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Jahresergebnis: Huaweis Smartphone-Geschäft lässt Gewinn langsamer wachsen

Der führende Telekommunikationsausrüster Huawei wächst weiter in allen Bereichen. 5,4 Milliarden US-Dollar Gewinn wurden erzielt. Doch das Wachstum soll noch stärker werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Huawei in Barcelona auf dem MWC 2017
Huawei in Barcelona auf dem MWC 2017 (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Huawei hat den Nettogewinn im Jahr 2016 nur leicht gesteigert. Das gab das Unternehmen am 30. März 2017 an seinem Hauptsitz in Shenzhen bekannt. Der Gewinn stieg um 0,4 Prozent auf 37,1 Milliarden Yuan (5,4 Milliarden US-Dollar). Das ist das langsamste Wachstum seit dem Jahr 2011, als der Gewinn zurückging. Huawei ist als Genossenschaft allerdings auch auf langfristiges Wachstum orientiert.

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Huawei erklärte, dass 14,6 Prozent des Jahresumsatzes oder 11 Milliarden US-Dollar für Forschung und Entwicklung ausgegeben wurden. Der Umsatz des chinesischen Unternehmens wuchs um 32 Prozent auf 521,6 Milliarden Yuan (75,6 Milliarden US-Dollar).

Alle Geschäftsbereiche - Carrier (Telekommunikationsausrüstung), Enterprise (Unternehmens-IT) und Consumer Business (Smartphones und andere Endgeräte) - hätten ein solides Wachstum verzeichnet. Gewinne für die einzelnen Sparten weist das Privatunternehmen nicht aus. Der Umsatz der Smartphone-Sparte wuchs um 44 Prozent auf 179,8 Milliarden Yuan, es wurden 139 Millionen Smartphones ausgeliefert. Hier dürfte der Gewinn am geringsten ausgefallen sein.

Kerngeschäft sind weiter Carrier

Huawei Carrier erwirtschaftete einen um 24 Prozent gewachsenen Umsatz von 290,6 Milliarden Yuan (41,8 Milliarden US-Dollar), ein Zuwachs um 24 Prozent. Die kleinste Sparte, Huawei Enterprise, erzielte 40,7 Milliarden Yuan (5,9 Milliarden US-Dollar) und konnte damit um 47 Prozent wachsen.

"Im Jahr 2017 werden wir weiterhin die Effizienz und Qualität unseres Geschäftsbetriebs ausbauen, um solides Wachstum zu sichern", sagte Finanzchefin Sabrina Meng. Huawei-Deutschland-Sprecher Patrick Berger sagte Golem.de auf Anfrage: "Das Umsatzwachstum von 32 Prozent entspricht unserem Ziel von solidem Wachstum. Der Rückgang der Gewinnmarge lässt sich mit einem höheren Anteil des Consumer-Geschäfts am Gesamtumsatz erklären und langfristigen Investitionen in Markenbildung und in den Aufbau von Vertriebskanälen." Neben weiterhin solidem Wachstum werde eine Steigerung der Betriebseffizienz ein wichtiges Ziel in diesem Jahr sein.

Im Jahr 2017 würde bei "inhaltsleeren und extravaganten Marketing-Events und Konferenzen gekürzt", hatte Huawei-Chef Eric Xu in einem Memo an die Mitarbeiter erklärt, das von dem Unternehmen kurz vor Jahresende veröffentlicht wurde. Es solle auch "weniger sinnlose Gespräche in Büros" des Konzerns geben, die weit vom eigentlichen Geschäft weg seien. "Blinder Optimismus und Rhetorik über Huawei als Branchenführer" sollten vermieden werden.

An dem extravaganten Messeauftritt im Februar 2017 in Barcelona wurden jedoch keine Abstriche gemacht, das Unternehmen hat allerdings tatsächlich interne Sparmaßnahmen erlassen.

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