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Rechnungshof-Kritik: Bundeswehr überwacht eigene Netze nicht

Der Bundesrechnungshof kritisiert, dass die Bundeswehr für ihre IT-Tochter deutlich zuviel Geld bezahle und keine Überwachung der Netze auf Missbrauch durchführe. Der Vorgänger des Unternehmens BWI war bereits für das Projekt Herkules verantwortlich, das hohe Mehrkosten verursacht hatte.

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Die Bundeswehr wirbt mit Kampagnen um IT-Nachwuchskräfte.
Die Bundeswehr wirbt mit Kampagnen um IT-Nachwuchskräfte. (Bild: Bundeswehr)

Die Bundeswehr überprüft ihre eigenen Netze offenbar nicht ausreichend auf IT-Vorfälle, Angriffe und Datenverluste. Zu diesem Schluss kommt der Bundesrechnungshof in einem Bericht, über den Spiegel Online berichtet. In dem auf den 22. Juni datierten vertraulichen Papier deckt der Rechnungshof zahlreiche organisatorische Mängel auf.

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Die IT der Bundeswehr wird über die Firma BWI abgewickelt, ein Joint Venture zwischen der Truppe und verschiedenen Unternehmen aus der Privatwirtschaft. Die BWI ist aus dem Projekt Herkules; hervorgegangen, mit dem unter anderem die zivile Beschaffung der Bundeswehr vereinfacht werden sollte. Doch bereits in der Implementation des Projekts kam es zu massiven Komplikationen und Kostensteigerungen. Das Projekt, mit dem unter anderem SAP-Software eingeführt wurde, sollte ursprünglich 6,65 Milliarden Euro kosten, die Kosten stiegen jedoch auf mindestens 7,8 Milliarden Euro an. Die Kostensteigerung ging auch auf schlechte vorhandene Verkabelung und Änderungswünsche der Bundeswehrführung zurück.

Fehlende Kontrollen sind "unverständlich"

Im aktuellen Fall kritisiert der Bundesrechnungshof, dass die Arbeit der BWI als Dienstleister der Truppe nicht ausreichend geprüft worden sei. Vom Hauptquartier des Unternehmens aus werden alle 140.000 Rechner der Bundeswehr versorgt. Die Prüfer des Rechnungshofes fänden es "unverständlich", "dass die Bundeswehr die Vertraulichkeit und Integrität" der durch die BWI verwalteten Daten nicht besser kontrollieren würde, schreibt Spiegel Online. Man könne daher "nicht ausschließen, dass Daten soweit verändert werden, dass dies die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr gefährdet".

Es gebe keinerlei Überprüfung, wer als Systemadministrator der BWI Zugriff auf vertrauliche Kommunikation oder Personal- und Finanzdaten habe. So soll ein Teilsystem der Bundeswehr, über das Zahlungen von acht Millionen Euro pro Jahr angewiesen werden, nicht ein einziges Mal kontrolliert worden sein. Die Bundeswehr will jetzt mit ihrem eigenen Computer-Emergency-Response-Team auf den Bericht reagieren und die eigenen Netze besser prüfen.

Der Rechnungshof hatte die Überprüfung durchgeführt, weil die Bundeswehr BWI zum Ende des Jahres hin komplett verstaatlichen möchte. Neben den organisatorischen und technischen Mängeln wird auch die hohe Vergütung des designierten neuen Chefs Ulrich Meister kritisiert. Dieser wurde von T-Systems geholt, um BWI zur zentralen Stelle für den Umbau innerhalb der Bundeswehr zu machen. Meister soll mit Boni fast eine halbe Million Euro im Jahr verdienen.

Spiegel Online hatte geschrieben: "Gefährliche Sicherheitslecks im Datennetz der Bundeswehr". Auch wenn die jetzt zitierten Teile des Berichts auf fehlerhafte Prozesse hinweisen, sind bislang keine konkreten Einbrüche in das Netz bekannt. Nachtrag vom 7. Juli 2016, 10:38 Uhr

Details zur Einführung von Projekt Herkules klargestellt.



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hg (Golem.de) 07. Jul 2016

Die Kosten haben sich erhöht, Ich habe die entsprechende Passage überarbeitet und...

glacius 06. Jul 2016

Oh Mann glaubt doch ncith jeden Blödsinn der hier geschrieben wird. Ja das Herkules...

the_doctor 06. Jul 2016

... aber wenn alles auf flexiblere Loch-Endlosstreifen migriert wurde, läuft auch das...

tobster 06. Jul 2016

Genau, die Bösen sind sowieso immer nur die anderen, wahlweise der Russe... /scnr


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