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Auch beim Verlegen von Glasfaserkabeln ist manchmal Handarbeit angesagt.
Auch beim Verlegen von Glasfaserkabeln ist manchmal Handarbeit angesagt. (Bild: Cinia)

Northern Digital Highway: 1 Milliarde ISDN-Leitungen in der Ostsee

Auch beim Verlegen von Glasfaserkabeln ist manchmal Handarbeit angesagt.
Auch beim Verlegen von Glasfaserkabeln ist manchmal Handarbeit angesagt. (Bild: Cinia)

Finnland und Deutschland sollen näher zusammenwachsen - mit Hilfe einer schnellen Unterwasser-Glasfaserverbindung in der Ostsee. Die Kapazität entspricht der von einer Milliarde ISDN-Anschlüssen. Die Leitung ist in Frankfurt und Helsinki eröffnet worden.
Von Hauke Gierow

Das finnische Unternehmen Cinia Group hat ein neues Glasfaser-Seekabel in Betrieb genommen, das Skandinavien schneller an das europäische Festland anbinden soll. Kernstück der Verbindung ist eine rund 1.200 Kilometer lange Glasfaserleitung mit dem Namen C-Lion1, die zwischen Helsinki und Rostock in der Ostsee verlegt wurde. Erste Kunden der neuen Leitung mit einer Gesamtkapazität von 114 TBit/s sind dem Internet Service Provider zufolge Finanzinstitute und der deutsche Hoster Hetzner, der in Finnland ein neues Datencenter in Betrieb nimmt.

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Das Northern Digital Highway genannte Projekt wurde seit 2014 geplant und in rund 14 Monaten realisiert. Zur Eröffnung der neuen Leitung, die zeitgleich in Frankfurt und Helsinki zelebriert wurde, sagte Brigitte Zypries (SPD), Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft und Energie: "Da sind wir schon ein bisschen neidisch auf die Geschwindigkeit, mit der das geplant und umgesetzt wurde."

Das Kabel besteht aus acht einzelnen Glasfasern, die nach Angaben von Cinia jeweils über eine Kapazität von bis zu 18 TBit/s verfügen. Insgesamt wird damit ein maximaler Datendurchsatz von 114 TBit/s erzielt. "Das entspricht der Kapazität von etwa einer Milliarde ISDN-Leitungen", sagte Cine-Vizepräsident Jukka-Pekka Joensuu Golem.de. "Jeder finnische Internetnutzer könnte bei der Gesamtkapazität der Leitung mit 5 MBit/s angebunden werden." Das Kabel überbiete die maximale Transferrate eines üblichen transatlantischen Unterseekabels. Die Leitung wurde in einem Stück von der französischen Firma Alcatel-Lucent in Frankreich gefertigt, das Absenken mit einem Spezialschiff dauerte ungefähr vier Monate.

Round-Trip-Zeit von 20 Millisekunden

Laut Cinia beträgt die Round-Trip-Geschwindigkeit zwischen Helsinki und Frankfurt 20 Millisekunden. In Frankfurt endet die Verbindung am Internetknotenpunkt DE-CIX. Für die Festlandverbindung zwischen Rostock und Frankfurt wurden Leitungen des Anbieters Gasnet zugekauft. Die gesamten Investitionskosten gab das Unternehmen mit rund 100 Millionen Euro an.

Die finnische Regierung hat das Projekt administrativ und finanziell unterstützt und sieht die Verbindung als wesentlichen Beitrag des digitalen Binnenmarktes innerhalb der EU. Sie verspricht sich neue Ansiedlungen von IT-Unternehmen, insbesondere Rechenzentren. Für Finnland spreche, dass die Stromkosten im europäischen Vergleich die geringsten seien, außerdem seien die Kosten für Grundstücke niedriger als in attraktiven Lagen in Deutschland.

Der deutsche Hoster Hetzner soll für die Synchronisation seiner Datencenter in Deutschland und Finnland die Kapazität von einer der acht Leitungen eingekauft und sich auch an den Investitionen beteiligt haben.


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backdoor.trojan 21. Mai 2016

Kalt und viel Strom :D Perfekt also für ein Rechenzentrum

backdoor.trojan 21. Mai 2016

Das war auch schon lange bekannt: https://www.hetzner.de/de/hosting/news/hetzner-feiert...

munit1 20. Mai 2016

Als ich den facebookpost("So ein Kabel hätten wir auch gerne Zuhause!" gesehen habe, habe...

Perrderr 20. Mai 2016

Das wird nichts.

Golressy 20. Mai 2016

Ich frag mich aber trotzdem gerade, wie schnell eigentlich eine ISDN-Leitung ist. Echte...



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