Das Bundeskartellamt betrat im Februar juristisches Neuland mit der Verknüpfung von Datenschutz und Wettbewerbsrecht. Doch jetzt hat ein Gericht Zweifel an den Argumenten geäußert.
Google möchte mit neuen Techniken zum Schutz der Privatsphäre im Chrome-Browser personenbezogene Werbung und Datenschutz ausgleichen. Nebenbei erklärt das Unternehmen, warum das Blockieren von Cookies schlecht für die Privatsphäre ist.
Bevor Apple die Auswertung von Siri-Sprachdateien gestoppt hat, mussten Mitarbeiter in Irland teilweise bis zu 1.000 Audio-Schnipsel pro Schicht auswerten. Meist handelte es sich nur um Sprachkommandos, manchmal waren aber auch persönliche Informationen darunter.
Ein europäischer Fluggast hat gegen das BKA geklagt: Dieses solle seine Fluggastdaten nicht speichern, verarbeiten und übermitteln. Das Verwaltungsgericht Wiesbaden lehnte die Klage jedoch mit dem Verweis auf andere Datensammlungen ab.
Schlimmstenfalls könnten Personen zu unrecht im Gefängnis sitzen: In Dänemark wurden fehlerhafte Mobilfunkdatenin Gerichtsprozessen verwendet. Vorübergehend dürfen Telekommunikationsdaten nicht mehr genutzt werden, rund 10.000 Fälle müssen überprüft werden.
Nicht erst mit der Einführung von Cortana hat Microsoft damit begonnen, Mitschnitte des eigenen Sprachassistenten durch Mitarbeiter anzuhören. Diese Praxis gibt es bereits seit sechs Jahren, angefangen hat es mit der Sprachsteuerung Kinect in der Spielekonsole Xbox One.
Als Reaktion auf rechtsextremen Terrorismus will das Bundeskriminalamt stärker gegen illegale Hasskommentare im Netz vorgehen. Für die Ermittlungen fordert BKA-Chef Münch zwar keine Klarnamenpflicht, aber die Vorratsdatenspeicherung.
Der Verfassungsschutz soll künftig auch Computer und Smartphones von Verdächtigen durchsuchen dürfen. Um Staatstrojaner zu installieren, sollen Wohnungseinbrüche erlaubt sein.
Die Kaspersky-Antivirensoftware bindet in jede Webseite eigenen Javascript-Code ein. Bis vor kurzem war dieser noch mit einer eindeutigen ID versehen, den man zum Tracking nutzen konnte.
Die Grünen haben für den Haustürwahlkampf eine neue App entwickelt. Weil darin auch GPS-Daten und Hausnummern gespeichert werden, gibt es datenschutzrechtliche Bedenken.
Microsoft hat seine Datenschutzerklärung überarbeitet. Darin erfährt der Kunde erstmals offiziell, dass Sprachaufnahmen von Menschen angehört werden, wenn Cortana oder Skype-Übersetzungen verwendet werden.
Amazon hat das Gesichtserkennungssystem Rekognition überarbeitet. Die Erkennung soll verbessert worden sein. Außerdem kann das System eine weitere Emotion erfassen. Bei einem Test der ACLU offenbarte das System hingegen wieder Schwächen.
Nun hat es auch Facebook erwischt: Das soziale Netzwerk ließ offenbar Hunderte externe Mitarbeiter die Sprachnachrichten von Nutzern transkripieren, um die KI zu trainieren.
Die DSGVO verpflichtet Anbieter zur Herausgabe aller gespeicherten Daten mit Personenbezug. Die Vorschrift lässt sich auch zum Identitätsdiebstahl einsetzen.
Instagram Stories sollten nur einen Tag sichtbar sein. Das Marketing-Unternehmen Hyp3r umging diese Einschränkung und sammelte massenhaft Informationen über Instagram-Nutzer. Vor allem hatte es das Startup auf Standortdaten abgesehen.
Microsoft lässt Sprachbefehle für seinen digitalen Assistenten Cortana von Menschen auswerten. Auch Skype-Telefonate werden von Menschen analysiert - dabei können diese sogar Telefonsex lauschen.
Es gibt neue brisante Details dazu, wie Amazon-Mitarbeiter Mitschnitte von Alexa anhören und auswerten sollen: Diese würden teils von zu Hause ausgewertet, heißt es in einem Zeitungsbericht.
Mit Ballons gegen Drogenhändler: Das US-Militär testet mit Radar ausgestattete Ballons, um damit Drogenlieferanten aufzuspüren. Bei Tests im Mittleren Westen wurden dabei massenhaft Daten über US-Bürger gesammelt. Bürgerrechtler sind empört.
Nach einem Helene-Fischer-Konzert in Frankfurt wurden ihre Daten 83 Mal von Polizisten abgefragt. Nach stichprobenartigen Kontrollen wird klar: Hessens Polizeibeamte interessieren sich auch privat für ihre Mitbürger. Tausendfach.
In New York nutzt die Polizei eine Datenbank mit Bildern auch von Minderjährigen mit einer Gesichtserkennungs-Software. Der Einsatz ist umstritten. Andere Städte verbieten ihren Behörden die Technik generell.
Google-Mitarbeiter werten keine Sprachaufnahmen des Google Assistant mehr aus der EU aus. Dies erklärte das Unternehmen dem Hamburger Datenschutzbeauftragten im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens. Das gilt allerdings nur vorübergehend.
Nachdem 7-Eleven sein 7pay-System wegen eklatanter Sicherheitslücken mit geschädigten Nutzern binnen einer Woche stoppen musste, wird die japanische Konbini-Kette das gesamte System einstellen. Die über 800 um Geld betrogenen Nutzer wurden entschädigt.
Die Open-Source-Initiative für einen Datenaustausch zwischen Portalen macht Fortschritte. In wenigen Monaten soll es erste Funktionen für Benutzer geben.
Immer mehr Datenlecks werden dem Datenschutzbeauftragten Baden-Württembergs gemeldet. Bisher verhängte er in zehn Fällen Bußgelder. Besonders besorgt ist er über den unzureichenden Schutz von Arztpraxen.
Auf Druck der niederländischen Regierung hat Microsoft beim Datenschutz nachgebessert. Doch eine Analyse zeigt weiterhin Probleme mit onlinebasierten Office-Produkten und bestimmten Windows-Versionen.
Die US-Bank Capital One wurde durch einen "Konfigurationsfehler" bei einem Cloud-Anbieter gehackt. Sensible Daten von Millionen Bankkunden sind betroffen. Durch den Tipp eines Github-Nutzers konnte eine Verdächtige festgenommen werden.
Die Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) fordert Google auf, einen besseren Trackingschutz in Android zu integrieren. Android Q bekomme zwar Verbesserungen im Bereich Datenschutz, diese reichten aber nicht aus.
Facebook stimmte der Strafe zu, wollte aber keine Schuld eingestehen. Selbst innerhalb der Handelsaufsicht FTC wird die Strafe als zu lasch kritisiert.
Die Bilanz der Europäischen Kommission zu rund einem Jahr Datenschutz-Grundverordnung fällt überwiegend positiv aus - aber bei weitem nicht nur. Die Justizkommissarin droht sogar mit Vertragsverletzungsverfahren, wenn mehrere Mitgliedstaaten nicht bald nachbessern.
Sind seit Jahren nicht mehr geänderte, im Browser hinterlegte Zugangsdaten geleakt worden? Ab Firefox 70 soll der Browser dies mit Firefox Monitor und Have I been pwned überprüfen - und im Fall des Falles den Nutzer warnen.
Forscher haben mehr als 22.000 Pornowebseiten auf Trackingdienste untersucht - und dort auch Google und Facebook gefunden. Diese geben jedoch an, die Daten nicht zu verwenden.
Ein Fehler auf der Petitionsplattform WeAct von Campact ermöglichte den Zugriff auf die Daten der Unterstützer. Rund 1,8 Millionen Unterzeichner sind betroffen. Die Nichtregierungsorganisation hat die Hintergründe des Fehlers veröffentlicht.
Wer sich im Aktionszeitraum des Prime Day die Browser-Erweiterung Amazon Assistant installiert hat, erhält 10 Euro von Amazon. Doch die Software überwacht das Surf-Verhalten des Kunden.
Wie sehen Leute aus, wenn sie 80 Jahre alt sind? Die russische Spaß-App Faceapp kann dies und andere Effekte per Machine Learning mit einem Selfie zeigen. Die Software speichert allerdings das Quellbild auf eigenen Servern. In Verbindung mit dem Herkunftsland ruft das Kritiker und Analysten auf den Plan.
Der EU-Rat diskutiert die Ausweitung der Fluggastdatenspeicherung auf Bahn, Bus und Schiff. Datenschützer und Juristen kritisieren den Vorstoß. Die Datenspeicherung sei bereits in ihrer jetzigen Form unverhältnismäßig und führe effektiv zu weniger Sicherheit.
Angreifer haben auf die Daten von rund 67.000 Vitrado-Nutzern zugreifen können. Diese sollten besser ihr Bankkonto im Auge behalten, rät die Freenet-Tochter.
Dass ein Bluetooth-Gerät seine angezeigte MAC-Adresse ändert, um nicht verfolgbar zu sein, reicht nicht ganz. Forscher konnten einige Geräte trotzdem tracken, sie mussten nur regelmäßig gesendete Datenpakete mitschneiden.
Google ist nicht begeistert, dass ein Mitarbeiter aufgezeichnete Google-Assistant-Gespräche von Kunden an die Presse weitergeleitet hat. Ermittlungen dazu laufen - und Google rechtfertigt und verteidigt das Vorgehen.
Nach mehreren Monaten hat sich die US-Behörde FTC festlegen können: Facebook muss fünf Milliarden US-Dollar Strafe zahlen, wegen Cambridge Analytica und anderen Vorfällen. Nach Ansicht einiger Kritiker ist diese Summe im Verhältnis zum Einkommen des Unternehmens zu niedrig - der Aktienkurs steigt.
Eigentlich haben Nutzer sich vom aktuellen Sicherheitspatch für Windows 7 erhofft, nur Security-Fixes zu erhalten. Allerdings hat ein anonymer Nutzer entdeckt, dass Microsoft auch ein Diagnosetool verteilt, das Daten an das Unternehmen schicken kann. ZDnet hält das nicht für einen Zufall.
Jeder 500. Sprachbefehl wird von Google-Mitarbeitern ausgewertet. Ein Leak aus Belgien zeigt, dass sich darunter auch viele ungewollt aufgenommene Gespräche und Telefonanrufe befinden - mit privaten und intimen Inhalten.
Über das Krankenhausnetzwerk lassen sich Befehle an Anästhesie- und Beatmungsgeräte des Herstellers GE senden. Eine Sicherheitslücke ermöglicht unter anderem, Dosierung und Typ des Narkosemittels zu ändern.
Der Landesdatenschutzbeauftragte aus Hessen warnt vor Microsofts Cloud: Der Zugriff von Dritten könne nicht ausgeschlossen werden, daher dürften Schulen die Software Office 365 nicht einsetzen. Das ist aber nicht der einzige Grund.
Wer die aktuellen Betaversionen von iOS 13, iPad OS oder MacOS Catalina installiert hat, kann sich auf der Beta-Webseite von iCloud mit Gesichtsscan oder Fingerabdruck einloggen. Dabei kommt wohl kein Webauthn zum Einsatz.
Mit der Datenschutzgrundverordnung können Datenschutzverstöße und Datenlecks teurer werden. Die Fluggesellschaft British Airways gibt sich überrascht und will Widerspruch gegen eine Strafzahlung einlegen.
Ermittlungsbehörden sollen künftig viel einfacher auf elektronische Beweismittel in anderen EU-Staaten zugreifen können. Die Bundesregierung warnt intern vor den Gefahren für Presse- und Meinungsfreiheit.
Die japanische Einzelhandelskette 7-Eleven hat Anfang Juli 2019 ein eigenes Bezahlsystem eingeführt, das sich durch einfache Bedienung auszeichnet. Dummerweise ist der mit einer Kreditkarte verknüpfte Dienst nur unzureichend gesichert gewesen.