IT-Sicherheit: Neue Onlinehilfe für Anfänger
Viele IT-Fachleute kennen das Problem: Man möchte Familienmitgliedern und Freunden gerne dabei helfen, ihre vernetzten Geräte abzusichern, aber sich um jeden einzeln zu kümmern ist viel Arbeit. Das kanadische CitizenLab hat jetzt mit dem Security Planner einen neuen IT-Sicherheitsratgeber veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster), der unter anderem diese Aufgabe vereinfacht.
Anders als die meisten Onlineguides zum Thema stellt sich der Security Planner auf seine Leser ein. Die dynamische Webseite empfängt Nutzer mit drei kurzen, unaufdringlichen Fragen über das eigene digitale Verhalten:
"Was nutzen Sie, um Ihre privaten Informationen zu verwalten?" "Ein iPhone", "einen Windows PC" oder einfach"Emails" stehen als Antwortmöglichkeiten zur Verfügung.
"Was sind Ihre größten Sicherheitsbedenken?" Zum Beispiel "die Privatheit der Kommunikation" oder "unautorisierter Zugriff auf Onlinekonten"?
Und zum Schluss: "Welche Aussagen treffen auf Sie zu?" Und darunter Auswahlfelder wie: "Möchten Sie sich über Onlineanonymität informieren?" oder "Brauchen Sie etwa Tipps zum Schutz vor Onlinebelästigung?"
Ratschläge mit ein paar Klicks
Jede Frage lässt sich mit ein paar Klicks beantworten, wobei auch Mehrfachantworten möglich sind. Am Ende stellt die Webseite eine individuelle Liste passender Sicherheitstipps zusammen, die zuvor von den Mitarbeitern des CitizenLab erstellt wurde. Alternativ können sich Nutzer auch die gesamte Liste der Empfehlungen anzeigen lassen.
Die vom Security Planner abgedeckten Themen reichen vom sicheren Surfen mit dem Browser über die Festplattenverschlüsselung bis zur Absicherung von Onlinekonten per Zwei-Faktor-Authentifizierung. Für besonders exponierte Nutzer wie etwa Journalisten und Menschenrechtsaktivisten sind zwar ebenfalls wertvolle Ratschläge dabei, ihnen wird aber empfohlen, sich professionelle Hilfe zu holen, die praktischerweise auch gleich mitverlinkt ist.
Deutsche Version muss noch warten
Der einzige Wermutstropfen: Bisher ist der Security Planner ausschließlich auf Englisch verfügbar. In den nächste Monaten sind laut CitizenLab zudem Versionen in Französisch, Spanisch, Russisch und Arabisch geplant.
"Deutsch haben wir definitiv ebenfalls auf dem Radar", bestätigte Pressesprecher Miles Kenyon in einer Email, "wir sind aber noch nicht sicher, wann wir das schaffen." Die Sprachversionen würden jeweils separat von IT-Sicherheitsexperten begutachtet, was den Übersetzungsprozess in die Länge ziehe. Zu diesem Weihnachtsfest müssen deutsche IT-Fachleute also für ihre nicht Englisch sprechenden Familienmitglieder noch einmal selbst Hand anlegen.
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