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PC: Geld für Intel Inside wird stark gekürzt

Intel Inside steht auf nahezu jedem Computer im Elektronikfachgeschäft. Allerdings sollen die Mittel für das Marketing-Programm jetzt stark eingeschränkt werden. Damit steht weniger Geld und Anreiz für Partner zur Verfügung. Die Kürzung könnte große Auswirkungen auf die Preise von PCs haben.
/ Oliver Nickel
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Der Intel-Inside-Sticker ist auf vielen Geräten zu sehen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)
Der Intel-Inside-Sticker ist auf vielen Geräten zu sehen. Bild: Oliver Nickel/Golem.de

Sparmaßnahmen beim Chiphersteller Intel machen sich jetzt beim Intel-Inside-Programm(öffnet im neuen Fenster) bemerkbar. Das Unternehmen will laut Quellen des Nachrichtennetzwerks CRN(öffnet im neuen Fenster) zwischen 40 und 60 Prozent des zugewiesenen Budgets kürzen. Das Geld soll demnach in andere Businessteile fließen, die nicht Marketing und Client-PCs im Fokus haben. Ein profitierender Bereich ist die Enterprise- und Serversparte mit dem Schwerpunkt auf Daten- statt Rechenkapazitäten.

Intel Inside Werbespot 1995
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Das könnte eine Reaktion auf die Verdopplung der Ausgaben des Konkurrenten Samsung in die Halbleitersparte sein. Intel steht mit seinen SSDs den M.2- und SATA-Modellen der Südkoreaner gegenüber.

Allerdings soll das eigentliche Partnerprogramm Intel Inside nicht abgeschafft werden. Intel spricht davon, dass die Marke weiterhin "ein wichtiges Symbol der Leistung und Qualität" bleibt. Die Änderungen daran sollen den Kunden – in diesem Fall Drittherstellern – effizienter helfen, heißt es.

Gemeint sind damit die Geldmittel, die Intel seinen Partnern im Rahmen des Intel-Inside-Programms zur Verfügung stellt, damit diese Intel-Prozessoren und andere Intel-Hardware in ihre Komplettsysteme einbauen und die Marke Intel Inside auf ihren Produkten sichtbar machen. Das Programm besteht bereits seit dem Jahr 1991 und förderte die jetzige Marktposition des Unternehmens.

"Die Sorte Dreck, der von oben herunterrollt"

Der anonymsierte Geschäftsführer eines Intel-Partners sieht das laut CRN nicht ganz so positiv. "Das wird höchstwahrscheinlich in einer Preissteigerung bei Komplettsystemen resultieren", sagt er. Steigende Komponentenpreise werden wohl zusätzlich zu diesem Effekt beitragen. Für den Chef sind Kürzungen wie diese von einem Unternehmen, das in der Client- und Serverprozessorsparte knapp 90 Prozent Markanteil hat, "die Sorte Dreck, der von oben herunterrollt".

Für den Konkurrenten AMD und seine Ryzen-Prozessoren könnte das jedoch eine Gelegenheit sein, die eigene Marktposition im PC-Bereich auszubauen.


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