Abo
  • IT-Karriere:

Klage gegen Apple: Angeblicher iPhone-Erfinder will 21 Milliarden US-Dollar

Schadensersatz in Milliardenhöhe verlangt ein amerikanischer Erfinder von Apple. Er will das iPhone lange vor dem Konzern erfunden haben und beginnt einen kuriosen Rechtsstreit.

Artikel veröffentlicht am ,
Dieses Gerät soll Apple für das iPhone kopiert haben.
Dieses Gerät soll Apple für das iPhone kopiert haben. (Bild: Klageschrift von Thomas S. Ross)

Neun Jahre nach Veröffentlichung des ersten iPhone hat in den USA ein Erfinder Apple in den USA verklagt, weil der Konzern mit dem Smartphone gegen einen Patentantrag verstoßen habe. Der Erfinder Thomas S. Ross will bereits 1992 das iPhone erfunden haben. Der Patentantrag, auf dem die Klage beruht, existiert allerdings seit 21 Jahren nicht mehr.

Stellenmarkt
  1. ID Logistics über IBS GmbH, Dortmund, Weilbach, Hammersbach
  2. Stadtwerke München GmbH, München

In der Klageschrift verlangt Ross von Apple Schadensersatz. Dessen Höhe dürfte nach Berechnungen von Golem.de mindestens 21 Milliarden US-Dollar betragen. Denn darin enthalten sind auch Beteiligungen an Apples jährlichem Umsatz, den wir anhand des Umsatzes berechnet haben, den Apple vergangenes Jahr erwirtschaftet hat.

  • Konzeptzeichnung aus dem Patent von Thomas S. Ross (Quelle: Klageschrift von Thomas S. Ross)
  • Konzeptzeichnung aus dem Patent von Thomas S. Ross (Quelle: Klageschrift von Thomas S. Ross)
Konzeptzeichnung aus dem Patent von Thomas S. Ross (Quelle: Klageschrift von Thomas S. Ross)

Ross beruft sich auf eine Patentanmeldung aus dem Jahr 1992, die allerdings 1995 wieder gelöscht wurde. Der Grund dafür war, dass Ross die fälligen Gebühren nicht gezahlt hatte. Demnach existierte der Antrag seit zwölf Jahren nicht mehr, als Apple das iPhone 2007 vorstellte. Unklar ist auch, warum Ross Apple erst jetzt verklagt - neun Jahre nach dem Verkaufsstart des ersten iPhones. Ein Produkt ist aus Ross' Patentantrag nie entstanden.

Zeichnungen zeigen das von Ross erdachte Gerät

Ross hat der Klageschrift Zeichnungen aus seinem damaligen Patentantrag beigefügt. Demnach beschreibt er in seinen Zeichnungen ein Gerät, das aus zwei Komponenten besteht und sich zusammenklappen lässt. Die eine Komponente ist zum Lesen gedacht, hat einen Bildschirm, Vor- und Zurücktasten sowie einem Tastenblock. Es soll mit MS-DOS laufen und einen Einschub für 3,5-Zoll-Disketten sowie einen andockbaren Akku haben.

Die Schreibkomponente verfügt ebenfalls über einen Bildschirm, hat aber zusätzlich eine vollwertige Tastatur. Beide Komponenten haben Solarzellen. Optional wird eine Antenne für Mobilfunktechnik erwähnt. In der Klageschrift gibt Ross an, dass es sich bei den Bildschirmen um Touchscreens handele - in den Konzeptzeichnungen fehlt allerdings jeder Hinweis darauf, obwohl sonst viele Details zur technischen Ausstattung genannt werden.

Bekanntermaßen hat Apples iPhone keinen Steckplatz für Disketten und auch nicht für Speicherkarten. Auch eine physische Tastatur ist nicht vorhanden. Außerdem gibt es kein iPhone-Modell mit einem Klappmechanismus.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. AMD Upgrade-Bundle mit Sapphire Radeon RX 590 Nitro+ SE + AMD Ryzen 7 2700X + ASUS TUF B450...
  2. (u. a. Sandisk SSD Plus 1 TB für 88€, WD Elements 1,5-TB-HDD für 55€ und Seagate Expansion...
  3. (u. a. Call of Duty: Modern Warfare für 52,99€, Pillars of Eternity II für 16,99€, Devil May...

Thiesi 04. Jul 2016

Nun, wenn ich mal die in der Vergangenheit gesammelten Datenpunkte nehme und daraus eine...

ip (Golem.de) 01. Jul 2016

vielen Dank für den Hinweis, wir haben den Fehler korrigiert und bitten um Entschuldigung.

Trollversteher 01. Jul 2016

Also war es kein Smartphone sondern ein PDA, und die gab es schon lange, lange vorher...

Lemo 01. Jul 2016

Was beiden Seiten absolut bekannt und recht war, also wieso der Wind?

GeroflterCopter 01. Jul 2016

Der einzig wahre Skandal ist, dass du dir die Mühe machst und das unter jedem Thread...


Folgen Sie uns
       


Die Zukunft von 8K bei Sharp angesehen (Ifa 2019)

Wenn es um 8K geht, zeigt sich Sharp optimistisch: Nicht nur ein riesiger 120-Zoll-Fernseher ist dort zu sehen, sondern es gibt auch einen kleinen Blick in die nahe Zukunft.

Die Zukunft von 8K bei Sharp angesehen (Ifa 2019) Video aufrufen
IT-Freelancer: Paradiesische Zustände
IT-Freelancer
Paradiesische Zustände

IT-Freiberufler arbeiten zeitlich nicht mehr als ihre fest angestellten Kollegen, verdienen aber doppelt so viel wie sie. Das unternehmerische Risiko ist in der heutigen Zeit für gute IT-Freelancer gering, die Gefahr der Scheinselbstständigkeit aber hoch.
Von Peter Ilg

  1. IT-Jobs Der Amtsschimmel wiehert jetzt agil
  2. MINT Werden Frauen überfördert?
  3. Recruiting Wenn das eigene Wachstum zur Herausforderung wird

Change-Management: Die Zeiten, sie, äh, ändern sich
Change-Management
Die Zeiten, sie, äh, ändern sich

Einen Change zu wollen, gehört heute zum guten Ton in der Unternehmensführung. Doch ein erzwungener Wandel in der Firmenkultur löst oft keine Probleme und schafft sogar neue.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

  1. Recruiting Alle Einstellungsprozesse sind fehlerhaft
  2. LoL Was ein E-Sport-Trainer können muss
  3. IT-Arbeit Was fürs Auge

Elektromobilität: Warum der Ladestrom so teuer geworden ist
Elektromobilität
Warum der Ladestrom so teuer geworden ist

Das Aufladen von Elektroautos an einer öffentlichen Ladesäule kann bisweilen teuer sein. Golem.de hat mit dem Ladenetzbetreiber Allego über die Tücken bei der Ladeinfrastruktur und den schwierigen Kunden We Share gesprochen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Elektromobilität Hamburg lädt am besten, München besser als Berlin
  2. Volta Charging Werbung soll kostenloses Elektroauto-Laden ermöglichen
  3. Elektromobilität Allego stellt 350-kW-Lader in Hamburg auf

    •  /