• IT-Karriere:
  • Services:

Datenschutz: Bundeskriminalamt fragt immer öfter Bestandsdaten ab

Beamte des Bundeskriminalamts fragen bei den Internetprovidern immer öfter Bestandsdaten zu deren Kunden ab. Laut einem Medienbericht geht es um IP-Adressen, aber auch um Zugangscodes wie PIN und PUK etwa für Smartphones und Geldkarten.

Artikel veröffentlicht am ,
Das BKA fragt immer öfter nach Daten von Internetnutzern.
Das BKA fragt immer öfter nach Daten von Internetnutzern. (Bild: Michael Bocchieri/Getty Images)

Die Anzahl der Anfragen, die das Bundeskriminalamt bei Internetprovidern über deren Kunden stellt, ist in den vergangenen Jahren massiv gestiegen. Das ergibt sich aus einer Stellungnahme der Bundesregierung, über die der Spiegel berichtet. Allein die Abteilung "Schwere und Organisierte Kriminalität" (SO) - die auch für Cyberkriminalität zuständig ist - habe 2017 neunmal so viele Anfragen gestellt wie 2013.

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Bautzen (Home-Office)
  2. Hays AG, Berlin

Im Jahr 2013 seien rund 2.000 Anträge auf die sogenannte Bestandsdatenauskunft erfasst worden, schreibt der Spiegel. Im Jahr 2017 seien es schon 17.000 Anträge gewesen, und allein in den Monaten Januar bis Juli 2018 seien es 9.365 gewesen. Im Zuge einer Bestandsdatenauskunft können nicht nur IP-Adressen bei den Providern abgefragt werden, sondern auch PIN und PUK von mobilen Endgeräten oder EC-Karten sowie Passwörter zu E-Mail-Postfächern.

Die tatsächliche Anzahl der Abfragen sei sogar noch höher: Weil es keine statistische Auswertung gebe, habe die Regierung für ihre Stellungnahme nur die von den Providern gestellten Rechnungen ausgewertet. Tatsächlich werde ein zusätzlicher Teil der Kosten durch die Staatsanwaltschaften abgerechnet, der nicht erfasst worden sei.

Die Bundesregierung begründet die steigende Zahl der Anfragen mit der zunehmenden Nutzung von Internet und mobilen Endgeräten. Laut Spiegel sieht das Patrick Breyer, der Spitzenkandidat der Piratenpartei für die Europawahl, anders: Die Anfragen seine inzwischen ein "Standardverfahren", weshalb die Gefahr, "zu Unrecht in das Visier von Ermittlern oder Abmahnkanzleien zu geraten, drastisch gestiegen" sei.

Die Bestandsdatenauskunft wird im Telekommunikationsgesetz geregelt. Gegen die entsprechenden Bestimmungen gibt es derzeit eine Sammel-Verfassungsbeschwerde - die nach Informationen des Watch Blogs Bestandsdatenauskunft auch von der Bundesdatenschutzbeauftragten unterstützt wird. Die Stellungnahme mit den aktuellen Zahlen der Regierung ist im Rahmen dieser Verfassungsbeschwerde veröffentlicht worden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-62%) 5,70€
  2. (u. a. Anno 1800 ab 29,99€, Ghost Recon Breakpoint ab 19,80€, Rainbow Six Siege ab 8,00€)
  3. 14,29€
  4. (-67%) 7,59€

elgooG 08. Apr 2019

Ja, aber um belastende Kontobewegungen zu erzeugen braucht man eine nachgemachte Karte...

elgooG 08. Apr 2019

Also fast alle Router erlauben die Konfiguration des Routers über eine Schnittstelle die...

maxule 08. Apr 2019

9365/7×12 = 16054 16054/17000 = 0.94 Sogar 6% weniger. Also gibt es jetzt weniger...

McWiesel 08. Apr 2019

Das einzig wichtige ist, wo ich welche Daten erzeuge und ablege und was ich im Internet...

Bradolan 07. Apr 2019

Das zweite Das in deiner Signatur sollte groß geschrieben werden ;-D .


Folgen Sie uns
       


Wo bleiben die E-Flugzeuge? (Interview mit Rolf Henke vom DLR)

Wir haben den Bereichsvorstand Luftfahrt beim DLR gefragt, was Alternativen zum herkömmlichen Flugzeug so kompliziert macht.

Wo bleiben die E-Flugzeuge? (Interview mit Rolf Henke vom DLR) Video aufrufen
Alternatives Android im Test: /e/ will Google ersetzen
Alternatives Android im Test
/e/ will Google ersetzen

Wie Google, nur mit Privatsphäre - /e/ verbindet ein alternatives Android mit Cloudfunktionen und einer Suchmaschine.
Ein Test von Moritz Tremmel


    Schenker Via 14 im Test: Leipziger Langläufer-Laptop
    Schenker Via 14 im Test
    Leipziger Langläufer-Laptop

    Dank 73-Wattstunden-Akku hält das 14-Zoll-Ultrabook von Schenker trotz fast komplett aufrüstbarer Hardware lange durch.
    Ein Test von Marc Sauter

    1. XMG Neo 15 (E20) Schenker erhöht Akkukapazität um 50 Prozent
    2. XMG Apex 15 Schenker packt 16C-Ryzen in Notebook
    3. XMG Fusion 15 Schenkers Gaming-Laptop soll 10 Stunden durchhalten

    Bodyhacking: Prothese statt Drehregler
    Bodyhacking
    Prothese statt Drehregler

    Bertolt Meyer hat seine Handprothese mit einem Synthesizer verbunden - das Youtube-Video dazu hat viele interessiert. Wie haben mit dem Psychologieprofessor über sein Projekt und die Folgen des Videos gesprochen.
    Ein Interview von Tobias Költzsch


        •  /