Thunderbird war bis Freitag für die E-Fail-Sicherheitslücke verwundbar, für Apple Mail gibt es bislang überhaupt kein Update. Vorläufig ist es empfehlenswert, HTML-Mails komplett zu deaktivieren.
Ein Subtext ist eine weitere, implizite Botschaft in einem expliziten Text. Das von New Yorker Wissenschaftlern entwickelte System Fontcode schafft einen anderen Subtext: Es versteckt eine Botschaft in einem Text, indem es Buchstaben modifiziert.
Ein Zusammenspiel von veralteten Verschlüsselungsmethoden und HTML-Mails erlaubt es in vielen Fällen, mit OpenPGP oder S/MIME verschlüsselte Nachrichten zu exfiltrieren. Bislang gibt es keine echten Fixes und nur unzureichende Workarounds.
Erneut haben Chrome-Erweiterungen zahlreiche Rechner infiziert. Sie führten Klickbetrug durch, kopierten Passwörter und schürften ohne Erlaubnis Kryptowährungen.
Ein fundamentales Sicherheitsproblem untergräbt die Sicherheit von verschlüsselten E-Mails, betroffen sind sowohl PGP als auch S/MIME. Die Details wurden noch nicht veröffentlicht. Die Electronic Frontier Foundation empfiehlt die Abschaltung im Mailprogramm.
Einer der schwerwiegendsten Fehler in der Geschichte der Kryptographie beschäftigte vor zehn Jahren Nutzer der Debian-Distribution. Wenn man danach sucht, findet man noch heute vereinzelt verwundbare Schlüssel.
Die aktuelle Version 60 Firefox bringt die Beschleunigung des Projekts Quantum auch auf die Variante mit Langzeitsupport und auf Android. Außerdem gibt es eine bessere Enterprise-Unterstützung, Web-Authentication und wieder Neuerungen in der Tab-Ansicht.
Bei Github wurden Passwörter versehentlich im Klartext gespeichert. Kurze Zeit später meldete Twitter ein ähnliches Problem. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass dadurch Nutzer gefährdet wurden. Trotzdem gingen die Firmen damit transparent um - richtig so!
Die mehr als 330 Millionen Nutzer von Twitter sollen ihr Passwort ändern: Wegen eines internen Sicherheitsfehlers wurden Passwörter im Klartext angelegt, Mitarbeiter des sozialen Netzwerks oder Hacker könnten sie abgegriffen haben.
Die von Google angekündigte Top-Level-Domain .app soll Apps und ihren Entwicklern eine Präsentationsplattform bieten, die einfach zu finden ist. Interessant ist, dass darauf gehostete Seiten HTTPS voraussetzen. Erste Partner gibt es schon.
Amazon geht künftig gegen das sogenannte Domain-Fronting zur Zensurumgehung vor. Der Anbieter drohte den Machern von Signal mit einer Sperrung der Dienste und will diese Technik bald grundsätzlich deaktivieren.
Whatsapp-Gründer Jan Koum will sich künftig lieber seinen luftgekühlten Porsches widmen, als sich mit Facebook über Datenschutz und strikte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung herumstreiten. Das lässt wenig Gutes für die Nutzer erwarten.
Um unabhängiger von ausländischen Lösungen zu werden, will die französische Regierung einen eigenen Kryptomessenger entwickeln. Klar ist jetzt: Das Projekt basiert auf dem offenen Matrix-Standard und den Riot-Apps. Die Mitbegründer sind davon begeistert.
Wissenschaftliche Dokumente und Dissertationen: Iranische Hacker haben Zugang zu Daten von mehreren deutschen wissenschaftlichen Instituten erhalten. Die Spur führt zum Mabna-Institut in Teheran - eine Einrichtung, die bereits öfter in den Medien auftauchte.
Die Steuerungsanlage der neuen Gondelbahn am Innsbrucker Patscherkofel ist ohne Sicherheitsmaßnahmen im Netz zu finden gewesen. Ein Angreifer hätte die Bahn aus der Ferne übernehmen können - trotzdem beschwichtigt der Hersteller.
Business-Kunden von Wire können künftig sichere Chats mit Kunden durchführen, ohne dass diese einen Account erstellen müssen. Die Funktion könnte für Ärzte, Rechtsanwälte oder Steuerberater interessant sein.
Um gegen Dokumentenfälschung und Kriminalität vorzugehen, will die EU-Kommission künftig verpflichtend Fingerabdrücke und andere biometrische Merkmale europaweit im Personalausweis festhalten. Oppositionspolitiker sehen die "Abkehr vom liberalen Rechtsstaat".
Nutzer in Russland können künftig nicht mehr über Telegram miteinander kommunizieren. Ein Gericht in Moskau setzt damit eine schon länger angedrohte Sperre um.
Unverschlüsselte Verbindungen von Android-Apps werden ab Android P automatisch abgewiesen. Ausnahmen von dieser Regel müssen explizit in den Netzwerkeinstellungen zugelassen werden.
Die Bundesregierung hat erläutert, wie das Bundeskriminalamt und die Zollverwaltung versuchen, Passwörter herauszufinden oder Verschlüsselung zu brechen.
Auf Twitter hat sich ein Nutzer bei T-Mobile Österreich darüber beschwert, dass dort offenbar Kundenpasswörter im Klartext gespeichert werden. Wir fanden ein weiteres gravierendes Sicherheitsproblem bei der Telekom-Tochter durch öffentlich zugängliche Git-Repositories mit Datenbankpasswörtern.
Um vor Ransomware und schädlichen Links zu schützen, verbessert Microsoft sein Office 365 und Onedrive mit Funktionen wie einer Datenwiederherstellung, passwortgeschützten Sharing-Links und verschlüsseltem E-Mail-Verkehr in der Cloud. Die Maßnahmen kommen nicht nur für Business-Konten.
Nach dem letzten Problem rund um die Klartextspeicherung von Passwörtern zu verschlüsselten APFS-Datenträgern stellt sich nach weiteren Untersuchungen heraus, dass die Passwörter mit 10.13.4 weiter lesbar sind. Die Passwörter verbleiben auch nach dem Patch in den Logs.
Apple hat mit 10.13.4 ein Update für MacOS High Sierra veröffentlicht, das zwar nach wie vor 32-Bit-Anwendungen ausführt, aber vor ihnen warnt, einen Chatkanal für Firmen eröffnet und Fehler behebt.
Aus einem Schreiben der Bundesrechtsanwaltskammer geht hervor, dass bei einem Sicherheitsaudit des BeA-Systems noch mehr Sicherheitslücken gefunden wurden. Die Sicherheitsüberprüfung soll Mitte Mai abgeschlossen sein und dann auch veröffentlicht werden.
Sofort patchen: Eine hochkritische Sicherheitlücke in Drupal ermöglicht Angreifern ohne Authentifizierung die Ausführung von Code. Auch einige nichtunterstütze Versionen bekommen ein Update.
Neue Nutzungsbedingungen für Microsofts Clouddienste sorgen derzeit für Aufregung. Es dürfen keine Inhalte mehr hochgeladen werden, die Nacktheit, Pornografie oder "offensive Sprache" enthalten. Microsoft könnte außerdem bei Skype-Gesprächen zuhören.
Das BSI hat für ein Projekt verschiedene Kryptobibliotheken untersuchen lassen, behält die Ergebnisse jedoch für sich. Golem.de liegt die Analyse mit vielen Details über die Bibliotheken NSS, LibreSSL und Botan dank des Informationsfreiheitsgesetzes vor, darf sie aber nicht veröffentlichen.
Wenn ein Anwalt per Elektronischem Gerichts- und Verwaltungspostfach (EGVP) eine Klage einreicht, reicht eine automatische Empfangsbestätigung aus, auch wenn die Daten aus technischen Gründen nicht ankommen. Die Bundesrechtsanwaltskammer empfiehlt aber trotzdem das Ausdrucken von Fehlermeldungen.
Troopers 2018 Ein Hersteller von Yacht-Vernetzungssystemen hat offenbar nicht auf die Sicherheit geachtet. So wurden Konfigurationsdateien mit Passwörtern über eine unverschlüsselte FTP-Verbindung übertragen.
Auf der IETF-Tagung in London ist TLS 1.3 beschlossen worden. In wenigen Wochen dürfte der Standard für Verschlüsselung im Web dann auch als RFC erscheinen.
Update Der umstrittene Messenger Telegram soll den russischen Behörden seine Verschlüsselung offenlegen. Experten warnen allerdings ohnehin vor der Nutzung der Software.
Die neue Version 1.14.0 des Multimedia-Frameworks Gstreamer unterstützt nicht nur WebRTC, sondern auch zahlreiche neue Codecs wie AV1 und die Protokolle RTSP 2.0 und SRT. Auch die Rust-Bindings hat das Team verbessert.
Das besondere elektronische Anwaltspostfach (BeA) lässt weiter auf sich warten. Jetzt fordern Anwälte, dass das System nur mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung online gehen darf - und wollen das auch einklagen.
Über eine bezahlte Studie haben Nutzer eine App installiert, welche die Daten ihrer Facebook-Profile und die der Facebook-Kontakte sammelte. Ein Analysetool konnte dann ihre Vorlieben und Ängste vorhersehen. Trump konnte das wohl zu seinem Vorteil nutzen. Ein Gründer von Cambridge Analytica verriet Details.
Nach der Ankündigung im vergangenen Jahr und einigen Verzögerungen hat die Zertifizierungsstelle Let's Encrypt damit begonnen, Wildcard-Zertifikate zu vergeben. Das geht aber nur mit Version 2 des ACME-Protokolls.
Ein Problem in der Browser-Extension des eigenen Passwortmanagers ist für den Hersteller Keeper nur eine "potentielle" Sicherheitslücke - ein Begriff, der so nicht existiert. Sicherheitsforscher haben außerdem ein neues Problem bei Keeper Security entdeckt.
Die Webseiten der Arbeitsagentur waren für den ROBOT-Angriff auf TLS verwundbar. Damit hätte ein Angreifer Datenverkehr entschlüsseln können. Verantwortlich dafür waren vermutlich uralte Cisco-Loadbalancer.
Das Librem 5 von Purism soll eine alltagstaugliche Verschlüsselung auf Basis von GPG bekommen. Dazu arbeitet das Projekt mit Werner Koch zusammen. Die Verschlüsselung wird per Smartcard implementiert.
Flugkarte und Ausweis müssen Passagiere der British Airways an einigen Flughäfen in den USA am Gate nicht mehr vorzeigen. Stattdessen scannt die Fluglinie ihre Gesichter. Die Biometrie soll die Abfertigung effizienter machen.
Update Besitzer von Rift müssen momentan mit der Echtwelt vorliebnehmen: Das VR-Headset ist wegen eines abgelaufenen Zertifikats unbenutzbar. Für Hersteller Oculus VR kommt das Problem zur Unzeit.
Facebook wird künftig alle Links auf der Plattform automatisch auf HTTPS umstellen, wenn dies möglich ist. Dafür nutzt das Unternehmen HTTP Strict Transport Security auf innovative Weise.
Der Zertifikatsverkäufer Trustico hat ein paar noch gravierendere Sicherheitsprobleme. Auf der Webseite fand sich eine triviale Script-Injection, mit der man Code mit Root-Rechten ausführen konnte.
Der Zertifikatsreseller Trustico bittet aus unklaren Gründen darum, dass 50.000 Zertifikate zurückgezogen werden. Zu knapp der Hälfte davon besaß Trustico offenbar die privaten Schlüssel - die ein Zertifikatshändler eigentlich nie haben sollte.
Die Laptops von Purism legen einen Fokus auf Sicherheit und freie Software. So deaktiviert der Hersteller auf seinen Geräten unter anderem Intels Management Engine und nutzt die freie Firmware Coreboot. Künftig integriert die Firma auch die TPM-Firmware Heads.
Das Startup Zifra aus Göteborg will erreichen, was Kamerahersteller seit Jahren verweigern: die verschlüsselte Speicherung von Bildern und Videos auf dem Gerät. Wir haben mit den Unternehmensgründern über ihre Pläne und die weitere Entwicklung gesprochen.
Wie werden die Informationen auf dem RFID-Chip im Reisepass auf Richtigkeit überprüft? In den USA bislang offenbar gar nicht, wie zwei Senatoren schreiben.
Bei HaveIBeenPwned können Nutzer aktuell rund eine halbe Milliarde Passwort-Hashes herunterladen. Damit könnten sie Dienste in die Lage versetzen, geleakte Passwörter abzulehnen.
Parallel betriebene, virtuelle Netze beim Network Slicing - auf dem Mobile World Congress 2018 in Barcelona soll es dazu einiges zu sehen geben, von Ericsson, Swisscom, Adva Optical Networking und BT.