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Sicherheit: Bundeswehr bekommt neue Smartphones ohne Internetzugang

In den vergangenen Monaten wurden in den Truppen der deutschen Bundeswehr neue Smartphones verteilt - viel mehr als die vormals genutzten Handys können die Geräte momentan aber noch nicht: Aus Sicherheitsgründen ist die Internetverbindung deaktiviert.

Artikel veröffentlicht am ,
Wahrscheinlich nicht auf der Suche nach einem Internetzugang: ein Soldat der Bundeswehr
Wahrscheinlich nicht auf der Suche nach einem Internetzugang: ein Soldat der Bundeswehr (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Die Truppen der deutschen Bundeswehr haben in den vergangenen Monaten rund 16.000 neue Smartphones für die dienstliche Kommunikation erhalten. Die Soldaten haben das Galaxy S8 von Samsung bekommen, das momentan bei seriösen Händlern zwischen 350 und 400 Euro kostet.

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Wie der Spiegel in seiner neuen Ausgabe berichtet, sollen die Smartphones die alten Handys ablösen, mit denen die Soldaten dienstlich telefonieren und SMS verschicken konnten. Zu viel mehr sind die weitaus leistungsfähigeren Galaxy S8 momentan aber auch nicht fähig: Aus Sicherheitsgründen wurden alle Geräte so eingerichtet, dass sie sich nicht mit dem Internet verbinden lassen.

Eine Sprecherin der Bundeswehr erklärt dies mit den "jüngst deutlich gestiegenen Sicherheitsanforderungen". Bei Smartphones mit Internetzugang ist es möglich, dass sich Nutzer ungeprüfte und möglicherweise gefährliche Software herunterladen. Bei Android-Geräten ist dies verglichen mit iPhones noch leichter, da sich auch Apps installieren lassen, die nicht aus dem offiziellen Play Store von Google stammen.

Internetzugang als Einfallstor für Malware

Daher besteht die Gefahr, dass sich ungeprüfte Apps als Schadsoftware entpuppen und auf interne und möglicherweise sicherheitsrelevante Kommunikation zugreifen kann. Dies will die Bundeswehr verständlicherweise verhindern.

Noch im Laufe des Jahres 2019 soll das Problem allerdings gelöst werden - zumindest teilweise. Einen generell offenen Internetzugang wird es wohl nicht geben, allerdings sollen die Soldaten Zugriff auf Apps Zugriff erhalten, die "zum Beispiel Internetzugang für dienstliche Recherchen" ermöglichen oder auf eine Wetter-App.

Ob die Smartphones ohne Internet wirklich ein wirksames Mittel zum Schutz vertraulicher Informationen sind, darf jedoch bezweifelt werden: In vielen Einheiten würden anstelle der neuen, eingeschränkten Galaxy S8 einfach private Smartphones für die Kommunikation und zur Informationsrecherche verwendet - ohne jeglichen Schutz.

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Crass Spektakel 24. Mai 2019

Die genannten Geräte kosten allesamt WENIGER als das vorgestellte Produkt. Rugged Phones...

Dwalinn 22. Mai 2019

In Deutschland ist die Netzabdeckung nicht so schlecht. Auf übungsplätzen kommt man aber...

asteroidsdeath 21. Mai 2019

Ihr glaubt doch nicht wirklich, dass man bei 16k Stück den Einzelhandelsstückpreis zahlt?

disciple.of.zen 20. Mai 2019

Das ist keinesfalls unproblematisch, wie der nachfolgende Link belegt: https://www.welt...

PSmith 20. Mai 2019

... aber bei der niedrigen Bezahlung im "Staatsdienst" kann man auch nicht davon...


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