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Relaunch: Golem bekommt ein neues Aussehen und verliert ein ".de"

Neuer Look, neue Technik, neues Logo: Warum wir jetzt anders aussehen und was beim guten Alten bleibt.
/ Juliane Gunardono
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Nicht nur die Seite, auch unser Logo hat ein Update erfahren. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Nicht nur die Seite, auch unser Logo hat ein Update erfahren. Bild: Martin Wolf/Golem.de

Als ich Ende 2010 bei Golem anfing, war die Website ein grau-blauer Gruß aus der Jahrtausendwende mit Schuhschachteloptik und einem pixeligen Auge. Im Mai 2011 kam dann die neue Seite ( hier ein kleines Zeitreise-Video ), auf die wir sehr stolz waren: schlicht, übersichtlich, modern (damals) und edel – fanden wir und bekamen auch Lob aus der Leserschaft. Doch etliche Leser waren entsetzt .

14 Jahre später stellen wir die Flexibilität der Leserschaft erneut auf die Probe, diesmal jedoch in kleinen Schritten. In den kommenden Monaten wird monatlich ein Release die Seite nach und nach erneuern. Heute ist der erste Teil der Optik dran. Sie ist zwar der sichtbarste, aber tatsächlich der kleinste Teil der Veränderungen. Kleiner Spoiler vorweg: Ein Auge gibt es diesmal nicht – und der Dark Mode für alle kommt endlich (allerdings nicht mit dem ersten Release).

Die Mischung macht's

Dass wir ein neues Design einführen, hängt weniger mit dem hohen Alter der Seite zusammen als mit der Entwicklung von Golem. Schon vor vielen Jahren haben wir uns überlegt, in welche Richtung wir uns entwickeln wollen, und begonnen, Golem vielfältiger aufzustellen. Die Leser kennen uns als Fachmagazin – und das bleiben wir auch!

Mittlerweile sind wir aber viel mehr: eine Wissensplattform, die mit verlässlichen, gründlich recherchierten Inhalten, einem stetig wachsenden Angebot für berufliche Weiterbildung und Lernen sowie dem führenden IT-Job-Netzwerk in Deutschland mit über 100.000 IT-Jobangeboten sowohl ITler in ihrer beruflichen Laufbahn inspiriert als auch die Unternehmen, für die sie arbeiten.

Die Golem Karrierewelt bietet bereits über 300 Trainings, Workshops und Kurse an, zusätzlich Consulting & Coaching Services – und sie wächst stetig.

In unserem redaktionellen Golem-Plus-Angebot und den begleitenden E-Paper-Dossiers gehen wir noch tiefer in Themen, die für IT-Profis beruflich interessant sind. Zusätzlich bietet unsere Redaktion nicht nur berufsrelevante Inhalte an – wir wissen, dass IT-Profis auch privat bei uns unterwegs sind.

Sie sind gespannt auf neue Geräte und Software und erwarten von uns Einordnung, schätzen den Blick über den Tellerrand in andere Gebiete der IT-, Technik- und Wissenschaftswelt und frönen, wie wir, nerdigen Hobbys. In allen Bereichen haben wir daher in den vergangenen Jahren ausgebaut und arbeiten derzeit mit rund 200 fachkundigen Autorinnen und Autoren zusammen, die Topexperten in ihren jeweiligen Fachbereichen sind und uns in viele Themengebiete noch tiefere Einblicke – vor allem aus der Praxis – ermöglichen.

Wir haben Newsletter und einen Podcast gestartet, für Technikeinsteiger einen Ratgeber aufgebaut und arbeiten in allen Bereichen der Firma an weiteren Verbesserungen und Services. Gerade die Kombination unserer Angebote macht Golem einzigartig.

Warum also jetzt der Relaunch?

Die alte Plattform kam schon lange nicht mehr hinterher, diese Mischung auch abzubilden. Ein Beispiel: Wir haben tolle übergreifende Angebote für unsere Leser, etwa Texte zu neuen Tools, Frameworks, Entwicklertrends und auch Schulungen, bei denen sie ihre Kenntnisse vertiefen können. Mit unserer Seite konnten wir sie aber einander nicht zuordnen.

Auch optisch konnte kein einheitliches Nutzungserlebnis dargestellt werden. Und auch wenn sich das Aussehen unserer Website grundsätzlich für ihr Alter ganz gut gehalten hat, ist es doch höchste Zeit für eine Verjüngungskur.

Wir stürzten uns also 2023 in die Vorarbeit. Alle Bereiche des Unternehmens durften ihre Wünsche äußern – und das waren viele. Es entstand eine umfangreiche Tabelle mit allem, wovon wir träumen, von neuen Funktionen über neue technische Möglichkeiten bis hin zu neuen Designelementen.

Responsiv und barrierefrei sollte die Website natürlich ebenfalls werden – auch in Vorbereitung auf den Accessibility Act .

Besonders wichtig war uns, nicht einfach alles neu zu machen und dabei niederzureißen, was sich für unsere User lange bewährt hat. Deshalb haben wir sie im März 2024 gefragt: Wie soll Golem.de künftig aussehen?

Die Leserschaft entscheidet: Was soll bleiben, was soll weg?

Von 2.100 Teilnehmern gaben nur 100 an, die Seite solle so bleiben, wie sie ist. Alle anderen hatten Wünsche und Ideen. Der grundsätzliche Tenor: grünes Licht für Veränderung, aber gerne mit angezogener Handbremse.

Golem soll sich verändern, sich dabei jedoch treu bleiben. Und das heißt den Umfrageantworten zufolge: Fokus auf guten Journalismus, klares Design und gute Performance der Website.

Einige Themen waren umstritten, darunter: chronologische oder nicht-chronologische Reihenfolge der Artikel, mehr oder weniger Meinungsartikel, Personalisierung oder Blick über den Tellerrand, weg mit dem Auge ( "Was soll das Big-Brother-Auge?" ) oder nicht? Bei anderen Fragen herrschte mehr Einigkeit.

Konkret wollten viele Umfrageteilnehmer die folgenden Elemente dringend behalten:

  • die einspaltige Listenstruktur der Website von oben nach unten, bloß keine Kacheln!
  • redaktionelle Qualität (hier gab es viel Lob, über das wir uns sehr gefreut haben!)
  • hoher Wiedererkennungswert von Golem.de
  • kurze Ladezeiten
  • textlastig statt bildlastig

Die folgenden Neuerungen wurden dringend gewünscht:

  • bessere Unterscheidbarkeit von Inhalten
  • bessere Auffindbarkeit von Inhalten
  • eine bessere Menüstruktur
  • besser lesbare und skalierbare Schrift
  • Dark Mode für alle
  • ein neues Forum
  • Stellenangebote und Angebote der Karrierewelt nahtloser integrieren

Bewaffnet mit der umfangreichen Auswertung der Umfrage, unserer eigenen Liste, jahrelang gesammelten Zahlen, Daten und Fakten, Vision, Mission, Leitbild , Flywheel und Werten von Golem sowie einem eigens zusammengestellten User Panel, das uns während der Arbeit am neuen Design beraten sollte, starteten wir voller Tatendrang im März 2024 in die Umsetzung mit der Berliner Designagentur MAD(öffnet im neuen Fenster) – und stießen auf ein grundsätzliches Problem. Wie erklärt man Golem?

Diskokugel vs. Leselampe

Uns war wichtig, dass die neue Website den Charakter von Golem widerspiegeln würde. Sie sollte anders und natürlich moderner sein als bisher, aber die Golem-Leserschaft sollte sich weiter zuhause fühlen. Man sollte die Seite sofort wiedererkennen können.

Sie sollte seriös und hochwertig, aber nicht langweilig sein, uns als Onlinemedium und Wissensplattform zugleich präsentieren, als Ganzes größer sein als die Summe ihrer Teile. Sie sollte originell sein, aber nicht aufdringlich, jüngere und (haltet euch fest) auch weibliche und diverse User ansprechen, ohne andere auszuschließen. Sie sollte für Privat- und Unternehmenskunden gleichermaßen attraktiv sein.

Wir bestellten: einmal eierlegende Wollmilchsau bitte. Aber wie konnte die aussehen?

Die ersten Entwürfe waren – bunt. Und pixelig. Die Agentur ließ ihrer Fantasie in Bezug auf IT und Technik freien Lauf und landete bei Pixel-Art, knalligen Farben, gewagten Elementen, Gamer-Feeling. Wir sagten: seriöser bitte – und dann wurde es langweilig. Schließlich versuchten wir, mit Gegensatzpaaren den Charakter von Golem zu erklären.

Wir betrachten Technik kritisch, nicht begeistert oder bejubelnd. Golem ist: klar, nicht überladen. Gelassen, nicht aufgeregt. Humorvoll, nicht lustig. Zurückhaltend, nicht aufdringlich. Tiefgreifend, nicht oberflächlich. Uns kennzeichnen: Fakten statt Hypes. Hacker statt Skriptkiddies. Code statt Pixel. No Bullshit statt Übertreibung. Leselampe statt Diskokugel. Gespräch statt Smalltalk. Schwarzer Kaffee statt Chai Latte. Sein statt Schein – es ging noch lange so weiter ... Der Begriff "gallisches Dorf" fiel auch noch. Und es machte Klick.

Das Auge muss weichen – wie das Design sich ändert und was bleibt

Wir hatten unser Feeling gefunden und konnten Entscheidungen für den Look treffen. Das einspaltige Listendesign der Seite bleibt. Die Liste wird unterbrochen durch viele flexible Elemente, mit denen wir unser Angebot besser präsentieren können.

Unsere Farben werden knalliger, aber nicht bunt. Die beiden Akzentfarben Grün und Blau erinnern an unsere Herkunft: Das Grün stammt aus dem Programmiercode, das Blau ist das Hyperlinkblau. Grün markiert werden unsere redaktionellen Angebote, blau die Services.

Als Designelemente haben wir dezente Klammern, die an Code angelehnt sind. Unsere neue Hausschrift ist Space Grotesk, die gleichzeitig charakterstark und sehr gut lesbar ist. Der Header bleibt wie gewohnt schwarz, wird aber leichtgewichtiger.

Und last but not least: Das Logo wird schlichter. Nach vielen Entwürfen entschieden wir: Golem steht künftig für sich. Das .de fällt weg (Gruß an die 90er – die Leserschaft kennt unsere URL), der Claim auch (die Kunden wissen inzwischen, was wir machen).

Wir sind kurz und ergreifend Golem. Mit einem kleinen Twist: Im G steckt ein Erneuerungspfeil, der zeigt: Wir helfen euch, euch ständig weiterzuentwickeln, voranzukommen und lebenslang zu lernen – und tun das auch selbst.

Doch die Designentscheidungen stellten sich als die leichteren heraus. Richtig schwierig wurde es erst ab Herbst 2024, bei der Technik. Hier wuchs sich das ohnehin schon große Projekt zu einem Megaprojekt aus. Welche Herausforderungen dort auf uns lauerten und welche Entscheidungen wir getroffen haben, werden wir euch in einem separaten Text etwas später erzählen.

Was in den kommenden Monaten passiert

In den nächsten Releases werden wir nach und nach neue Designelemente (zum Beispiel Themenpakete, wo wir Artikel zu einem Thema gebündelt präsentieren können, Newslisten für die neuesten Artikel und großformatige Teaser für ganz besondere Leseempfehlungen) zuschalten.

Eine neue Suche wird endlich die Auffindbarkeit unserer Inhalte verbessern. Wir werden die Seite inhaltlich noch flexibler und gezielter bestücken/bespielen können. Und der Dark Mode wird für alle zur Verfügung gestellt. Ebenfalls auf der Roadmap ist ein überarbeitetes System für die Account-Verwaltung.

Zum Schluss noch ein paar Worte zum Forum. Wir kennen und teilen euren Schmerz. Leider können wir euch im Zuge des Relaunchs erst mal noch kein neues Forum anbieten und müssen euch noch um Geduld bitten. Aber wir arbeiten bereits dran, versprochen!

Wir sind gespannt auf euer Feedback zu unseren Neuerungen! Übrigens: Sollten euch technische Bugs auffallen, wäre es großartig, wenn ihr Hinweise direkt an technik@golem.de schickt.

Bestimmt habt ihr auch noch einige Fragen. Auf der nächsten Seite findet ihr ein kleines FAQ, das hoffentlich einige davon beantwortet.

FAQ zum Relaunch

Gibt es also ab heute endlich einen Dark Mode?
Nein, aber er wird in einem der nächsten Releases nachgereicht.

Wird es auch Änderungen am Account geben?
Ja, wir arbeiten daran und werden in einem der nächsten Releases eine neue Version ausrollen.

Kann ich zwischen Desktop- und Mobile-Ansicht umschalten?
Nein, das ist jetzt alles responsive.

Gibt es jetzt auch eine Golem-App?
Nein, für eine App sehen wir keinen Bedarf.

Wird es ein neues Forum geben?
Nicht dieses Jahr; aktuell läuft aber ein großes Rechercheprojekt, wie eine moderne Community-Lösung aussehen könnte.

Ist die Seite nach Accessibility-Standards entwickelt?
Ja.

Hat sich beim Datenschutz etwas geändert?
Nein.

Gibt es Golem jetzt auch auf English?
Noch nicht, das kommt aber in einem der nächsten Releases.

Wird sich an den Inhalten auf der Seite etwas ändern?
Nein. Wir werden weiterhin zu allen Themen berichten, die in der Welt der IT relevant, interessant, spannend und unterhaltsam sind – nur eben auf eine neue und zeitgemäße Art.

Mit welchen Browsern ist die neue Seite kompatibel?
Die neue Seite wurde nach gängigen Webstandards entwickelt und ist deshalb mit allen gängigen Webbrowsern wie Safari, Chrome, Edge, Firefox, Opera und Co. kompatibel.


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