Datenleck: Nutzerdaten von Facebook-Apps ungeschützt im Internet

Wenn Facebook-Mitglieder Apps auf der Plattform des Online-Netzwerks nutzen, landen Daten bei den Entwicklern der Anwendungen. Die Nutzerdaten zwei solcher Apps lagen öffentlich zugänglich auf AWS-Servern.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Facebook-Apps speicherten Nutzerdaten ungeschützt im Internet.
Facebook-Apps speicherten Nutzerdaten ungeschützt im Internet. (Bild: geralt/Pixabay)

Es vergeht kaum eine Woche ohne einen Datenschutzskandal bei Facebook. Diesmal hatten zwei Firmen die Daten ihrer Nutzer aus dem Online-Netzwerk Facebook offen zugänglich im Netz gespeichert. Die mexikanische Medienfirma Cultura Colectiva hatte Daten wie Accountnamen, Kommentare und Gefällt-mir-Angaben auf einem frei zugänglichen Bereich bei Amazons Cloud-Dienst AWS abgelegt, wie die IT-Sicherheitsfirma UpGuard am 3. April 2019 berichtete. Upguard fand demnach auch heraus, dass die Entwickler der schon vor Jahren eingestellten App At the Pool ebenfalls bis vor kurzem Informationen wie Facebook-Namen ungeschützt lagerten.

Stellenmarkt
  1. Pricing Specialist (m/w/d)
    Habasit GmbH, Raum Eppertshausen
  2. Softwareentwickler Java (m/w/d)
    Techniker Krankenkasse, Hamburg
Detailsuche

Facebook betonte in einer Reaktion, dass es für App-Entwickler verboten ist, Daten aus der Plattform des Online-Netzwerks ungeschützt zu speichern. Man habe nach einem Hinweis mit Amazon daran gearbeitet, die Datenbank vom Netz zu nehmen.

Es blieb zunächst unklar, wie viele Facebook-Nutzer, die ihre Daten Cultura Colectiva oder den Entwicklern von At the Pool anvertraut haben, von dem nun entdeckten Vorfall betroffen sind. Upguard sprach von einer 146 GByte großen Datenbank mit 540 Millionen Datensätzen. Die Datenbank von At the Pool sei kleiner, aber potenziell gefährlicher: Denn dort seien im Klartext auch die Passwörter von 22.000 Nutzern für die App gespeichert gewesen. Angreifer könnten damit versuchen, Accounts bei anderen Diensten zu übernehmen - sofern die Nutzer auch dort die gleiche Kombination aus E-Mail-Adresse und Passwort verwenden.

Viele Datenschutzprobleme bei Facebook

Der Vorfall unterstreicht zugleich das Problem, dass Facebook keine direkte Kontrolle darüber hat, was mit den Daten passiert, die von App-Partnern auf der Plattform erhoben werden. Insbesondere nach dem Datenskandal um Cambridge Analytica war gefordert worden, dass Facebook mehr für den Schutz seiner Nutzer auch in diesen Fällen unternehmen müsse. Auch im Fall Cambridge Analytica hatte der Entwickler einer App Informationen von Millionen Facebook-Nutzern an die Datenanalyse-Firma weitergegeben.

Golem Karrierewelt
  1. Angular für Einsteiger: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    26./27.09.2022, Virtuell
  2. Adobe Premiere Pro Aufbaukurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    14./15.07.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Erst kürzlich wurde bekannt, dass Facebook die Passwörter von vielen Millionen Facebook-Nutzern im Klartext speicherte. Bei manchen Nutzern verlangte Facebook während des Registriervorgangs das private Passwort ihres E-Mail-Kontos.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


/mecki78 04. Apr 2019

Alternativen zu was konkret? Das soll jetzt keine dumme Frage sein, aber da ich noch nie...

Airblader 04. Apr 2019

Mag sein, aber es ist mir trotzdem zu einseitig den schwarzen Peter auf fb zu schieben...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Mojo Lens
Erster Tragetest mit Augmented-Reality-Kontaktlinse

Ein winziges Micro-LED-Display, ein Funkmodem, ein Akku - und kein Kabel: Der Chef von Mojo Lens hat seine AR-Kontaktlinse im Auge getragen.

Mojo Lens: Erster Tragetest mit Augmented-Reality-Kontaktlinse
Artikel
  1. Ouca Bikes: E-Lastenrad für eine Viertel Tonne Fracht oder acht Kinder
    Ouca Bikes
    E-Lastenrad für eine Viertel Tonne Fracht oder acht Kinder

    Ouca Bikes hat ein elektrisches Lastenrad vorgestellt, das eine Zuladung von rund 250 kg transportieren kann. Das E-Bike fährt auf drei Rädern.

  2. Bill Nelson: Nasa-Chef warnt vor chinesischem Weltraumprogramm
    Bill Nelson
    Nasa-Chef warnt vor chinesischem Weltraumprogramm

    Gibt es Streit um den Mond? Nasa-Chef Bill Nelson fürchtet, dass China den Trabanten als militärischen Außenposten für sich haben möchte.

  3. Microsoft: Exchange Server von gut versteckter Hintertür betroffen
    Microsoft
    Exchange Server von gut versteckter Hintertür betroffen

    Sicherheitsforscher haben eine Backdoor gefunden, die zuvor gehackte Exchange-Server seit 15 Monaten zugänglich hält.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MindStar (u. a. G.Skill Trident Z Neo 32 GB DDR4-3600 149€ und Patriot P300 512 GB M.2 39€) • Alternate (u. a. Acer Nitro XZ270UP QHD/165 Hz 246,89€ und Acer Predator X28 UHD/155 Hz 1.105,99€) • Samsung GU75AU7179 699€ • Kingston A400 480 GB 39,99€ • Alterrnate Weekend Sale [Werbung]
    •  /