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Das Siegtor wurde durch Jonas Hector erzielt.
Das Siegtor wurde durch Jonas Hector erzielt. (Bild: Alex Livesey/Getty Images)

Urheberrecht: Uefa lässt deutsche Elfmeter löschen

Das Siegtor wurde durch Jonas Hector erzielt.
Das Siegtor wurde durch Jonas Hector erzielt. (Bild: Alex Livesey/Getty Images)

Eine Videocollage aller deutschen Elfmeter, die zum Meme wurde, ist von der Uefa bei Youtube gelöscht worden. An der Löschung solcher Remixe wird wohl auch die kommende Urheberrechtsreform nur wenig ändern.

Die Union of European Football Associations, besser bekannt unter ihrem Kürzel Uefa, hat unter Verweis auf das Urheberrecht eine Collage aller deutschen Elfmeter im Viertelfinale gegen Italien von Youtube entfernen lassen. Dies berichtet das Magazin Jetzt.de. Der Videokünstler Kurt Prödel hatte Videos aller Elfmeterschüsse zu einem einzigen Video zusammengeschnitten und in einem animierten Gif sowie als Video bei Youtube zu Verfügung gestellt. Das Ergebnis wurde in sozialen Medien weitläufig geteilt.

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Doch die Uefa sah durch das Video offenbar ihre Urheberrechte verletzt. Dabei hat gar nicht Uefa-Interims-Generalsekretär Theodore Theodoridis die Elfmeter geschossen, sondern Toni Kroos, Thomas Müller, Mesut Özil, Julian Draxler, Bastian Schweinsteiger, Mats Hummels, Joshua Kimmich, Jérôme Boateng und Jonas Hector. Am Urheberrechtsanspruch ändert das zwar nichts, die Entscheidung gegen diese eigene Kunstform vorzugehen ist aber bedauerlich. Wer das von Prödel hochgeladene Video bei Youtube sucht, bekommt aktuell nur den Hinweis: "Dieses Video enthält Inhalte von Uefa. Dieser Partner hat das Video aus urheberrechtlichen Gründen gesperrt." Auch die bei Twitter geteilten Sequenzen sollen größtenteils entfernt worden sein. Zahlreiche Kopien sind aber nach wie vor verfügbar.

Auch andere Szene bei der diesjährigen Europameisterschaft haben die Nutzer zu kreativen Werken ermuntert. Das Tor mit dem Robbie Brady die mittlerweile ausgeschiedene irische Mannschaft in die nächste Runde brachte, wurde mit dem Titanic-Theme unterlegt, was eine recht stimmungsvolle Mischung abgibt.

Die Uefa kontrolliert bei der Europameisterschaft nicht nur die Urheberrechte, sondern auch die Kameraperspektiven und das sogenannte Weltbild, das an alle übertragenden Fernsehsender weitergegeben wird. ARD und ZDF hatten sich nach Ausschreitungen zwischen russischen und englischen Fans im Station bei der UEFA beschwert, dass die Uefa keine Szenen der Auseinandersetzungen gezeigt habe.

Urheberrecht wird überarbeitet

Auf EU-Ebene wird derzeit eine Überarbeitung des Urheberrechts verhandelt. Es ist jedoch nicht zu erwarten, dass EU-Kommissar Günther Oettinger weitreichende Zugeständnisse an die Nutzer machen wird. Ausnahmeregeln wie die in den USA übliche Fair-Use-Schranke, die private, nichtkommerzielle Zusammenschnitte ermöglicht, wird es wohl nicht geben.

Vielmehr sollen Nutzer digital erworbene Inhalte auf Streamingplattformen auch in anderen EU-Ländern nutzen können. So soll der volle Umfang des Netflix-Angebotes aus Deutschland dann auch im Spanienurlaub abrufbar sein. Eine vollständige Abschaffung des Geoblocking lehnt Oettinger hingegen ab.


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freddypad 07. Jul 2016

Herrlich! Die Jugend von heute. :-)

Anonymer Nutzer 07. Jul 2016

Genau das hat sich ja zur EM16 hin geändert. Die Livebilder werden nun durchgeschleift...

The_Grinder 07. Jul 2016

Nein nein, du musst den ganzen tag im Internet Kommentare zu Dingen hinterlassen die dir...

googie 06. Jul 2016

Das ist falsch. Du darfst das privat nutzen, mehr nicht

ramboni 06. Jul 2016

Einfach nur Stillstand wenn man sich die "fühere" Entwicklung von Kunst, Musik und Film...



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