Abo
  • Services:

Streetscooter: Deutsche Post will ihre E-Transporter auch verkaufen

Die Deutsche Post will den Bau ihrer Elektrolieferwagen deutlich ausweiten. Mehrere neue Werke sollen aber nicht nur für den Eigenbedarf produzieren.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Produktion des Streetscooters in Aachen
Produktion des Streetscooters in Aachen (Bild: Deutsche Post DHL)

Die Deutsche Post macht den klassischen Autoherstellern mit ihrem selbstgebauten Elektrolieferwagen Konkurrenz. Der Bonner Logistikkonzern kündigte am Dienstag an, er werde noch in diesem Jahr eine zweite Fabrik für den Bau des Lieferwagens in Betrieb nehmen und die Fahrzeuge "ab sofort" auch an andere Unternehmen verkaufen. "Mich fragt praktisch jede Woche mindestens ein Geschäftspartner, ob wir ihm nicht einen oder viele Streetscooter verkaufen", sagte der für den Elektrolieferwagen zuständige Post-Vorstand Jürgen Gerdes der Rheinischen Post zur Begründung.

Stellenmarkt
  1. PFALZKOM | MANET, Ludwigshafen
  2. DESY Deutsches Elektronen Synchrotron, Hamburg

Mit der neuen Fabrik werde die Post die Kapazitäten zur Produktion des E-Transporters bis Ende des Jahres von 10.000 auf bis zu 20.000 Fahrzeuge verdoppeln, kündigte Gerdes an. Mindestens die Hälfte der diesjährigen Produktion sei für externe Interessenten wie Kommunen oder große Flottenkunden in Deutschland und Europa bestimmt. Der Preis für den Lieferwagen soll bei 32.000 Euro beginnen.

Reichweite von 80 Kilometern

Der Verkauf an Dritte ist eine Kampfansage an die großen Autohersteller, die sich immer noch in Tests versuchen. "Damit untermauern wir unseren Anspruch, Motor der Elektromobilität zu bleiben und Marktführer in der grünen Logistik zu werden", sagte Gerdes.

Der Transporter vom Typ Work verfügt laut Hersteller Streetscooter über einen Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 20 Kilowattstunden. Die Batterie wird über eine normale 230-Volt-Steckdose mit maximal 16 Ampere aufgeladen. Eine volle Aufladung dauert dadurch bis zu sieben Stunden, während die ersten 80 Prozent nach 4,5 Stunden geladen sind. Die Reichweite des Motors mit einer Dauerleistung von 38 Kilowatt liegt bei 80 Kilometern, was allerdings abhängig von Beladung, Topographie, Verkehr und Fahrverhalten ist. Bei einem Nutzvolumen von 4,3 Kubikmetern können 710 Kilogramm zugeladen werden.

Neues Werk in Nordrhein-Westfalen

Das Startup Streetscooter, das die E-Lieferwagen entwickelt hat, gehört seit 2014 der Post. Das neue Werk soll in Nordrhein-Westfalen entstehen, wie Gerdes sagte. "Es ist sinnvoll, dass die Techniker und Führungskräfte des Mutterwerkes in Aachen kurze Wege haben." Dadurch entstehen neue Jobs vermutlich im niedrigen dreistelligen Bereich. Bislang arbeiten etwa 200 Menschen in Produktion und Entwicklung des E-Transporters.

Auch über den Bau eines dritten Werkes in Deutschland werde nachgedacht, sagte Gerdes. Produktionsstätten im Ausland seien ebenfalls möglich. "Auf Dauer ist ein Verkauf von 100.000 Stück pro Jahr mit dann zehn Werken weltweit denkbar", zitierte die Zeitung den Post-Vorstand.

Auch Wartungsdienste im Angebot

Die Post selbst hat in Deutschland bislang 2.500 E-Transporter im Einsatz. In diesem Jahr will das Unternehmen seine Flotte "mindestens verdoppeln".

Die Post will ihren Kunden über ihre Tochter Post Service ähnliche Dienstleistungen und Garantien anbieten wie Volkswagen oder Mercedes. "Es wird eine Werkstattgarantie wie bei klassischen Autoherstellern geben", kündigte Gerdes an. "Wir haben bereits einige Hundert Werkstätten in Deutschland zertifiziert, die den Streetscooter warten können - bisher für uns, künftig auch für Fremdkunden."

Die traditionellen Hersteller entwickeln ebenfalls elektrische Transporter. Volkswagen will im Herbst die ersten Elektro-Crafter - etwa so groß wie Mercedes-Sprinter - zur Erprobung an Kunden übergeben. Daimler will bis 2020 dem Paketdienst Hermes 1.500 Elektrotransporter der Reihen Vito und Sprinter liefern. Anfang 2018 soll es mit Piloteinsätzen in Stuttgart und Hamburg losgehen. Daimler hatte schon 2012 einen Transporter mit E-Antrieb auf den Markt gebracht, das Angebot aber mangels Nachfrage eingestellt.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 399,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  2. 12,99€ + 1,99€ Versand oder Abholung im Markt
  3. (u. a. Assassin's Creed Origins PC für 29€)

dumdideidum 21. Aug 2017

Warum gehen so viele immer von ausschließlich absoluten Zuständen aus? Abgesehen davon...

gadthrawn 14. Apr 2017

Wer kauft den außer der Post zu den Preisen? StreetScooter = 32.000¤ (evtll. ohne...

bonum 12. Apr 2017

...elektrischen "Spinnerautos" die in 3 sec auf 100 beschleunigen,250Km/h schnell sind...

guert 12. Apr 2017

Außerdem heißt es: "Mit der neuen Fabrik werde die Post die Kapazitäten zur Produktion...

RipClaw 12. Apr 2017

Die Strecke muss eigentlich nur dem entsprechen was ein Zusteller bei seinen täglichen...


Folgen Sie uns
       


Honor 10 gegen Oneplus 6 - Test

Das Honor 10 unterbietet den Preis des Oneplus 6 und bietet dafür ebenfalls eine leistungsfähige Ausstattung.

Honor 10 gegen Oneplus 6 - Test Video aufrufen
Windenergie: Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?
Windenergie
Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?

Windturbinen auf hoher See liefern verlässlich grünen Strom. Frei von Umwelteinflüssen sind sie aber nicht. Während die eine Tierart profitiert, leidet die andere. Doch Abhilfe ist in Sicht.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Hywind Scotland Windkraft Ahoi

Indiegames-Rundschau: Schiffbruch, Anime und viel Brummbrumm
Indiegames-Rundschau
Schiffbruch, Anime und viel Brummbrumm

Gas geben, den weißen Hai besiegen und endlich die eine verlorene Socke wiederfinden: Die sommerlichen Indiegames bieten für jeden etwas - besonders fürs Spielen zu zweit.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Schwerelose Action statt höllischer Qualen
  2. Indiegames-Rundschau Kampfkrieger und Abenteuer in 1001 Nacht
  3. Indiegames-Rundschau Mutige Mäuse und tapfere Trabbis

Razer Huntsman im Test: Rattern mit Infrarot
Razer Huntsman im Test
Rattern mit Infrarot

Razers neue Gaming-Tastatur heißt Huntsman, eine klare Andeutung, für welchen Einsatzzweck sie sich eignen soll. Die neuen optomechanischen Switches reagieren schnell und leichtgängig - der Geräuschpegel dürfte für viele Nutzer aber gewöhnungsbedürftig sein.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huntsman Razer präsentiert Tastatur mit opto-mechanischen Switches
  2. Razer Abyssus Essential Symmetrische Gaming-Maus für Einsteiger
  3. Razer Nommo Chroma im Test Blinkt viel, klingt weniger

    •  /