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SSD: WD Blue 3D ist sparsamer und kommt mit 2 TByte

Computex 2017
Western Digital stattet seine Blue 3D genannten SSDs mit geschichtetem Flash-Speicher aus. Dadurch sinkt die Leistungsaufnahme deutlich und die Kapazität verdoppelt sich. Das gleiche Modell wird auch als Sandisk Ultra III 3D verkauft.
/ Marc Sauter
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WD Blue 3D als 2,5-Zoll-Variante (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
WD Blue 3D als 2,5-Zoll-Variante Bild: Marc Sauter/Golem.de

Western Digital hat auf der Komponentenmesse Computex 2017 neue SSDs vorgestellt: die Sandisk Ultra III 3D und die WD Blue 3D. Die beiden Modellreihen nutzen den aktuellen 3D-Flash-Speicher des Unternehmens (Flash Forward), der 64 Schichten mit je 3 Bit pro Zelle (TLC) aufweist. Der Vorteil der Technik ist eine höhere Kapazität sowie eine deutlich geringere Leistungsaufnahme.

WD zeigt die Blue 3D SSD
WD zeigt die Blue 3D SSD (00:55)

Der Hersteller erläuterte, dass sich 3D-NAND-Flash erst ab einer gewissen Speicherdichte lohnen würde, was der Grund dafür sei, dass Western Digital den 3D-Markt erst so spät betrete. Verglichen mit den bisherigen WD Blue , die weitestgehend den X400-SDDs der Sandisk-Tochter entsprechen, unterscheiden sich die neuen WD Blue 3D hinsichtlich der Geschwindigkeit nicht. Sie nutzen die Sata-6-GBit/s-Schnittstelle und den gleichen Controller wie bisher. Lesend und schreiben (mit Pseudo-SLC-Puffer) reizen die WD Blue 3D das Interface weitestgehend aus.

Allerdings sorgt der neue 3D-Flash-Speicher vor allem bei sequenzieller Schreiblast für eine um etwa 30 Prozent verringerte Leistungsaufnahme, beim Lesen von Daten fällt die Differenz laut Western Digital wie erwartet nur marginal aus. Die maximale Kapazität steigt dank 256 GBit pro Die von 1 TByte auf 2 TByte. Selbst die einseitig bestückte M.2-2280-Variante ist in dieser Größe verfügbar. Die Sandisk Ultra III 3D hingegen soll nur als 2,5-Zoll-Laufwerk erhältlich sein.

Die WD Blue 3D und die Sandisk Ultra III 3D unterscheiden sich laut Western Digital einzig durch die Sticker. Neu ist, dass die WD- statt die Sandisk-Modelle in den Channel gehen, also etwa an Ultrabook-Hersteller geliefert werden.

Beide Modellreihen sollen ab dem dritten Quartal 2017 verkauft werden und weisen eine Garantie von drei Jahren auf. Die erscheinen mit Kapazitäten von 250 GByte bis 2 TByte und orientieren sich preislich an ihren Vorgängern.


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