Smart Home: Wie passen die einzelnen Komponenten zusammen?

Wer aus seinem Zuhause ein Smart Home machen will, wünscht sich wohl ein System, in dem alles mit allem sofort funktioniert. Die Realität ist aber: Es gibt verschiedene, vermeintlich inkompatible Systeme und Komponenten. Das wirkt erst einmal abschreckend, sollte es aber nicht.

Artikel von Günther Ohland veröffentlicht am
Kanzlerin Angela Merkel sieht sich ein Smart-Home-Spielmodell an.
Kanzlerin Angela Merkel sieht sich ein Smart-Home-Spielmodell an. (Bild: John MacDougall / Getty Images)

Smart Homes waren lange die Domäne des Handwerks: Der Kunde beschreibt, was er gern automatisiert und fernbedient haben möchte und die Handwerker realisieren diese individuelle Lösung dann aus einer Hand. So lassen sich beeindruckende Installationen bauen - allerdings nur für Besserverdienende.

Für den Massenmarkt braucht es hingegen Produkte, die in großen Mengen billig hergestellt und durch den Nutzer selbst individualisiert werden. Beim Smartphone hat das funktioniert: Die Nutzer akzeptieren, dass es verschiedene Komponenten wie Netzteile, Displayschutz und auch Apps gibt, von denen aber nur bestimmte auf das eigene Gerät passen.

Beim Smart Home ist das offenbar anders. Auch hier gibt es verschiedene Systeme und Komponenten, aber die Akzeptanz beim Konsumenten ist gering. In Umfragen führen sie als einen der wichtigsten Gründe, warum sie ihr Haus oder ihre Wohnung noch nicht smart machen wollen an, dass die einzelnen Smart-Home-Komponenten inkompatibel seien. Hier erwarten die Menschen offenbar, dass alle Sensoren und Aktoren unabhängig von der verwendeten Technologie und dem Hersteller miteinander interagieren können. Das wäre zwar schön, ist aber leider nicht so und wird es auch in Zukunft nicht sein.

Verschiedene Einzelteile, aber eine gemeinsame Sprache

Smart Home bedeutet, dass möglichst viele Funktionen in Haus und Wohnung automatisiert ablaufen. Sensoren messen Werte, ein Regelwerk vergleicht diese mit Nutzervorgaben und in Abhängigkeit davon wird etwas geschaltet oder auch nicht. Beispielsweise: "Das Fenster ist nicht zu, also schalte den Heizkörper aus."

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Smart Home bedeutet hingegen nicht, etwas im Haus mit dem Smartphone ein- oder auszuschalten. Das wäre bestenfalls ein Connected Home und wirklich nicht besonders smart. Das klassische Smart Home hat eine Zentraleinheit, welche die Regeln enthält, nach denen das schlaue Haus funktionieren soll, und die mit den Sensoren und Aktoren kommuniziert. Da Sensoren und Aktoren nicht viele Worte machen, reichen dafür Übertragungsprotokolle, die kurze Telegramme mit möglichst wenig Energie übertragen. Zum Beispiel: ein, aus, rauf, runter, 17°, Bewegung erkannt, 14.000 Lux.

TCP/IP oder Bluetooth sind für die Übertragung großer Datenmengen gedacht und als Protokoll für den Sensor/Aktor-Feldbus völlig überzogen. Im Gegenteil: Der vergleichsweise hohe Stromverbrauch schließt oftmals einen Batteriebetrieb oder Stromversorgung per Energy Harvesting, eine Form der Selbstversorgung mit Strom, aus. Deshalb haben sich ZigBee, Z-Wave, der batterielose ISO-Standard EnOcean und andere 868-MHz-Protokolle durchgesetzt. Auf diesem Weg kommunizieren Sensoren und Aktoren mit der Smart-Home-Zentrale.

Erfolgreiche Systeme wie Bosch, Innogy, Telekom, Comexio, Devolo, Coqon, Wibutler, Philips Hue, Rademacher, Somfy, Ubisys und Smartfriends funktionieren so. Die Anwender dieser Systeme handeln genauso wie bei anderen technischen Systemen auch: Geht etwas kaputt oder will man etwas erweitern, geht man zum Händler seines Vertrauens. Der weiß dann schon, was zum vorhandenen System kompatibel ist und was nicht. Obwohl viele dieser Produkte völlig inkompatibel zueinander sind, gibt es also für den Kunden kein Problem, da heute für jedes am Markt angebotene System alle gewünschten Komponenten vorhanden sind.

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Das Smart Home selbst zusammenstückeln 
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maxsb 18. Jun 2019

Sorry für die späte Antwort. Alternative weil: - die Community aktiv und hilfsbereit...

dododo 05. Apr 2019

Nein, das denke ich auch nicht ;). Lediglich die Möglichkeiten auf UI Seite haben erst...

Glitti 29. Mär 2019

Nein, der Fachmann braucht allerdings im Smarthome eine halbe Stunde um die Verbindungen...

EpicLPer 27. Mär 2019

Finde Home Assistant ziemlich interessant, aber noch etwas kompliziert. Man muss das...

tearcatcher 27. Mär 2019

mit Funkzellen meine ich Handyfunkzellen ;)



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