Abo
  • Services:

Autopilot: Verkehrsbehörden ermitteln gegen Tesla Motors

Wird das Tesla Model S aus dem Verkehr gezogen? Deutsche und europäische Verkehrsbehörden untersuchen den Autopiloten, Teslas System für autonomes Fahren. Es ist möglicherweise ohne Zulassung im Einsatz.

Artikel veröffentlicht am ,
Tesla Motors: nur Komponenten genehmigt
Tesla Motors: nur Komponenten genehmigt (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Hat Tesla Motors das Assistenzsystem Autopilot im Model S um nicht zugelassene Komponenten erweitert? Das Bundesverkehrsministerium habe entsprechende Hinweise bekommen und ermittle gegen den US-Elektroautohersteller, berichtet das Hamburger Nachrichtenmagazin Der Spiegel in seiner am Samstag erscheinenden Ausgabe.

Stellenmarkt
  1. Kommunale Unfallversicherung Bayern, München
  2. Stiegelmeyer GmbH & Co. KG, Herford

Tesla soll eine Funktion für das Überholen installiert haben. Wäre das System nachträglich installiert worden, wäre es im Rahmen der Typgenehmigung keiner Sicherheitsprüfung unterzogen worden. In diesem Fall könnte die Typgenehmigung für das Model S ungültig sein. Alle Autos dieses Typs müssten aus dem Verkehr gezogen werden.

Das Model S ist in den Niederlanden zugelassen

Das Bundesverkehrsministerium hat einen Gutachter damit beauftragt, den Hinweisen nachzugehen. Das deutsche Ministerium kann allerdings eine Stilllegung des Model S nicht verfügen. Die Typgenehmigung für das Auto wurde in den Niederlanden erteilt. Entsprechend sind auch die dortigen Behörden zuständig.

Tesla hat derzeit auch in den USA Schwierigkeiten mit seinem Assistenzsystem: Kürzlich starb ein Autofahrer bei einem Unfall, der passierte, als der Autopilot eingeschaltet war. Das Elektroauto kollidierte mit einem abbiegenden Sattelzug. Die Kamera des Assistenzsystems hatte den hellen Auflieger gegen den hellen Himmel nicht erkannt. Der Fahrer hatte ihn übersehen.

Autopilot kann querende Fahrzeuge nicht erkennen

Das israelische Unternehmen Mobileye, das die Kameras für den Autopiloten liefert, sagte, das System sei derzeit nicht dafür ausgelegt, Querverkehr zu erkennen. Die entsprechenden Funktionen sollen erst in zwei Jahren implementiert werden.

Es war nicht einzige Unfall mit Beteiligung des Autopiloten: Im Mai war ein geparktes Model S selbstständig gegen einen Anhänger gefahren. Dieser Tage passierte in den USA ein Unfall mit einem Model X. Bei dem Fahrzeug sei, sagte der Fahrer der Polizei, der Autopilot aktiviert gewesen. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA untersucht den Fall.

Neben der deutschen untersuche die Verkehrsbehörde der Europäischen Kommission den Autopiloten, berichtet die Süddeutsche Zeitung: Die Frage sei, ob das System als Ganzes überhaupt zugelassen sei. Genehmigt wurden die Komponenten, die für die Regelung des Abstands, das Halten der Spur und das Einparken zuständig sind. Der Autopilot kann aber automatisch die Spur wechseln. Ob diese Funktion auch zugelassen ist, ist fraglich.

Nachtrag vom 11. Juli 2016, 10:45 Uhr

Das Bundesverkehrsministerium hat sich zu dem Spiegel-Bericht geäußert. Es gebe kein Ermittlungsverfahren, sagte ein Sprecher. "Wir klären den technischen Sachstand auf."



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 5€ inkl. FSK-18-Versand
  2. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)
  3. 5€ inkl. FSK-18-Versand

zuse07 13. Jul 2016

so sehe ich auch. Insgesammt ist es wohl so, dass es eine Art Markenbonus gibt. Von einer...

chefin 12. Jul 2016

Man sieht doch bei den jährlichen Veranstaltungen, wie bescheiden momentan die Sensorig...

chefin 12. Jul 2016

Betrachte den Unfall millisekundenweise. Wo ist der LKW und wo der PKW. Der PKW fährt...

pointX 11. Jul 2016

Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass bei vielen, die dieses Beispiel bringen...

gadthrawn 11. Jul 2016

Nicht möglich. Dann bräuchte genau dieses"du" eine Sondergenehmigung, um auf einer...


Folgen Sie uns
       


Mac Mini mit eGPU - Test

Der Mac Mini hat zwar sechs CPU-Kerne und viel Speicher, aber nur eine integrierte Intel-GPU. Dank Thunderbolt 3 können wir aber eine externe Grafikkarte anschließen, was für Videoschnitt interessant ist.

Mac Mini mit eGPU - Test Video aufrufen
IT-Jobporträt Spieleprogrammierer: Ich habe mehr Code gelöscht als geschrieben
IT-Jobporträt Spieleprogrammierer
"Ich habe mehr Code gelöscht als geschrieben"

Wenn man im Game durch die weite Steppe reitet, auf Renaissance-Hausdächern kämpft oder stundenlang Rätsel löst, fragt man sich manchmal, wer das alles in Code geschrieben hat. Ein Spieleprogrammierer von Ubisoft sagt: Wer in dem Traumjob arbeiten will, braucht vor allem Geduld.
Von Maja Hoock

  1. Recruiting Wenn die KI passende Mitarbeiter findet
  2. Softwareentwicklung Agiles Arbeiten - ein Fallbeispiel
  3. IT-Jobs Ein Jahr als Freelancer

Mac Mini mit eGPU im Test: Externe Grafik macht den Mini zum Pro
Mac Mini mit eGPU im Test
Externe Grafik macht den Mini zum Pro

Der Mac Mini mit Hexacore-CPU eignet sich zwar gut für Xcode. Wer eine GPU-Beschleunigung braucht, muss aber zum iMac (Pro) greifen - oder eine externe Grafikkarte anschließen. Per eGPU ausgerüstet wird der Mac Mini viel schneller und auch preislich kann sich das lohnen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Apple Mac Mini (Late 2018) im Test Tolles teures Teil - aber für wen?
  2. Apple Mac Mini wird grau und schnell
  3. Neue Produkte Apple will Mac Mini und Macbook Air neu auflegen

Karma-Spyware: Wie US-Auftragsspione beliebige iPhones hackten
Karma-Spyware
Wie US-Auftragsspione beliebige iPhones hackten

Eine Spionageabteilung im Auftrag der Vereinigten Arabischen Emirate soll die iPhones von Aktivisten, Diplomaten und ausländischen Regierungschefs gehackt haben. Das Tool sei wie Weihnachten gewesen, sagte eine frühere NSA-Mitarbeiterin und Ex-Kollegin von Edward Snowden.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Update O2-Nutzer berichten über eSIM-Ausfälle beim iPhone
  2. Apple iPhone 11 soll Trio-Kamerasystem erhalten
  3. iPhone mit eSIM im Test Endlich Dual-SIM auf dem iPhone

    •  /