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Wertschöpfungslücke: Musiker beschweren sich bei EU-Kommission über Youtube

Coldplay und Lady Gaga, Helene Fischer und Udo Lindenberg: Über tausend Künstler fordern in einem Brief an Jean-Claude Juncker neue rechtliche Rahmenbedingungen im Umgang mit Portalen wie Youtube.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Coldplay bei einem Konzert
Coldplay bei einem Konzert (Bild: Jason Kempin/Getty Images for Clear Channel))

Der Konflikt zwischen der Musikindustrie und Googles Videoplattform Youtube wird schärfer. Über tausend Musiker - darunter Stars wie Coldplay, Lady Gaga und Ed Sheeran - haben sich bei der EU-Kommission beschwert, dass Dienste wie Youtube mit ihren Gratisangeboten auf unfaire Weise Musik entwerteten. Sie forderten in einem Brief Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker auf, "jetzt zu handeln", um gleiche Rahmenbedingungen für Künstler und Rechteinhaber zu sichern. Aus Deutschland sind unter anderem Udo Lindenberg, Adel Tawil, Helene Fischer, Marius Müller-Westernhagen, Bosse, Peter Maffay und Roland Kaiser dabei.

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Die Künstler kritisieren in ihrem Brief die seit den 90er Jahren geltende Regelung, nach der Online-Plattformen urheberrechtlich geschütztes Material, das von Nutzern hochgeladen wurde, erst nach Hinweisen der Rechteinhaber entfernen müssen. Sie sprechen von einer "Wertschöpfungslücke". Vor einigen Tagen ging ein ähnlicher Brief, unterzeichnet unter anderem von Taylor Swift und U2, an den US-Kongress.

Es ist ein Streit, der einen langen Vorlauf hat. Die Musikindustrie hat nach Jahren sinkender Umsätze auch durch Internet-Piraterie eine neue Geldquelle im Streaming entdeckt. Dabei setzt sie vor allem auf Abo-Modelle, bei denen für eine monatliche Gebühr von meist rund zehn Euro viele Millionen Songs uneingeschränkt genutzt werden können. Zuletzt wuchsen die Erlöse im Musikgeschäft dank Streaming erstmals wieder.

Streit um Werbeerlöse

Youtube hat über eine Milliarde Nutzer. Beim Streaming-Marktführer Spotify sind es rund 100 Millionen - von denen sich mehr als zwei Drittel mit der werbefinanzierten Gratis-Version begnügen. Die Nummer zwei im Streaming-Geschäft, Apple Music, kommt ein Jahr nach dem Start auf rund 15 Millionen zahlende Abo-Kunden.

In dieser Situation schießt sich die Musikbranche schon seit einiger Zeit auf Youtube ein, wo viele Songs gratis zu finden sind. Der Streit wird dadurch komplizierter, dass auch Musikfirmen selbst Videoclips bei Youtube einstellen, um Werbung für Neuerscheinungen zu machen und an den Werbeeinnahmen mitzuverdienen. Der Industrie ist aber die von den Nutzern selbst hochgeladene Musik ein Dorn im Auge. Sie kritisiert unter anderem, dass jede derartige Kopie einzeln gemeldet werden müsse, um entfernt zu werden.

Drei Milliarden US-Dollar für Musikbranche

Youtube verweist darauf, dass insgesamt rund drei Milliarden US-Dollar an Werbeerlösen an die Musikbranche geflossen seien und das Unternehmen ein System entwickelt habe, das Songs über eine Art "digitalen Fingerabdruck" mit einer Genauigkeit von fast 100 Prozent identifizieren könne. Damit sollen die Rechteinhaber an der Werbung im Umfeld der von Nutzern hochgeladenen Kopien mitverdienen.

Die drei verbliebenen großen Musikkonzerne - Universal Music, Sony Music und Warner Music - befinden sich gerade in Verhandlungen mit Youtube über einen neuen Lizenzdeal. Der globale Umsatz der Branche legte im vergangenen Jahr um 3,2 Prozent auf rund 15 Milliarden US-Dollar zu. Dabei überholte das Geschäft mit Streaming und Downloads erstmals die Einnahmen mit Tonträgern wie der CD.



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Keywan Ghadami 02. Jul 2016

Naja sie haben ja nicht wirklich etwas zu klagen deshalb wenden sich auch nicht an ein...

DrWatson 01. Jul 2016

Dass leute den Begriff falsch verwenden, macht es nicht besser. Mit der Konzertierten...

User_x 01. Jul 2016

...stimmt. meine lieder werden als propaganda kostenlos zur meinungs- und stimmungsmache...

lawy 01. Jul 2016

Das ist doch wohl ein schlechter Witz oder? An einem Pfleger ist nichts Wertvolles...

der_wahre_hannes 01. Jul 2016

Also, zum Mitschreiben... Die Musik ist so toll, dass man sie unbedingt hören muss. Aber...


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