
Computex 2015 Microns neuer NAND-Flash speichert drei statt zwei Bits. Bei gleicher Kapazität fallen die Siliziumplättchen daher um knapp ein Drittel kompakter aus. Erste SSDs mit dem neuen Flash-Speicher erscheinen im Herbst, unter anderem von der Micron-Tochter Crucial.

Computex 2015 Sandisk hat eine neue SSD vorgestellt, die zumindest platztechnisch externe und kleine Festplatten ablösen könnte. 1,92 TByte bietet die Extreme 900, und das in einem Gehäuse, das etwas größer als Samsungs externe SSD ist. Mit technischen Daten hält sich das Unternehmen jedoch zurück.

Mehr Speicherplatz im 2,5-Format gibt es nicht: OCZs neue Z-Drive-SSD speichert bis zu 6,4 TByte und erreicht extrem hohe Geschwindigkeiten. Mit einem Trick ist die Server-SSD auch mit normalen PCs kompatibel.

Kingstons neue SSD ist schnell, aber nicht unschlagbar. Das Unternehmen war daher clever und hat der HyperX Predator mehr mitgegeben: eine Partitionssoftware und eine lange Lebensdauer.
Von Marc Sauter

Eine tolle Idee für die eine SSD-Serie und ein niedriger Preis für die andere: Das kleinste von Crucials MX200-Modellen ist oft schneller als größere Modelle, die BX100-Serie ist besonders günstig.

Mit der M6e Black Edition bietet Plextor die derzeit günstigste SSD mit PCIe-Anschluss an. Der garantiert allerdings nicht durchgehend eine höhere Geschwindigkeit als Sata-basierte Modelle.

Eine verbesserte Firmware für die SSD 840 Evo und eine Magician-Funktion zur erneuten Leistungswiederherstellung: Samsungs neue Software hilft - die ist aber derzeit kaum verfügbar.

In Apples Macbook 12 stecken zwei Überraschungen: Die PCIe-SSD unterstützt NVM Express und beim Controller handelt es sich um ein Custom-Design. Die Ressourcen dazu hat Apple seit Jahren.

Samsung hat mit der Produktion seiner ersten M.2-SSD begonnen, die NVM Express unterstützt. Entsprechend der Erwartung erreicht Samsungs neue NVMe-Variante der SM951-SSD deutlich höhere IOPS-Werte. Auch die Geschwindigkeit konnte Samsung leicht erhöhen.

Für den Unternehmenseinsatz hat HGST eine neue SSD-Serie vorgestellt. Die SN100-Datenträger unterstützen bereits NVM Express, was vor allem schnelle Reaktionen verspricht. Die SN-100-Serie benötigt sehr viel Energie und ist deutlich schneller als Intels SSD 750.

Modern, schnell, teuer: Intels SSD 750 kombiniert einen riesigen Controller-Chip mit mehr als einem Dutzend Flash-Speicherbausteinen. Wer statt der PCIe-Steckkarte die 2,5-Zoll-Version nutzen möchte, braucht allerdings ein spezielles High-End-Mainboard.

Samsungs mSATA- und M.2-Varianten der SSD 850 Evo kosten weniger als die 2,5-Zoll-Version. Zwar geizt Samsung bei der Anzahl der Flash-Chips, packt dafür aber teils mehr DRAM-Cache auf die Platinen.

Gleiche Technik, aber schneller am Markt: Kingstons HyperX Predator SSD entspricht Plextors M7e und ist bereits verfügbar. Keine andere Endkunden-SSDs ist flotter, einzig ein Samsung-OEM-Modell für Apple- und Lenovo-Notebooks überträgt Daten schneller.

384 GBit oder 48 GByte Kapazität pro Die: Intel und Micron haben ihre erste 3D-NAND-Generation angekündigt. Dank TLC-Technik sind SSDs mit drei Mal so viel Speicherplatz wie bisher möglich.

Die Toshiba-Tochter OCZ hat die SSD Vector 180 vorgestellt. Der Hersteller verbaut erstmals einen Kondensator auf seinen Speichern für Endkunden. Der soll bei Stromschwankungen helfen.

Der SSD-Langzeittest von Tech Report ist zu Ende: In über 18 Monaten mit kontinuierlichen Schreibvorgängen erreichten alle Laufwerke weit höhere Werte, als die Hersteller garantieren. Einige gaben früh auf, Samsungs 840 Pro hielt am längsten durch.

Die eine SSD funktioniert gar nicht mehr, die andere wird langsamer: Die aktuelle Firmware für die 850 Pro kann diese beschädigen, Samsung hat das Update daher zurückgezogen. Für die 840 Evo hingegen ist eine erneute Aktualisierung geplant.

Mehr Speicherplatz bietet derzeit keine SSD: Fixstars' 3000M quetscht 3 TByte Kapazität in ein 2,5-Zoll-Laufwerk mit Sata-Anschluss. Zwar gibt es größere Modelle, nicht aber für Endkundensysteme.

Bald dürfte Intel neue SSDs veröffentlichen: Die Modelle der 750-Serie sind per flottem PCIe-3.0-Interface angebunden und sollen als Steckkarten, M.2-Module sowie im 2,5-Zoll-Formfaktor erscheinen.

Mehr Lanes und die mit höherer Geschwindigkeit: Intels Platform Controller Hubs der 100er-Serie für die Skylake-Plattform bieten bis zu 20 Bahnen für PCIe-SSDs, hinzu kommen weitere USB-3.0-Anschlüsse.

Auch nach dem Behandeln mit einem Spezialtool und der Installation neuer Firmware können SSDs der Serie 840 Evo wieder an Leseleistung verlieren. Die Probleme treten zwar selten auf, eine Abhilfe oder Stellungnahme von Samsung gibt es aber noch nicht.

CES 2015 Mit den Serien BX100 und MX200 will die Micron-Tochter Crucial bald neue SSDs auf den Markt bringen. Auch die günstigere Serie BX100 soll besonders robust sein, schneller und noch langlebiger ist die MX200, die auch als M.2-Modul erscheint.

CES 2015 Neues M.2-Modul mit Steckkarte: Plextors M7e erreicht eine Leserate von bis zu 1,4 GByte pro Sekunde und eignet sich anders als andere sehr schnelle SSDs auch für Systeme ohne M.2-Anschluss.

CES 2015 PCIe 3.0 mit vier Lanes für mehr SSD-Geschwindigkeit: Marvells 88SS1093-Prototyp erreicht hohe Transferraten, bis zum Sommer sollen sie steigen. Erste Produkte sind im M.2-Formfaktor geplant.

CES 2015 Egal ob USB 3.1 oder Anschlüsse vom USB Typ C: Der neue Standard mag zwar zwei SSDs fast ausreizen, bisher setzten ihn aber nur wenige Mainboard-Hersteller wie MSI ein. Intels kommende Skylake-Generation dürfte die Verbreitung immerhin beschleunigen.

CES 2015 Noch höhere Transferraten schafft bisher keine: Samsungs neue SM951-SSD liest sequenziell über 2 GByte pro Sekunde per PCIe 3.0 und soll dabei besonders effizient sein. Im Leerlauf benötigt die SM951 fast keine Energie, dafür ist die Kapazität etwas eingeschränkt.

CES 2015 Gleiche SSD-Technik wie bei der 850 Evo, aber für unterwegs: Samsungs Portable SSD T1 ist kleiner als eine Spielkarte, speichert bis zu 1 Terabyte und gehört zu den schnellsten ihrer Art.

Asus hat seine Serie Vivo-PC um zwei neue Modelle ergänzt. Darin ist nicht mehr ein einzelnes 3,5-Zoll-Laufwerk vorgesehen, sondern zwei kleinere Massenspeicher. So lassen sich schnellere und günstigere Mini-PCs bauen - wenn man genau auf die Modellnummer achtet.

Nur 22 x 30 mm groß und schneller als eMMC: Mit Marvells neuen Controllern sind kompakte SSDs mit PCIe- oder Sata-Schnittstelle möglich. Die Technik ist für Tablets und 2-in-1-Geräte gedacht.

In Größen von 120 GByte bis 1 TByte bietet Samsung die SSD-Serie 850 Evo an. Nur die drei kleineren Modelle haben einen neuen Controller, alle Laufwerke sind aber wie die Pro-Serie mit 3D-V-NAND ausgestattet. Durch den neuen Flash-Speicher gibt es eine verlängerte Garantie, später auch M.2-Versionen.

Seit über einem Jahr beschreibt und löscht Techreport SSDs rund um die Uhr. Inzwischen funktionieren dabei nur noch zwei Laufwerke, die weit über die Spezifikationen hinaus belastet wurden. Beide zeigen nun Abnutzungserscheinungen.

Die Pblaze 4 genannte PCIe-SSD fasst mit 8 Terabyte mehr Daten als die meisten Festplatten. Diese werden mit 4,5 GByte pro Sekunde gelesen - die Leistungsaufnahme ist entsprechend hoch.

Nicht nur Samsung kann 3D-NAND, sondern auch Intel. Trotz zwei statt drei Bit pro Zelle erreicht der Hersteller die doppelte Kapazität. Bald sollen 48-GByte-Chips und SSDs mit mehr als 10 TByte erscheinen.

Nicht nur SSDs der Serie 840 Evo, sondern auch Laufwerke der Serie 840 ohne Namenszusatz können mit der Zeit langsamer werden. Samsung hat dieses Problem nun bestätigt und will für die Geräte eine Lösung bereitstellen.

Bisher hatte Samsung die schnellste SSD für die M.2-Schnittstelle, nun Liteon: Die EP1 Serie bietet eine Lesegeschwindigkeit von 1,5 und eine Schreibgeschwindigkeit von 1,2 GByte pro Sekunde.

Bisher hat Samsung nur die 850 Pro veröffentlicht, demnächst dürfte die 850 Evo folgen. Das SSD ist kaum langsamer und basiert ebenfalls auf V-NAND, kostet aber deutlich weniger.

Samsung hat ein Firmware-Update für SSDs der Serie 840 Evo veröffentlicht. Dieses verbessert die Lesegeschwindigkeit bei schon lange auf dem Laufwerk gespeicherten Daten drastisch.

Als erster Hersteller hat Samsung angekündigt, 3-Bit-Flash-Speicher mit gestapelten Zellschichten in Serie zu fertigen. 3D-NAND erhöht die Kapazität pro Speicherchip und macht die Produktion günstiger.

Samsung hat die SM1715 für Enterprise-Server vorgestellt. Die PCIe-SSD nutzt NVM Express und bietet durch ihren gestapelten V-NAND doppelt so viel Speicherplatz wie ihr Vorgänger.

SSDs der Serie 840 Evo von Samsung können beim Lesen von älteren Dateien sehr langsam werden. Der Hersteller arbeitet an einer Lösung, Mitte Oktober 2014 soll eine neue Firmware das Problem beheben.

Kleiner als eine Tafel Rittersport-Schokolade und dabei größer und flotter als die meisten USB-Sticks: Angelbirds SSD2Go Pocket ist eine der schnellsten portablen USB-3.0-SSDs am Markt.

Ifa 2014 Samsung will seine SSD-Serie in einem Gehäuse bald auch als externe Lösung anbieten. Der Konzern führte bereits einen Prototyp vor, der nahe an der Grenze von USB 3.0 arbeitet.

Nicht mehr nur Prozessoren, Grafikkarten und DRAM-Module bietet AMD nun an, auch SSDs gehören jetzt zum Programm. Die Laufwerke stammen von der Toshiba-Tochter OCZ und ordnen sich zwischen zwei anderen Produktlinien ein, insbesondere bei der Garantie.

Der Griffin genannte Sandforce-Controller SF3700 mit PCIe-Anbindung für Solid State Drives verzögert sich: LSI hat den Controller überarbeitet und liefert ihn im B0-statt im A1-Stepping aus.

In Seoul hat Samsung erste Benchmarks seiner zweiten Generation von SSDs mit dem Protokoll NVMe vorgeführt. Die bisher für Server vorgesehenen Laufwerke lesen deutlich schneller als PC-SSDs mit M.2-Schnittstelle und schreiben etwas langsamer.

Das Zirpen, das einige Tester bei der SSD 850 Pro von Samsung wahrgenommen haben, liegt an einer Vibrationsübertragung auf das Gehäuse. Der Hersteller hat darum die Serienproduktion der SSD verschoben, dennoch sollen die Laufwerke pünktlich erscheinen.

Mit V-NAND ein neuer Flash-Speichertyp, lange Garantie und recht hohe Preise: Samsung will mit der neuen SSD-Serie 850 Pro den Maßstab setzen. Das gelingt bis auf einige Anfangsschwierigkeiten auch, die Samsung bis zum Marktstart beheben sollte.

Der seit Monaten laufende Test von Techreport nähert sich seinem Ende: Drei von sechs 2,5-Zoll-SSDs sind defekt. Zuvor wurden alle Laufwerke kontinuierlich beschrieben und gelöscht, alle erreichten 700 Terabyte. Das ist weit mehr, als die Hersteller den Geräten selbst zutrauen.

Der Spezialist für sehr schnelle SSDs auf PCI-Express-Karten, Fusion-IO, ist Sandisk 1,1 Milliarden US-Dollar wert. Beide Unternehmen haben sich bereits auf die Übernahme geeinigt, nur die Wettbewerbsschützer müssen noch zustimmen.

Wenn SSD-Samples mit einem anderen Controller ausgestattet sind als manche Endkundenversionen, und der Hersteller zugleich betont, die minimalen Geschwindigkeiten würden doch erreicht, aber nur die maximalen angibt, dann fühlen sich einige Kunden veräppelt.