Abo
  • Services:

Ubuntu 17.04 erschienen: Das vielleicht letzte Mal Unity

Mit dem aktuellen Ubuntu 17.04 erscheint noch einmal der inzwischen eingestellte konvergente Desktop Unity 8. Auch für die stabile Oberfläche Unity 7 könnte dies die letzte Veröffentlichung mit Firmen-Support sein. Der Entwicklung der gesamten Distribution schadet das aber nicht.

Artikel veröffentlicht am ,
Zesty Zapus läutet den Abschied von der Unity-Oberfläche ein.
Zesty Zapus läutet den Abschied von der Unity-Oberfläche ein. (Bild: The Ubiquity Slideshow Team/CC-BY-SA 3.0)

Trotz jahrelanger Bemühungen und vermutlich sehr großer finanzieller Zuwendungen durch Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth konnte sich die konvergente Desktop-Oberfläche Unity 8 nie durchsetzen. Darunter hat auch die Entwicklung des stabilen Desktops Unity 7 gelitten, wohl vor allem deshalb wird das eigene Desktop-Projekt von Ubuntu beendet. Mit dem nun verfügbaren Ubuntu 17.04 alias Zesty Zapus lässt sich möglicherweise ein letzter Blick auf die Bemühungen des Unity-Desktops werfen.

Inhalt:
  1. Ubuntu 17.04 erschienen: Das vielleicht letzte Mal Unity
  2. Wichtiges unter der Haube

Noch in der Vorversion 16.10, die im vergangenen Oktober erschien, war die Desktop-Oberfläche von Unity 8 gemeinsam mit dem von Canonical entwickelten Display-Server Mir erstmals überhaupt offiziell Teil von Ubuntu. Zuvor wurde Unity 8 nur auf Smartphones mit Ubuntu eingesetzt und auch mit Ubuntu 16.10 hatte die Oberfläche noch einige offensichtliche Probleme.

Ungewisse Zukunft für Unity 8

Ebenfalls noch im vergangenen Herbst bekräftigte Ubuntu-Sponsor Canonical seine Pläne für einen konvergenten Desktop, was mittlerweile aber völlig überholt ist. Was das für die Arbeiten an Unity bedeutet, ist derzeit schwer abzusehen. Klar ist wohl nur, dass Canonical selbst künftig keine Ressourcen mehr in Unity 8 investieren und Mir wohl nur noch für einige IoT-Kunden gepflegt wird.

Mit Yunit gibt es aber inzwischen einen Community-Fork von Unity 8, der die Weiterentwicklung des konvergenten Desktops vorantreiben will. Dies geschieht vermutlich künftig zusammen mit UBports, dem Community-Projekt, das das System der Ubuntu-Smartphones auf andere Geräte portiert. Zudem gibt es von dem Mir-Entwickler Alan Griffiths einige Pläne, unter welchen Umständen Mir auch künftig weiter genutzt werden könnte.

Stellenmarkt
  1. Eurowings Aviation GmbH, Köln
  2. mobilcom-debitel GmbH, Büdelsdorf

Griffiths schreibt aber auch explizit, was geschehen muss, um auf Mir verzichten und stattdessen auf die von einer breiten Community getragenen Alternative Wayland setzen zu können. Bei beiden Projekten, Unity 8 und Mir, ist noch nicht abzusehen, ob oder wie diese sich langfristig als reine Community-Projekte erhalten können.

Langsamer Abschied von Unity 7

Standarddesktop von Ubuntu 17.04 ist weiterhin Unity 7, das nun größtenteils auf dem erst vor wenigen Wochen veröffentlichten Gnome 3.24 basiert - bis auf einige wenige Anwendungen, die ältere Versionen nutzen. Darüber hinausgehende große Neuerungen an Unity 7 bleiben mit der aktuellen Ubuntu-Version jedoch auch, was den Anschein der extrem langsamen und eventuell auch vernachlässigten Entwicklung der vergangenen Jahre erneut bestätigt.

Auch wie es mit Unity 7 weitergehen wird, ist derzeit noch nicht klar. Zwar will Canonical die Arbeiten auch daran langfristig einstellen, der Desktop selbst erhält wohl aber noch Support im Rahmen der Langzeitpflege von Ubuntu 16.04 - Letzteres immerhin bis zum Jahr 2021. Neue Funktionen für Unity 7 wird es wohl aber nicht mehr geben. Und anders als bei dem konvergenten Unity 8 ist es zumindest aus derzeitiger Sicht eher unwahrscheinlich, dass Unity 7 von der Community geforkt werden wird.

Unbekannt ist zurzeit auch noch, wann und wie Canonical den geplanten Wechsel hin zu Gnome als Standarddesktop vollziehen wird. Das Unternehmen hat angekündigt, mit Ubuntu 18.04 den Gnome-Desktop nutzen zu wollen. Um mehr Zeit für Tests zu haben und um bereits vor der Veröffentlichung der neuen Version mit Langzeitpflege in einem Jahr den Desktop einer breiten Masse von Nutzern zur Verfügung zu stellen, könnte es sein, dass schon die kommende Version Ubuntu 17.10, die im Oktober erscheinen soll, mit Gnome als Standard ausgeliefert wird.

Für Nutzer, die sich an die Optik und Bedienung von Unity gewöhnt und den Desktop gern verwendet haben, bleibt als Trost, dass auch die Gnome-Shell mit einigen Erweiterungen wohl zumindest annähernd so gestaltet werden kann wie Unity 7. Ähnliches gilt auch für den Plasma-Desktop von KDE.

Wichtiges unter der Haube 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Anonymer Nutzer 18. Apr 2017

Das Problem ist Ubuntu, im Live Modus wird die Karte richtig erkannt, nachdem aber...

Eik 16. Apr 2017

Richtig erkannt, und nochmals ich habe nämlich nur vom privaten User geschrieben, der in...

BLi8819 16. Apr 2017

Hm. Bei 16.04 ist CUPS 2.1.3 dabei.

BLi8819 16. Apr 2017

Vielen Dank.

Wurzelgnom 16. Apr 2017

Das ist genau die Philosophie des Gnome Desktops. Minimalistisch und nur das was nötig...


Folgen Sie uns
       


Ladevorgang beim Audi E-Tron

Wie schnell lässt sich der neue Audi E-Tron tatsächlich laden?

Ladevorgang beim Audi E-Tron Video aufrufen
Nubia Red Magic Mars im Hands On: Gaming-Smartphone mit Top-Ausstattung für 390 Euro
Nubia Red Magic Mars im Hands On
Gaming-Smartphone mit Top-Ausstattung für 390 Euro

CES 2019 Mit dem Red Magic Mars bringt Nubia ein interessantes und vor allem verhältnismäßig preiswertes Gaming-Smartphone nach Deutschland. Es hat einen Leistungsmodus und Schulter-Sensortasten, die beim Zocken helfen können.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Hypersense-Prototypen ausprobiert Razers Rumpel-Peripherie sorgt für Immersion
  2. ATH-ANC900BT Audio Technica zeigt neuen ANC-Kopfhörer
  3. Smart Clock Lenovo setzt bei Echo-Spot-Variante auf Google Assistant

IT-Sicherheit: 12 Lehren aus dem Politiker-Hack
IT-Sicherheit
12 Lehren aus dem Politiker-Hack

Ein polizeibekanntes Skriptkiddie hat offenbar jahrelang unbemerkt Politiker und Prominente ausspähen können und deren Daten veröffentlicht. Welche Konsequenzen sollten für die Sicherheit von Daten aus dem Datenleak gezogen werden?
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Datenleak Ermittler nehmen Verdächtigen fest
  2. Datenleak Politiker fordern Pflicht für Zwei-Faktor-Authentifizierung
  3. Politiker-Hack Wohnung in Heilbronn durchsucht

Eden ISS: Raumfahrt-Salat für Antarktis-Bewohner
Eden ISS
Raumfahrt-Salat für Antarktis-Bewohner

Wer in der Antarktis überwintert, träumt irgendwann von frischem Grün. Bei der Station Neumayer III hat das DLR vor einem Jahr ein Gewächshaus in einem Container aufgestellt, in dem ein Forscher Salat und Gemüse angebaut hat. Das Projekt war ein Test für künftige Raumfahrtmissionen. Der verlief erfolgreich, aber nicht reibungslos.
Ein Interview von Werner Pluta

  1. Eden ISS DLR will Gewächshaus-Container am Südpol aus Bremen steuern
  2. Eu-Cropis DLR züchtet Tomaten im Weltall
  3. NGT Cargo Der Güterzug der Zukunft fährt 400 km/h

    •  /