Internet Governance Forum: Merkel gesteht rudimentäres Verständnis von Technik
Bundeskanzlerin Angela Merkel bekannte in ihrer Eröffnungsrede(öffnet im neuen Fenster) des diesjährigen Internet Governance Forum (IGF), dass sie nur noch "rudimentär etwas von Technik" verstehe. Es sei so, wie der UN-Generalsekretär António Guterres es gesagt habe: "Er war Elektroingenieur und ich war Physikerin, bevor wir auf Abwege geraten sind; das ist richtig. Aber vielleicht ist ja für die technischen Entwicklungen unserer Zeit die Tatsache, dass es ein paar Politiker gibt, die auch etwas von Technik verstehen – auch wenn in meinem Falle nur noch rudimentär; bei António ist es sicherlich anders -, doch etwas Gutes, um die Welt miteinander gut zu verstehen".
Doch so selbstverständlich, wie das Internet rund um die Uhr genutzt werde, spielten in technischer Hinsicht räumliche Entfernungen, die zum Beispiel durch ein weltweites Netz von Seekabeln überbrückt werden müssten, doch noch eine Rolle, erklärte Merkel. "Ein Großteil der Datenverbindungen zwischen Nord- und Südamerika fließt über den Anlandepunkt im brasilianischen Fortaleza. Der Datenverkehr zwischen Europa und Asien verläuft durch Unterseekabel im Suezkanal. In Singapur kommt ein ganzes Cluster an Kabeln an, die den asiatisch-pazifischen Raum verbinden."
Ein anderes Beispiel seien die Internetknotenpunkte, drei der größten lägen in Europa: in Frankfurt, in Amsterdam und in London. "Sie werden uns selbst dann verbinden, wenn das Vereinigte Königreich aus der Europäischen Union ausgetreten ist", betonte Merkel.
Diese gemeinsame Internetinfrastruktur sei ein Herzstück der globalen Wirtschaft geworden mit zentraler Bedeutung für Entwicklung und Innovation weltweit. "Milliarden Menschen können ihre Ansichten und Vorstellungen im Internet kundtun", sagte die Kanzlerin.
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