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Boardconnect Portable muss nur einen Access Point verwenden.
Boardconnect Portable muss nur einen Access Point verwenden. (Bild: Lufthansa Systems)

Boardconnect Portable: Ein Access Point reicht für ein Flugzeug

Boardconnect Portable muss nur einen Access Point verwenden.
Boardconnect Portable muss nur einen Access Point verwenden. (Bild: Lufthansa Systems)

Wer in letzter Zeit mit einer Germanwings-Maschine geflogen ist, hat sich vielleicht über das WLAN gewundert. Denn eigentlich ist in den Maschinen keine feste Installation vorhanden. Lufthansa Systems hat uns auf der AIX in Hamburg erklärt, wie es dennoch funktioniert.
Von Andreas Sebayang

Die Installation von WLAN-Systemen in einem Flugzeug ist normalerweise aufwendig. Ein komplettes Kommunikationssystem braucht schon mal vier Tage Umrüstungszeit bei einem Flugzeug der A320-Familie. Die Lufthansa Systems hat jedoch schon im August 2016 ein System eingeführt, das die Installation unnötig macht, zumindest dann, wenn der Internetzugang nicht notwendig ist. Lufthansa Systems hat uns dazu auf der Aircraft Interiors Expo (AIX) in Hamburg einige Details genannt.

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Das System, das die Lufthansa-Tochter entwickelt hat, nennt sich Boardconnect Portable. Es ist ein aus kleinen Einzelteilen zusammengeflanschtes Gerät, das den Namen Mobile Streaming Units (MSU) trägt und das ohne weiteres in die Kabine mitgenommen werden kann. Das ist tatsächlich der Trick, denn so kann sich Lufthansa Systems schwierige Zertifizierungen sparen. Letztendlich könnte so ein Gerät auch von Fluggästen mitgenommen werden. Es handelt sich nämlich um ein Tablet mit Core-i-Prozessor samt einem Gehäuse, das zugleich einen Access Point beinhaltet und gerade mal 1,5 Kilogramm wiegt. Außerdem ist ein Anschluss für einen Akku vorhanden, der das Gerät in Abhängigkeit der Generation (bis zu Intel Skylake) acht bis neun Stunden mit Energie versorgen kann.

Portables System als Handgepäckeinstufung

Boardconnect Portable gilt deswegen nicht als feste Installation. Das System kann irgendwo in der Kabine eines Flugzeugs untergebracht werden und von dort die Passagiere versorgen. Das hat allerdings einen Nachteil. Eine Verbindung zum Radom, der die Empfangseinheiten für die Internetverbindung enthält, wäre damit nicht möglich, denn dazu müsste Boardconnect Portable mit einer festen Verbindung gekoppelt sein und würde damit nicht mehr als portables Gerät gelten. Laut Lufthansa Systems kann eines dieser Systeme bis zu 50 Fluggäste gleichzeitig versorgen. In einer typischen A320 oder A319, wie sie in Europa oft zum Einsatz kommen, reicht das üblicherweise.

Wir haben das System auch schon in einem Eurowings-Flug unter einer Lufthansa-/Germanwings-Nummer in einem Germanwings-Flieger erlebt. Diese Kombination ist eigentlich nicht mit WLAN ausgestattet. Es bietet kostenlose Basisfunktionen wie den Blick auf die Flugkarte und Zielinformationen an. Gegen Bezahlung gibt es auch ein Filmprogramm. In Abhängigkeit von der Boardconnect-Version lässt sich das auch fast immer im Browser abspielen. Nur mit iOS kann selbst Boardconnect 5.0 das DRM-System nur per App durchreichen.

Typischerweise wird Boardconnect Portable in der Kabinenmitte positioniert und einen Ersatzakku gibt es auch noch. Auch bei der längeren A321 wird das oft so gehandhabt. Hier muss allerdings stärker auf die Position geachtet werden. Und wenn viele Fluggäste per WLAN aktiv werden, bieten sich eher zwei Einheiten des mobilen Servers an.

Richtige Installationen haben mehr Access Points

Im Vergleich zu den klassischen Installationen ist das aber wenig. Bei Lufthansa Systems werden in einem Airbus A321 drei feste Access Points verbaut. Bei den kleineren A319/320 sind es zwei. Bei einem Großraumflugzeug wie dem A330 können es bis zu sechs werden. Dann wird es allerdings mit den verfügbaren Frequenzen schon knapp bei einer Kanalbreite von 40 MHz im 5-GHz-Band.

Boardconnect Portable hat dabei sowohl Vor- als auch Nachteile. Die Portabilität erlaubt den Einsatz in unterschiedlichen Maschinen und eine schnelle Reaktion auf technische Änderungen. Allerdings ist der Arbeitsaufwand groß, denn die Systeme müssen beispielsweise regelmäßig einen neuen Akku bekommen. Außerdem ist eine Bedienung von der Bordküche aus auch eher schwierig, weil der Access Point dort nicht gut positioniert wäre.

Diese Probleme hat die feste Installation nicht. Dafür bleibt das Kommunikationssystem allerdings mitunter mehr als ein Jahrzehnt im Einsatz, muss eine aufwendige und teure Luftfahrtzertifizierung durchlaufen und im Schadensfall ist der Austausch nicht so einfach. Dafür lässt sich das fix installierte System aber auch gleich mit einer Internetverbindung koppeln.


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ajzrh 06. Apr 2017

Laut Bericht bietet das System kostenpflichte Unterhaltungsprogramme sowie eine Moving...

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