Pokémon Go und Nutzerrechte: Gotta catch 'em all!

Das sehr beliebte Spiel Pokémon Go hat sich das Sammel-Motto offenbar zu Herzen genommen: Beim Einloggen mit einem Google-Konto schnappt sich die App unter iOS fast alle Rechte, die eine App überhaupt verlangen kann. Alles nur ein Versehen, erklärt Hersteller Niantic.

Artikel veröffentlicht am ,
Selbst Pikachu ist angesichts der geforderten Rechte erschrocken.
Selbst Pikachu ist angesichts der geforderten Rechte erschrocken. (Bild: Nintendo)

Das kürzlich veröffentlichte Mobile-Game Pokémon Go hat offenbar unter iOS viel zu weitreichende Bedingungen bei der Abfrage von Nutzerdaten. Loggt sich der Nutzer mit einem Google-Konto ein, werden laut Adam Reeve weitaus mehr Rechte von der App verlangt als üblich.

Stellenmarkt
  1. Wissenschaftlicher Mitarbeiter (m/w/d) Datenanalyse / Epidemiologie
    Medizinische Fakultät Mannheim, Mannheim
  2. Consultant Real Estate ERP Systeme (m/w/d) für die Bestandskundenbetreuung
    Haufe Group, deutschlandweit
Detailsuche

Die App hat nach dem Einloggen vollen Zugriff auf das Google-Konto des Nutzers, also beispielsweise auf alle E-Mails, alle Dokumente in Google Drive, den kompletten Browser- und Maps-Verlauf und alle Fotos, die bei Google Photos gespeichert sind. E-Mails können allerdings offenbar nicht versendet werden, anders als Reeve zunächst behauptete. Auch auf den Kalender soll es keinen Zugriff geben.

Rechtezugriff wird nicht ohne weiteres ersichtlich

Dem Nutzer werden die weitreichenden Rechtezugriffe beim erstmaligen Einloggen in die iOS-Version von Pokémon Go nicht angezeigt. Reeve hat den Umfang der Rechteabfrage erst herausgefunden, als er sich die erlaubten Rechte in den Google-Einstellungen angeschaut hat.

Reeve selbst hat in einem Blog-Eintrag nach der Entdeckung des gefährlich umfangreichen Zugriffs bereits angemerkt, dass er schlicht eine "epische Nachlässigkeit" seitens des Herstellers Niantic vermute. Dies hat sich mit einem Statement von Niantic bestätigt, in dem das Programmierstudio erklärt, dass es sich tatsächlich um ein Versehen handele.

Pokémon Go nutzt trotzdem nur wenige Daten

Golem Akademie
  1. Linux-Systeme absichern und härten
    8.-10. November 2021, online
  2. Microsoft 365 Security Workshop
    27.-29. Oktober 2021, Online
  3. Penetration Testing Fundamentals
    23.-24. September 2021, online
Weitere IT-Trainings

Niantic erklärt darin, dass es bei der Erstellung eines Nutzerkontos mit einem Google-Account unter iOS zwar zu den umfangreichen Rechteabfragen komme, das Spiel aber nur die Google-ID und die E-Mail-Adresse des Nutzers verwende.

Das Problem soll jetzt durch einen Client-seitigen Fix behoben werden, Nutzer sollen nicht aktiv werden müssen. Laut Niantic hat Google bestätigt, dass es bei den betroffenen Nutzern tatsächlich nur zur Abfrage der Google-ID und der E-Mail-Adresse gekommen ist.

Nachtrag vom 12. Juli 2016, 14:54 Uhr

Anders als von Reeve zunächst behauptet, soll Pokémon Go keine E-Mails im Namen des Nutzers verschicken können. Auch der Kalender soll nicht von der App ausgelesen werden können. Der Artikel wurde entsprechend bearbeitet.

Nachtrag vom 13. Juli 2016, 12:46 Uhr

Laut dem Changelog der Pokémon-Go-App soll das Problem mit den Google-Rechten behoben sein, wie Vice berichtet.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Lord Gamma 13. Jul 2016

Es gibt gar keine Raubkopie. Es ist eine Schwarzkopie, falls man es in einem...

Adolfrian 13. Jul 2016

Ich musste natürlich auch die App berechtigen. Aber bin einfach danach einfach direkt...

Elgareth 13. Jul 2016

Von oben: Vielleicht beziehen sich die Zehntausenden auf Deutschland...? Ist bei Pokemon...

Thoddy398 13. Jul 2016

Jepp, wurde schon verändert. Auch unter iOS werden nur die von Dir genannten Daten abgefragt.

Elgareth 13. Jul 2016

Bei mir steht noch "In deinem Land nicht verfügbar"...? Wieso das? D: Nevermind...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Carvera
CNC-Fräse für den Tisch wechselt Aufsätze selbstständig

Die Carvera ist eine CNC-Maschine und Drehbank für Hobbybastler. Das System wechselt Aufsätze selbstständig, ist aber nicht günstig.

Carvera: CNC-Fräse für den Tisch wechselt Aufsätze selbstständig
Artikel
  1. Lightning ade: EU will USB-C als alleinige Handy-Ladebuchse vorschreiben
    Lightning ade  
    EU will USB-C als alleinige Handy-Ladebuchse vorschreiben

    Die EU-Kommission will eine einheitliche Ladebuchse einführen. USB-C soll zum Aufladen aller möglichen Kleingeräte verwendet werden.

  2. Zensurvorwürfe: Will Xiaomi vor allem Porno-Werbung filtern?
    Zensurvorwürfe
    Will Xiaomi vor allem Porno-Werbung filtern?

    Warum laden Xiaomi-Smartphones Wörterlisten mit politischen Begriffen herunter? Möglicherweise soll damit auch explizite Werbung gefiltert werden.

  3. Bundestagswahl 2021: Technik allein wird es nicht richten
    Bundestagswahl 2021
    Technik allein wird es nicht richten

    Die bürgerlichen Parteien setzen beim Klimaschutz auf Emissionshandel und technische Lösungen. Reicht das, um das 1,5 Grad-Ziel zu erreichen?
    Eine Analyse von Christiane Schulzki-Haddouti

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Asus 27" WQHD 144Hz 260,91€ • Alternate-Deals (u. a. Acer Nitro 27" FHD 159,90€) • Neuer Kindle Paperwhite Signature Edition vorbestellbar 189,99€ • Black Week bei NBB: Bis 50% Rabatt (u. a. MSI 31,5" Curved WQHD 165Hz 350€) • PS5 Digital mit FIFA 22 bei o2 bestellbar [Werbung]
    •  /