Golem-Wochenrückblick Im letzten Wochenrückblick vor der Sommerpause widmen wir uns unter anderem Elementary OS, der Killerspiel-Diskussion und 3D-gedruckten Fingern. Sieben Tage und viele Meldungen im Überblick.
Im Bereich Smartphones läuft erneut eine Entlassungswelle bei Microsoft, die deutlich mehr Personen betrifft als der angekündigte Stellenabbau im Mai. Die Nokia-Übernahme entwickelt sich offenbar zu einem endlosen Debakel.
Gopro muss im abgelaufenen Quartal im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzrückgang von 47 Prozent verkraften. Nun setzt das Unternehmen auf das Weihnachtsgeschäft und seine seit langem angekündigte Drohne.
Amazon kann das fünfte Mal in Folge einen Rekordgewinn vorlegen. Die Zeiten, in denen der weltgrößte Internethändler meist einen knappen Gewinn machte oder ein Minus erwirtschaftete, scheinen vorbei zu sein.
Oracle übernimmt den Konkurrenten Netsuite. Oracle-Gründer Larry Ellison ist zugleich mit 40 Prozent größter Aktionär von Netsuite, was Kritiker seine Interessen bei dem Kauf hinterfragen lässt.
Mark Zuckerbergs Unternehmen verblüfft Analysten und Marktbeobachter mit seiner Stärke. Das liegt auch an den Ideen des umstrittenen CEOs. Die Börse spielt verrückt und ignoriert kritische Signale.
100Kommentare/Eine Analyse von Axel Postinett
(Handelsblatt)
Rund 225 IHK-Standorte werden von 1&1 Versatel größtenteils direkt mit Glasfaser ausgebaut. Auf Wunsch gibt es dabei Datenübertragungsraten von mehreren GBit/s.
Mediatek und Qualcomm haben einen Ausblick auf ihre kommenden Systems-on-a-Chip gegeben: Der Helio X30 und der Snapdragon 830 werden in einem 10FF-Verfahren produziert. Die Unterschiede zwischen den SoCs könnten größer aber kaum sein.
Sony verkauft rund 40.000 Playstation 4 am Tag, Nintendo schafft 220.000 Wii U - im Quartal! Das mangelnde Interesse der Käufer lässt den Umsatz einbrechen, die nächste Konsole NX lässt aber noch auf sich warten.
Osrams LED-Lampen für Endkunden gehen an ein Konsortium aus China, das zumindest teilweise staatlich ist. Der Kaufpreis lag bei 400 Millionen Euro. Osram will sich auf LED-Chips konzentrieren. Das traditionelle Geschäft schrumpfe, die LED-Lampen würden günstiger, hieß es.
Apple hat erneut einen schweren Einbruch bei Umsatz und Gewinn erlitten, weil der Aufstieg des iPhones vorerst beendet ist. Doch die Analysten hatten noch Schlimmeres erwartet, der Einbruch erfolgte auf sehr hohem Niveau.
DHL und Smart wollen Pakete direkt in den Kofferraum des kleinen Fahrzeugs liefern. Teilnehmer erhalten eine kostenlose Umrüstung ihres Autos, damit der Paketbote den Kofferraum zeitweilig öffnen kann. Auch Carsharing soll mit der Technik möglich sein.
Apple hat einem Medienbericht zufolge in Berlin eine Niederlassung für die Weiterentwicklung seines Kartendienstes gegründet. Dort sollen mindestens zwölf Personen für den Dienst arbeiten. Von dem in Berlin beheimateten Kartendienst Here soll Apple zahlreiche Entwickler abgeworben haben.
Ericssons Chef ist mit sofortiger Wirkung abgesetzt. Vestberg wurde wegen privater Nutzung des Firmenjets und hoher Prämien in für die Firma schweren Zeiten kritisiert. Gewinn und Umsatz des Unternehmens sind wiederholt stark gesunken.
Nikon- und Canon-Besitzer können mit dem Case Remote Air ihre digitalen Spiegelreflexkameras per WLAN mit dem Smartphone oder Tablet fernsteuern und zum Beispiel Intervallaufnahmen in langen Abständen fertigen.
Netflix setzt seine Preiserhöhung in Deutschland jetzt auch bei den Kunden um, die noch den alten Preis bezahlt haben. Es wird aber nur 1 Euro mehr im Monat fällig.
Das Unternehmen "verfügt über liquide Mittel einschließlich eines Kassenbestandes in Höhe von 0,00 Euro" heißt es im Insolvenzantrag von Unister. Auch Yahoo schuldet die Firma viel Geld.
Ein Umsatzsprung und Gewinn: AMD legt durch Bristol Ridge und die Xbox One S zu, auch wenn das meiste Geld aus einem Joint Venture stammt. Im dritten Quartal soll der Umsatz weiter steigen.
Die Insolvenz bei Unister setzt sich wie erwartet auf die Tochtergesellschaften fort. 14.000 bezahlte Reisegutscheine werden von Vertragspartnern vor Ort laut Anwalt "wohl nicht anerkannt". Hotels fordern eine erneute Bezahlung.
Vodafone baut als erstes Unternehmen in Deutschland für den Endkunden die Datenrate im Mobilfunk erheblich aus. 4.5G wird fürs Erste durch die Bündelung von drei Bändern erreicht.
Seit drei Jahren gilt das Leistungsschutzrecht für Presseverleger. Welche Nebenwirkungen es hat, zeigt der Streit der Süddeutschen Zeitung mit einem Startup.
6.000 Mitarbeiter weniger und ein halbierter Nettogewinn: Intel musste im zweiten Quartal 2016 viel Geld für ehemalige Angestellte aufwenden, dafür wurden die ersten Kaby-Lake-Chips an Notebook-Hersteller ausgeliefert. Die Ausbeute sei sehr gut, zudem sollen sich die LTE-Modems für Apples iPhone auf dem Weg befinden.
Elon Musk entwirft im zweiten Teil seines Masterplans eine kühne Vision für nachhaltige Energiegewinnung und Nutzung. Zudem will Tesla auch Pickup Trucks, Lkws und Busse bauen. Besitzer sollen ihre autonomen Autos gegen Geld verleihen können.
Noch von zwei bis drei Bietern wird ein endgültiges Angebot für Yahoo erwartet. Die Internetfirma könnte für weniger als 4 Milliarden US-Dollar an Verizon gehen oder zerschlagen werden.
Um Raketen billiger zu machen, will ein Startup aus Kalifornien jetzt die Menschen einsparen und die Produktion der Raketen automatisieren. Dafür sucht es dringend ... nach Personal.
360-Grad-Videos sind in Mode, aber die Aufnahmegeräte teilweise sehr teuer oder unhandlich in der Benutzung.Das Startup Nicocam will das mit der Nico360 ändern. Diese Videokamera mit Rundumblick misst gerade einmal 46 x 46 x 28mm.
Microsoft hat sich von der fehlgeschlagenen Nokia-Übernahme etwas erholt und macht wieder über 3 Milliarden US-Dollar Gewinn. Doch der Konzern ist weiter im Umbruch und der Umsatz bricht erstmals seit sieben Jahren ein.
Update Eine Folgeinsolvenz von Ab-in-den-Urlaub.de oder Fluege.de könnte dazu führen, dass Besitzer bestimmter Tickets nicht fliegen können. "Inhaber solcher Flugkarten müssten dann damit rechnen, nicht abgefertigt zu werden", hieß es bei einer großen deutschen Reisegesellschaft zur Insolvenz von Unister.
AMD hat mit der Radeon RX 480 vorgelegt, Nvidia zieht mit der Geforce GTX 1060 nach: Die Spieler-Grafikkarte ist zwar flotter und sparsamer als die Konkurrenz, das Duell geht aber denkbar eng aus.
Update Nuki macht Türschlösser auf einfache Weise smart. Im Test schlägt sich das Smart Lock eigentlich gut - dass der Besitzer von einem Gastnutzer ausgesperrt werden kann, ist allerdings nicht das einzige Verwunderliche.
Nach dem Tod zweier Topmanager ist Unister nun insolvent. Der tragische Unfalltod des Gesellschafters bedeute auch "wirtschaftlich einen Einschnitt" für das Unternehmen.
Der norwegische Browserhersteller Opera wird doch nicht komplett nach China verkauft. Nur ein Teil des Unternehmens soll an ein chinesisches Konsortium gehen. Ein Grund für das Scheitern der geplanten Komplettübernahme ist nicht bekannt.
Berlin hat keinen Netzwerkausrüster für sein 5G-Testfeld gefunden. Jetzt macht die Stadt es mit der Telekom, die dafür aber auf Partner angewiesen ist. 5G soll Glasfaserübertragungsraten im Mobilfunk ermöglichen.
Ein Jahr nach dem missglückten Start einer Falcon 9 Rakete hat SpaceX den dabei verlorenen Andockadapter gestartet. Die Mission verlief weitgehend reibungslos.
Der britische SoC-Entwickler ARM dürfte am heutigen Montag für einen Rekordpreis nach Japan verkauft werden. Softbank hat die Übernahme seit einiger Zeit vorbereitet.
In vier Jahren möchte der Auftragsfertiger TSMC seine Chip-Produktion auf eine Lithografie mit extremer ultravioletter Strahlung umstellen. Neue Maschinen vom Ausrüster ASML wurden bereits geordert.
In Berlin und München probiert Amazon mit Locker eigene Packstationen aus. Laut dem Text der Amazon-Stellengesuche soll das Locker-Netzwerk europaweit aufgebaut werden.
Zu Fuß gehen? Dann lieber floaten: Das Startup Floatility will im kommenden Jahr in der Hamburger Innenstadt einen Sharing-Dienst für Miniscooter einrichten. Der Nutzer mietet per App und rollert dann mit Elektroantrieb durch die Stadt. Vorausgesetzt, die Stadt spielt mit.
Die österreichischen Bundesbahnen werden wegen einer stärkeren Drosselung in der 2. Klasse kritisiert. Doch bei der Deutschen Bahn ist diese Unterscheidung beim WLAN noch viel schärfer.
Wegen Wechselkursänderungen vom Britischen Pfund zu anderen Währungen werden IT-Unternehmen in Großbritannien und Nordirland die Preise anheben. Als Folge des Brexits will HP schon zum 1. August 2016 die Preise erhöhen.
1.230 Beschäftigte müssen von Hewlett Packard Enterprise (HPE) zu kleineren Unternehmen wechseln. Viel sicherer ist es in dem Konzern nach Aufspaltungen und Ausgründungen allerdings auch nicht.
Infineon hat wieder Geld für eine größere Übernahme: Das Unternehmen kauft einen Konzernteil von Cree für Leistungshalbleiter aus Siliziumkarbid, die auch für 5G gebraucht werden.
Update Um das Owncloud-Geschäft weiterzuführen, ist das Unternehmen von einer Investorengruppe übernommen worden. Die neue Führung hat keine Open-Source-Erfahrung und ist zurzeit für einen Immobilienfonds tätig.
Gestiegener Umsatz, ein bisschen weniger Gewinn und gute Aussichten: Der Auftragsfertiger TSMC hat im zweiten Quartal 2016 wieder mehr Grafikchips produziert und bald stehen Mobile-SoCs an.