Alba-1
Kuba bekommt Verbindung zum weltweiten Glasfasernetz
Kuba wird erstmals an das weltweite Glasfasernetzwerk angeschlossen. Das Unterseekabel wird über 1.602 Kilometer aus Venezuela gelegt. Die USA blockieren den Zugang von Florida. Von dort aus müssten nur 144 Kilometer überbrückt werden.
Kuba hat die Ankunft des Unterseekabels Alba-1 von Venezuela begrüßt. Das Land ist nicht an das internationale Glasfasernetz angeschlossen, weshalb die satellitengestützten Internetverbindungen sehr langsam und teuer sind.
Das 1.602 Kilometer lange Glasfaserkabel wird von Alcatel-Lucent Network im Auftrag des Staatenbundes Bolivarianische Allianz für Amerika (Alba) verlegt und kostet circa 70 Millionen US-Dollar. Kubas Minister für Information und Kommunikation, Medardo Diaz, sagte: Das Projekt "stärkt Kubas Souveränität" und "öffnet eine Lücke" in der wirtschaftlichen Blockade durch die USA. Ein Kabel nach Florida müsste nur 144 Kilometer lang sein. Das Unterseekabel werde "in den Dienst unseres Volkes gestellt als ein Werkzeug, um seine Entwicklung, Integration und Souveränität zu stärken", wenn es im Juli 2011 in Betrieb gehe, fügte Diaz hinzu.
Das Seekabel wurde von der venezolanischen Stadt Camuri über den Meeresboden nach Siboney im Osten Kubas verlegt. Die Projektleitung hat das kubanisch-venezolanische Gemeinschaftsunternehmen Telecommunications Gran Caribe, das die staatlichen Festnetzbetreiber der beiden Länder betreiben. Von Venezuela werde das Seekabel in den nächsten Wochen weiter nach Ocho Rios in Jamaika verlängert, sagte Waldo Reboredo, Vice President von Gran Caribe Telecommunications, der kubanischen Tageszeitung Granma. Wenn das Kabel angeschlossen sei, werde Kubas Datenübertragungsrate bis zu 3000-mal schneller. Das Kabel habe eine Kapazität von 640 Gigabyte, sagte Reboredo, ohne eine übliche Einheit wie Gigabyte pro Sekunde anzugeben.
Am Welttag gegen Internetzensur am 12. März 2010 listete die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG) Kuba (PDF) erneut als eines der zwölf Länder, die als Feinde des Internets gelten. Auf Kuba bestehe das nationale, staatlich streng kontrollierte Intranet nur aus Regierungswebsites. Nur wenige Menschen, nach offiziellen Angaben drei Prozent der Bevölkerung, haben eine Erlaubnis zum Zugang zum weltweiten Internet. Zugangspasswörter werden aber heimlich über den Schwarzmarkt verbreitet.
Für die Bevölkerung ist der sehr langsame Internetzugang mit 1,50 US-Dollar pro Stunde sehr teuer. Im Hotel werden 7 US-Dollar pro Stunde berechnet. Das durchschnittliche Monatseinkommen für Berufstätige lag 2008 nach offiziellen Angaben (XLS) bei 415 kubanischen Pesos (18 US-Dollar). Laut Gesetz steht in Kuba eine Haftstrafe von bis zu 20 Jahren auf das Posten von illegalen Inhalten auf ausländischen Websites. Der illegale Zugang zum Internet wird mit fünf Jahren Haft bestraft.
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Ach, die hoffen doch nur, dass die Kubaner auf die Barrikaden gehen, weil ihre Ebay...
schon wieder so ein verrückter spinner - wo kommt ihr eigentlich immer her?
Ach was. Die machen das ganz einfach in Washington an ihrem grossen Linksys-Router auf...
Lesen ist manchmal schwer, gelle? Es ging um IP-Addressen, nicht um die Regional TLD...