Linux und Mac: Tor-Browser-Exploit verrät IP-Adresse einiger Nutzer
Das Tor-Projekt hat ein Notfallupdate(öffnet im neuen Fenster) für die Linux- und Mac-Versionen des Tor-Browser-Bundles veröffentlicht. Unter bestimmten Umständen verraten die beiden betroffenen Versionen die reale IP-Adresse der Nutzer und machen somit die angestrebte Anonymität kaputt. Die Windows-Version des Tor-Browsers, die Tails-Distribution und der im Alpha-Test befindliche Tor-Browser mit Sandboxing sollen nicht betroffen sein.
Der Fehler tritt auf, wenn Nutzer eine Adresse mit dem Präfix file:// aufrufen und nicht, wie gewöhnlich mit http:// oder https://. Rufen Nutzer eine solche Adresse auf, wird eine direkte Interaktion zwischen dem Betriebssystem und dem Webserver getriggert und die IP-Adresse nicht mehr anonymisiert. Ob die Webseite für einen erfolgreichen Angriff weitere Voraussetzungen erfüllen muss, geht aus dem Blogpost des Finders der Sicherheitslücke(öffnet im neuen Fenster), Filippo Cavallarin, dem CEO der Firma Segment, nicht hervor. Das normale Browsen im Tor-Browser wird durch den Fehler nicht beeinflusst.
javascript:void(0)Workaround kann noch zu Problemen führen
Das Tor-Projekt hat einen vorläufigen Fix veröffentlicht, der jedoch zu Problemen mit file://-Ressourcen führen kann. Für die meisten Nutzer dürfte das allerdings zu verschmerzen sein. Die aktuelle Version für Mac und Linux ist 7.0.9. Windows-Nutzer können auf Version 7.0.8 bleiben. Derzeit soll es keine Belege für aktive Angriffe mit dem Exploit geben.
Am Montag, dem 6. November, soll eine neue Version im Alpha-Channel erscheinen, um auch in diesen Versionen die Sicherheitslücke zu patchen. Diese Versionen sind aber ohnehin nicht für den Produktiveinsatz gedacht.
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