurde jedoch nicht umgesetzt. Trump näherte sich stattdessen wieder Musk an und weitete den Zugang für das Starship-System aus. Musk äußerte sich laut dem Buch in Gesprächen erfreut über das Verhalten seiner Konkurrenten.


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