Probalistic Constellation Shaping: Nokia will Datenratenrekord über Seekabel aufgestellt haben

Mit Probalistic Constellation Shaping (PCS) will Alcatel-Lucent Submarine Networks einen Rekord über eine Glasfaser eines Seekabels aufgestellt haben. Zuvor war die Telekom an einem Test dazu beteiligt.

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Laborversuch mit langem Seekabel
Laborversuch mit langem Seekabel (Bild: Alcatel-Lucent Submarine Networks)

Nokia will einen neuen Rekord bei der Datenübertragung über Seekabel aufgestellt haben. Das gab das Unternehmen bekannt. Alcatel-Lucent Submarine Networks und Nokia Bell Labs haben auf einer 6.600 Kilometer langen einzelnen Glasfaser eine Datenübertragung von 65 TBit/s erzielt.

Im Labortest kam die neue Technologie Probalistic Constellation Shaping (PCS) aus den Bell Labs zum Einsatz. Dabei handelt es sich um einen neuen Modulationsansatz, mit dem sich in Glasfasernetzen eine größere Datenmenge über weitere Entfernungen übertragen lasse. Während herkömmliche Techniken alle Konstellationspunkte mit derselben Häufigkeit ansteuern, nutzt PCS ein abweichendes Verfahren. Konstellationspunkte mit großer Amplitude werden weniger häufig angesteuert. Dadurch ist die Datenübertragung weniger anfällig für Rauschen und andere Störquellen. Weiterhin können mit diesem Verfahren Sender und Empfänger auf veränderte Übertragungsbedingungen dynamisch reagieren.

Damit könne künftig die Übertragungskapazität von Seekabeln stark gesteigert werden. Marcus Weldon, President von Nokia Bell Labs und Chief Technologie Officer von Nokia, sagte: "Probabilistic Constellation Shaping erweitert die Beschränkung bisheriger Übertragungen, indem Modulationstechniken dramatisch verbessert werden, um die Leistung und Kapazität zu bieten, die die neue digitale Ära benötigt, um das Future-X-Netzwerk zu ermöglichen."

Die PCS-Technik, die das Quadrature-Amplitude-Modulation-Format (QAM) verwendet, kam bereits in einem Experiment über das Glasfasernetz der Deutschen Telekom im September 2016 zum Einsatz, wodurch eine Netto-Übertragungsrate von 1 TBit pro Sekunde in einem engen Wellenlängenband erreicht worden sei.

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