Abo
  • IT-Karriere:

Ubuntu: Canonical gibt Unity 8 und Smartphone-Konvergenz auf

Nach jahrelanger Entwicklung beendet Canonical die Arbeit an dem konvergenten Ubuntu-Desktop Unity 8. Damit enden auch die Smartphone-Ambitionen für Ubuntu. Das Unternehmen wendet sich nun vorrangig der Cloud und dem Internet der Dinge zu.

Artikel veröffentlicht am , Kristian Kißling/Linux Magazin
Das Meizu Pro 5 ist eines der wenigen Smartphones mit Ubuntu.
Das Meizu Pro 5 ist eines der wenigen Smartphones mit Ubuntu. (Bild: Canonical)

Canonical-Gründer und Ubuntu-Mäzen Mark Shuttleworth hatte gehofft, schreibt er in einem Blogeintrag, dass ein konvergenter Desktop, der auf PCs, Smartphones und Tablets gleichermaßen läuft, sowohl von der Free-Software-Community als auch von der Tech-Industrie begrüßt würde. Beides sei ein Irrtum gewesen. Deshalb habe Canonical vor dem Start des kommenden Fiskaljahres beschlossen, die Entwicklung von Unity 8 und der Konvergenz-Idee einzustellen. Bereits Anfang Januar dieses Jahres sind die Arbeiten an Unity 8 offiziell pausiert worden.

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, Bonn, Köln, Wilhelmshaven, Potsdam-Schwielowsee
  2. Schaltbau GmbH, München

Die Community hätte Ubuntus Pläne eher als Fragmentierung verstanden, schreibt Shuttleworth, nicht als Innovation. Damit bezieht er sich wahrscheinlich auf die nie verstummte Kritik am Displaymanager Mir, den Canonical als Alternative zu Wayland erstellt hat, sowie weitere Eigenentwicklungen. Die Industrie, also Hersteller oder Mobilfunkprovider, haben zudem nie besonders stark in die Plattform investiert, sondern an Android festgehalten.

Gnome wird Ubuntu-Desktop

Für Mir ebenso wie für Unity bedeutet die Entscheidung das Aus, auch auf Smartphones und Tablets dürfte Ubuntu in absehbarer Zukunft nicht mehr laufen. Canonical konzentriert sich fortan auf Openstack und Kubernetes, seine Cloud-Werkzeuge Maas, LXD, Juju und Bootstack, auf die Internet-of-Things-Sparte (IoT) und die Snaps sowie Ubuntu Core. In Sachen Cloud und IoT sei es für Ubuntu in den vergangenen Jahren gut gelaufen, schreibt Shuttleworth. Tatsächlich rentiert sich zum Beispiel Canonicals frühe Investition in Openstack und das Unternehmen verdient Geld mit dem kommerziellen Support in den Bereichen außerhalb des Desktops.

Die Desktop- und Servervarianten von Ubuntu wird es weiterhin geben, betont Shuttleworth, ebenso die Versionen für virtuelle Maschinen. Ubuntu 18.04 LTS wird aber mit Gnome als Desktop erscheinen. Für Ubuntu als Desktop-Betriebssystem sollte sich diese Entscheidung mittelfristig positiv auswirken. Die Konzentration auf Mir und die Unity-8-Oberfläche hat in den vergangenen Jahren viel Arbeitskraft gebunden, was sich auch spürbar negativ auf den Desktop auswirkte, der sich in der Zeit nur wenig weiterentwickelte.

Für Shuttleworth persönlich sei der nun vorgenommene Richtungswechsel eine schwere Entscheidung gewesen. Er habe fest an die Zukunft der Konvergenz geglaubt und halte Unity 8 weiterhin für ein gelungenes Produkt, respektiere aber, wenn die Märkte und die Community mit den Füßen abstimmten. Tatsächlich wurde die angekündigte Unity-8-Release ein ums andere Mal vertagt. Ebenso erhielt auch Ubuntu-Phone nur mittelmäßige Kritiken und ist noch immer wenig verbreitet.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 3,74€
  2. 32,99€
  3. 48,49€

tibrob 09. Mai 2017

Ich nutze Budgie (allerdings mit Arch Linux) seit knapp einem Jahr und bin eigentlich...

joypad 13. Apr 2017

So ein Quatsch :-(

tokiox 08. Apr 2017

Heißt das nicht LXQT seit kurzem. In jedem Fall auch eine Alternative, die nicht so...

Proctrap 07. Apr 2017

Wobei Kubuntu auch LTS releases hat: http://www.kubuntu.org/getkubuntu/ Und trotz seiner...

WarumLinuxBesse... 07. Apr 2017

Einfach mal das ganze durchdenken. Wenn die Bedienknöpfe rechts am Fenster wären. Wo...


Folgen Sie uns
       


Harry Potter Wizards Unite angespielt

Harry Potter Go? Zum Glück hat der neue AR-Titel auch ein paar eigene Ideen zu bieten.

Harry Potter Wizards Unite angespielt Video aufrufen
In eigener Sache: Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement
In eigener Sache
Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement

Wir haben in unserer Leserumfrage nach Wünschen für Weiterbildungsangebote gefragt. Hier ist das Ergebnis: Zwei neue Workshops widmen sich der Selbstorganisation und gängigen Fehlern beim agilen Arbeiten - natürlich extra für IT-Profis.

  1. In eigener Sache ITler und Board kommen zusammen
  2. In eigener Sache Herbsttermin für den Kubernetes-Workshop steht
  3. Golem Akademie Golem.de startet Angebote zur beruflichen Weiterbildung

Erneuerbare Energien: Die Energiewende braucht Wasserstoff
Erneuerbare Energien
Die Energiewende braucht Wasserstoff

Kein anderes Element ist so universell und dabei simpel aufgebaut wie Wasserstoff und das energiereiche Gas lässt sich aus fast jedem Energieträger gewinnen. Genauso vielseitig gestaltet sich seine Nutzung.
Ein Bericht von Jan Oliver Löfken

  1. Strom-Boje Mittelrhein Schwimmende Kraftwerke liefern Strom aus dem Rhein
  2. Speicherung von Überschussstrom Wasserstoff soll bei Engpässen helfen
  3. Energiewende DLR-Forscher bauen Kohlekraftwerke zu Stromspeichern um

iPad OS im Test: Apple entdeckt den USB-Stick
iPad OS im Test
Apple entdeckt den USB-Stick

Zusammen mit iOS 13 hat Apple eine eigene Version für seine iPads vorgestellt: iPad OS verbessert die Benutzung als Tablet tatsächlich, ein Notebook-Ersatz ist ein iPad Pro damit aber immer noch nicht. Apple bringt aber endlich Funktionen, die wir teilweise seit Jahren vermisst haben.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Tablets Apple bringt neues iPad Air und iPad Mini
  2. Eurasische Wirtschaftskommission Apple registriert sieben neue iPads
  3. Apple Es ändert sich einiges bei der App-Entwicklung für das iPad

    •  /