• IT-Karriere:
  • Services:

Seekabel: Huawei will Konzernbereich verkaufen

Huawei beabsichtigt, seinen Seekabel-Bereich an einen chinesischen Konzern zu verkaufen. Der geplante Verkauf dürfte eine Reaktion auf das US-Handelsembargo sein.

Artikel veröffentlicht am ,
Huawei Marine ist Teil von 90 Projekten weltweit
Huawei Marine ist Teil von 90 Projekten weltweit (Bild: Huawei Marine Systems)

Huawei Technologies plant, sein Seekabelgeschäft zu verkaufen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine Börsenmitteilung von Hengtong Optic-Electric in Schanghai. Angaben zum Kaufpreis wurden in der Absichtserklärung nicht gemacht.

Stellenmarkt
  1. Circlon | group, Göttingen, Lübeck
  2. Bezirkskliniken Mittelfranken, Erlangen bei Nürnberg, Engelthal bei Nürnberg

Huawei hat den Bericht nicht kommentiert. "Wir bestätigen oder dementieren das derzeit nicht", sagte Huawei-Sprecher Patrick Berger Golem.de auf Anfrage. Hengtong Optic-Electric, ein in der Provinz Jiangsu ansässiges Unternehmen für optische Telekommunikationsnetzwerkprodukte, teilte an der Shanghai Stock Exchange mit, dass es am 31. Mai eine Absichtserklärung mit der Huawei Technologies-Tochtergesellschaft Huawei Tech Investment zum Kauf ihrer 51 Prozent an Huawei Marine Systems unterzeichnet habe.

Huawei Marine: Joint Venture mit der britischen Global Marine

Mit einem am 15. Mai 2019 erlassenen Dekret hatte US-Präsident Donald Trump den nationalen Notstand für die Telekommunikation erklärt. Das US-Handelsministerium kündigte an, alle Geschäfte zu unterbinden, die ein Risiko für die USA darstellten und setzte Huawei auf eine schwarze Liste, die sogenannte Entity List. Die Anordnung ist für 90 Tage ausgesetzt. Belege für die vermeintliche Sicherheitsbedrohung wurden nie vorgelegt. Im März zitierte das Wall Street Journal US-Sicherheitskreise mit der Aussage, das vermutete Risiko beziehe sich auf Unterseekabel, die von Huawei Marine gebaut wurden.

Der Markt für Seekabel wird von der US-amerikanischen SubCom, der japanischen NEC und der europäischen Nokia-Tochter Alcatel-Lucent dominiert. Huawei konnte aber stetig Marktanteile hinzugewinnen, seit Huawei Marine im Jahr 2008 als Joint Venture mit der britischen Global Marine gegründet wurde.

Huawei Marine ist Teil von 90 Projekten weltweit und hat 50.361 Kilometer Kabel gebaut, darunter ein 6.000 Kilometer langes Seekabel, das Afrika und Südamerika verbindet und im September vergangenen Jahres fertiggestellt wurde.

Laut dem Jahresbericht von Huawei Technologies erzielte der Konzernbereich im Jahr 2018 einen Nettogewinn von 115 Millionen Yuan (16,66 Millionen US-Dollar) bei einem Umsatz von 394 Millionen Yuan (57,06 Millionen US-Dollar). Im August 2018 erlangte Huawei die Mehrheit der Stimmrechte im Vorstand von Huawei Marine, wobei Global Marine eine 49-prozentige Beteiligung behielt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,44€
  2. 4,99€
  3. 1,99€
  4. (-62%) 7,50€

Keyuko 04. Jun 2019

Der große Bruder darf also sich alles erlauben :) Lächerliche Aktion mit Huawei. Sollen...

Aki-San 04. Jun 2019

Gibt es in den USA keine Erzieher für quengelige Kinder in Machtpositionen? Trump wirft...


Folgen Sie uns
       


iPhone 11 Pro Max - Test

Das neue iPhone 11 Pro Max ist das erste iPhone mit einer Dreifachkamera. Dass sich diese lohnt, zeigt unser Test.

iPhone 11 Pro Max - Test Video aufrufen
Confidential Computing: Vertrauen ist schlecht, Kontrolle besser
Confidential Computing
Vertrauen ist schlecht, Kontrolle besser

Die IT-Welt zieht in die Cloud und damit auf fremde Rechner. Beim Confidential Computing sollen Daten trotzdem während der Nutzung geschützt werden, und zwar durch die Hardware - keine gute Idee!
Ein IMHO von Sebastian Grüner

  1. Gaia-X Knoten in Altmaiers Cloud identifzieren sich eindeutig
  2. Gaia-X Altmaiers Cloud-Pläne bleiben weiter wolkig
  3. Cloud Ex-SAP-Chef McDermott will Servicenow stark expandieren

Ryzen 9 3950X im Test: AMDs konkurrenzlose 16 Kerne
Ryzen 9 3950X im Test
AMDs konkurrenzlose 16 Kerne

Der Ryzen 9 3950X ist vorerst die Krönung für den Sockel AM4: Die CPU rechnet schneller als alle anderen Mittelklasse-Chips, selbst Intels deutlich teurere Modelle mit 18 Kernen überholt das AMD-Modell locker.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Zen-CPUs AMD nennt konkrete Termine für Ryzen 3950X und Threadripper
  2. Castle Peak AMDs Threadripper v3 sollen am 19. November erscheinen
  3. OEM & China AMD bringt Ryzen 3900 und Ryzen 3500X

Indiegames-Rundschau: Der letzte Kampf des alten Cops
Indiegames-Rundschau
Der letzte Kampf des alten Cops

Rollenspiel deluxe mit einem abgehalfterten Polizisten in Disco Elysium, unmöglich-verdrehte Architektur in Manifold Garden und eine höllische Feier in Afterparty: Golem.de stellt die aktuellen Indiegames vor.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Killer trifft Gans
  2. Indiegames-Rundschau Überleben im Dschungel und tausend Tode im Dunkeln
  3. Indiegames-Rundschau Epische ASCII-Abenteuer und erlebnishungrige Astronauten

    •  /