Bezeq

Alcatel-Lucent verlegt Seekabel von Israel nach Europa

Der Festnetzbetreiber Bezeq will seine Datenübertragungsraten nach Europa verbessern und hat Alcatel-Lucent mit dem Verlegen eines neuen, fast 2.300 Kilometer langen Seekabels beauftragt.

Artikel veröffentlicht am ,
Verlegearbeiten von Alcatel-Lucent
Verlegearbeiten von Alcatel-Lucent

Alcatel-Lucent verlegt für den israelischen Festnetzbetreiber Bezeq ein Seekabel zwischen Europa und Israel. Das Kabel werde über eine Strecke von 2.297 Kilometern von Tel Aviv nach Italien und dann weiter über Land gezogen, gaben die Partner am 18. November 2010 in Tel Aviv bekannt. Bezeq will damit unabhängiger von Leasingleistungen anderer Festnetzbetreiber werden und seinen privaten und Geschäftskunden höhere Datenübertragungsraten bieten. Zum finanziellen Volumen des Vertrags wurden keine Angaben gemacht.

Bis zum Jahresende 2010 soll es in Israel über fünf Millionen Internetnutzer über Mobilfunk und Festnetz geben. 1,5 Millionen verfügen über einen Netzzugang von Bezeq. Bezeq-International-Chef Isaac Benbenisti sagte, mit Alcatel-Lucents Technologie seien "hohe Datentransferraten zu bezahlbaren Preisen möglich". Bei Bezeq International hat der Konzern sein Internetgeschäft und die internationale Telekommunikation zusammengefasst. Alcatel-Lucent ist ein französisch-amerikanisches Gemeinschaftsunternehmen. Alcatel-Lucent-Sprecherin Francesca Cazzaniga sagte Golem.de: "Das System soll nach unseren Erwartungen im zweiten Quartal 2012 einsatzbereit sein."

Bei dem europäischen Rechenzentrumsbetreiber Interxion hatte Bezeq International im März 2010 weitere Flächen für seine Auslandskunden angemietet. Der Telekommunikationskonzern bezog bereits seit 2006 in Interxions Frankfurter Rechenzentrum FRA3 Kapazitäten, um dort seinen europäischen Verkehr zu terminieren und die internationalen Services auszuweiten. Die Ausweitung im März erfolgte in dem Rechenzentrum FRA5.

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