Die promovierte Physikerin Angela Merkel gibt zu, "auf Abwege" von der Technik geraten zu sein. Dann legt sie aber los und erklärt die wichtigsten Seekabel und Internetknoten.
Das US-Justizministerium will ein fast fertig gebautes Seekabel zwischen Los Angeles und Hongkong blockieren, weil die chinesische Dr. Peng Telecom & Media Group beteiligt ist. Doch auch Google und Facebook investieren Millionen US-Dollar.
Das Equiano-Seekabel von Google wird einen Abzweig an die Insel St. Helena machen. Doch die Kapazität übersteigt den Eigenbedarf bei weitem, weshalb die Saints zahlende Mitbenutzer suchen: Satellitenbetreiber.
Huawei beabsichtigt, seinen Seekabel-Bereich an einen chinesischen Konzern zu verkaufen. Der geplante Verkauf dürfte eine Reaktion auf das US-Handelsembargo sein.
Ein erstes Seekabel wird Portugal und Brasilien mit 72 TBit/s verbinden. Ellalink wird mit rund 26,5 Millionen Euro von der Europäischen Kommission finanziert.
Ein direktes Seekabel zwischen Afrika und Südamerika hat Huawei Marine Networks errichtet. Das soll international zu besseren Datenverbindungen führen.
Die Telekom wird die Fraueninsel im Chiemsee mit FTTH per Seekabel ausstatten. Die 300 Bewohner erhalten gegenwärtig nur 3 bis 5 MBit/s per LTE, bei Richtfunk sollen 19 bis 20 MBit/s möglich sein.
Nokia hat seine Signalprozessoren vorgestellt, die die Leistung in Glasfasernetzen um bis zu 65 Prozent erhöhen sollen. Zum Einsatz kommt die neue Technologie Probabilistic Constellation Shaping (PCS).
Von den drei neuen Seekabeln, die Google errichtet, wird auch eines nach Europa führen. Der Konzern erklärte, dass ihm der Bau solcher Infrastrukturprojekte aufgezwungen werde.
Zwei Seekabel-Betreiber bringen ihre Glasfaser zusammen, um eine schnelle Verbindung zwischen USA und Indien zu bieten, die über Südafrika, Mauritius und Brasilien verläuft.
Die Briten essen gern dänischen Speck zum Frühstück. In einigen Jahren können sie ihn mit dänischem Strom rösten. Ein neues Unterwasserstromkabel soll das möglich machen.
Um sich vor Ausfällen bei Naturkatastrophen zu schützen und die Bandbreite über den Atlantik zu erhöhen, haben Microsoft und Facebook ein Seekabel verlegt. Das soll auch der Entwicklung von Cloud-Diensten zugute kommen.
Windstrom von der Ostsee: Ab kommendem Jahr sollen zwei große Windparks vor Rügen in Betrieb genommen werden. Das erste von drei Kabeln, durch die der Strom an Land fließen soll, ist fertig.
Google investiert erneut in Seekabel. Mit dem neuen Projekt ist der Konzern bereits an sieben Projekten beteiligt. Errichtet wird das Seekabel von Alcatel Submarine Networks.
Facebook und Nokia haben ein Seekabel zwischen New York und Irland bis zum physikalischen Limit ausgereizt. Künftig soll pro Faser eine Datenrate von 32 TBit/s erreicht werden.
Mit Probalistic Constellation Shaping (PCS) will Alcatel-Lucent Submarine Networks einen Rekord über eine Glasfaser eines Seekabels aufgestellt haben. Zuvor war die Telekom an einem Test dazu beteiligt.
Microsoft und Facebook finanzieren ein neues Seekabel mit sehr hoher Kapazität, das von den USA nach Spanien führt. Solche Projekte kosten über 200 Millionen US-Dollar.
Finnland und Deutschland sollen näher zusammenwachsen - mit Hilfe einer schnellen Unterwasser-Glasfaserverbindung in der Ostsee. Die Kapazität entspricht der von einer Milliarde ISDN-Anschlüssen. Die Leitung ist in Frankfurt und Helsinki eröffnet worden.
Ein finnisches Unternehmen legt von Helsinki in Finnland nach Rostock das Seekabel Sea Lion, das aus acht Paaren optischem Glasfaserkabel besteht. Das Kabel ist 1.170 Kilometer lang und wiegt 3.355 Tonnen.
Mit neuer Technik will Alcatel-Lucent die Übertragungskapazität eines Seekabels erhöht haben. Dabei sei neue Spektral-Technik zum Einsatz gekommen, die ein flexibles WDM-Raster und multiple Modulationsverfahren umfasst.
Microsoft ist der erste Kunde des Seekabels America Europe Connect (AEConnect), das als Besonderheit durchgehend 100 GBit/s bietet. Microsoft investiert auch stark in Dark Fiber.
Ein neues Gleichstromhochspannungskabel zwischen Norwegen und Dänemark soll den Austausch von Strom aus erneuerbaren Quellen zwischen beiden Ländern verbessern: Norwegen speichert dänischen Windstrom als Wasserkraft. Deutschland und Großbritannien werden an das System angeschlossen.
Google baut weiter an eigener Infrastruktur für die Datenübertragung: Das Unternehmen beteiligt sich an einem Unterseekabel von den USA nach Brasilien. Es ist nicht das erste Projekt dieser Art, bei dem Google mitmacht.
Google investiert 600 Millionen Euro in ein neues Rechenzentrum in den Niederlanden. Laut Medienberichten soll es auf einer Fläche von 44 Hektar oder 440.000 Quadratmeter stehen.
Ein Google-Manager erzählt, dass das Tiefseekabel von den USA nach Asien extra verstärkt wird, um es vor den Bissen von Haien zu schützen. Warum die Tiere in die Glasfaserkabel beißen, ist unklar.
Google will laut einem Bericht Millionen US-Dollar für eine Beteiligung an einem nicht-öffentlichen Seekabel ausgeben. Nach eigenen Angaben transportiert der Internetkonzern die Daten zwischen seinen Rechenzentren über sein privates B4-Netzwerk - angeblich größere Datenvolumen als im öffentlichen Internet.
Der Datenverkehr zwischen den USA und Europa war gestört. Laut Seekabel-Betreiber Telia ging ein Update schief, ein größeres Content Delivery Network hat eine andere Erklärung.
Die NSA lauscht auch auf einem Unterseekabel mit, das Europa, Nordafrika und Asien verbindet, berichtet der Spiegel. Dazu wurde eine Website der Betreiberfirmen gehackt.
Japan hat sich geweigert, die Tiefseekabel anzuzapfen, die Daten und Telefonate über den Pazifik transportieren. Die NSA hatte darum gebeten. Der Grund: Es verstoße gegen japanisches Recht.
Im Hafen von Alexandria sind drei Männer festgenommen worden, die dabei waren, ein Internet-Seekabel zu durchtrennen. Erst vor wenigen Tagen wurde vor der Nordküste Ägyptens das Seekabel von Seacom an mehreren Stellen zerstört.
Das Glasfaserkabel von Seacom, das Afrika mit Europa und Asien verbindet, ist vor der Küste von Ägypten schwer beschädigt worden. Die Reparaturarbeiten am Seekabel sind angelaufen.
Kim Dotcom braucht eine höhere Datenrate für seinen Filesharing-Dienst Me.ga und will darum ein zweites Tiefseekabel für Neuseeland bauen. Bei der Finanzierung soll eine Klage gegen die US-Filmindustrie helfen.
Viele stellen sich das Netz als eine Art waberndes elektronisches Sonnensystem vor, schreibt der New Yorker Journalist Andrew Blum. Für sein Buch Kabelsalat ist er deshalb dorthin gereist, wo sich das Internet anfassen lässt. Ein Auszug.
Facebook wird sich an dem Konsortium beteiligen, das seine Seekabel von Malaysia nach Südkorea und Japan baut. Außer Facebook sind nur Telekommunikationskonzerne in dem Konsortium.
Eine Schiffsbesatzung, die vor der kenianischen Hafenstadt Mombasa Anker geworfen hat, hat schwere Probleme für Internet und Telekommunikation in Ostafrika verursacht: Der Anker hat zwei Seekabel beschädigt - über die auch der Datenverkehr von zuvor beschädigten Kabeln umgeleitet wurde.
Das Erdbeben vor der japanischen Küste hat eine Reihe von Unterseekabeln in Mitleidenschaft gezogen und so den Datenverkehr verlangsamt. Komplettausfälle gab es jedoch nicht, da die meisten Landepunkte im Süden Japans liegen.
Kuba wird erstmals an das weltweite Glasfasernetzwerk angeschlossen. Das Unterseekabel wird über 1.602 Kilometer aus Venezuela gelegt. Die USA blockieren den Zugang von Florida. Von dort aus müssten nur 144 Kilometer überbrückt werden.