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Mobvoi: VW will Autos mit künstlicher Intelligenz versehen

Volkswagen beteiligt sich mit 180 Millionen US-Dollar an einem Joint Venture mit Mobvoi. Das chinesische Unternehmen entwickelt Spracherkennungs- und Sprachsteuerungsfunktionen für Autos.
/ Andreas Donath
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Der aktuelle E-Golf (Bild: Volkswagen)
Der aktuelle E-Golf Bild: Volkswagen

Eine einfache Spracherkennung beherrschen einige VW-Modelle bereits, mit Hilfe von Mobvoi sollen sie künftig auch komplexere Anweisungen verstehen und sprechen können. Volkswagen(öffnet im neuen Fenster) hat mit dem Startup aus Peking ein Joint Venture gegründet, um die Technik voranzubringen.

Mobvoi(öffnet im neuen Fenster) wird auch von Google und Sequoia Capital finanziert. "Alle Autos werden bald digitalisiert, sie werden zu mobilen Computern", sagte Mobvoi-Gründer Li Zhifei. "Wir wollen Sprachinteraktion und personalisierte Dienste ermöglichen und die Entwicklung von fahrerlosen Autos beschleunigen."

Mobvoi Ticmirror (Herstellervideo)
Mobvoi Ticmirror (Herstellervideo) (01:07)

2016 stellte Mobvoi mit Ticmirror(öffnet im neuen Fenster) einen Rückspiegel für Autos vor, der mit einem 7,8 Zoll großen Touchscreen und einer 160-Grad-Kamera ausgerüstet war. Die Kamera wird als Dashcam zum Aufzeichnen des Verkehrs verwendet. Der Rückspiegel ist mit einer Navigationsfunktion, Telefonie, Instant Messaging und Entertainmentfunktionen ausgerüstet, beherrscht LTE und kann mit dem Zubehör Ticeye zu einem Assistenzsystem ausgebaut werden, das den Fahrer vor Auffahrunfällen und beim Verlassen von Fahrspuren warnt. Die Funktionen des Rückspiegels sind sprachgesteuert.

Wettlauf um das Auto der Zukunft

Derzeit findet in der Automobilbranche ein Wettbewerb um die besten Assistenzsysteme statt, die zu autonomen Fahrfunktionen führen sollen. General Motors übernahm im März 2016 für eine Milliarde US-Dollar das kalifornische Unternehmen Cruise Automation. Ford kaufte die auf die Entwicklung selbstlernender Maschinen spezialisierte Firma SAIPS aus Israel und investierte 75 Millionen US-Dollar in Velodyne, einem Entwickler von Laserradaren. Zudem tätigte Ford eine Großinvestition, um bis 2021 vollautonome Fahrzeuge in Serie fertigen zu können, und kaufte das Startup Argo AI.

Im Frühjahr 2016 vereinbarten Google und Fiat Chrysler eine Zusammenarbeit. Sie kündigten den Bau von 100 autonom fahrenden Chryslern an, die mit der Google-Technik ausgestattet werden. Googles Autoprojekt heißt mittlerweile Waymo.


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