Abo
  • IT-Karriere:

Drohnenhersteller: DJI vergisst TLS-Schlüssel und Firmwarekeys auf Github

DJI reiht sich ein in die unrühmliche Liste von Unternehmen mit ungeschützten S3-Buckets und privaten Zertifikaten auf Github. Betroffen von dem Leak sind Führerscheindaten, Reisepässe und Logs von Flügen.

Artikel veröffentlicht am ,
Die DJI Mavic Pro
Die DJI Mavic Pro (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Der chinesische Drohnenhersteller DJI hat über mehrere Jahre hinweg vertrauliche Informationen in seinem Github-Repository verraten. Unter den Informationen waren ein privates Wildcard-Zertifikat für *.dji.com. Auch zahlreiche Kundeninformationen sollen verraten worden sein - diese allerdings in einem unzureichend gesicherten S3-Bucket.

Stellenmarkt
  1. Bechtle Onsite Services GmbH, Karlsfeld
  2. Universität Stuttgart, Stuttgart

Angreifer hätten das Wildcard-Zertifikat nutzen können, um legitim aussehende Kopien von DJIs Webseite aufzusetzen. Diese hätten zum Beispiel für eine Phishing-Kampagne genutzt werden können. Außerdem hätte der verschlüsselte Webseitentraffic mitgeschnitten und entschlüsselt werden können.

Gefunden wurden die Informationen vom Sicherheitsforscher Kevin Finisterre in einem Github-Repo von DJI. Neben dem Zertifikat fanden sich dort AWS-Schlüssel für Amazons Cloudinfrastruktur und ein AES-Schlüssel, der angeblich zum Code-Signing genutzt wurde. Seine Ergebnisse hat er in einem 18-seitigen PDF veröffentlicht.

Unverschlüsselte Fluglogs und Ausweiskopien im Netz

Finisterre beschreibt das Ausmaß der veröffentlichten Daten wie folgt: "Ich habe unverschlüsselte Fluglogs gesehen, Scans von Pässen, Führerscheinen und Personalausweisen." Immerhin wurden in jüngster Zeit offenbar einige zusätzliche Maßnahmen zur Absicherung getroffen, wobei auch diese nach dem Stand der Technik unzureichend sind: "Es sollte angemerkt werden, dass neuere Logdateien und andere persönliche Daten mit einem statischen OpenSSL-Passwort gesichert wurden, so dass zumindest einige der Daten theoretisch zumindest etwas vor neugierigen Augen geschützt wurden".

DJI wollte dem Hacker nach dessen Angaben im Rahmen eines Bug-Bounty-Programms zunächst rund 30.000 US-Dollar zahlen. Doch nach Auseinandersetzungen über ein Verschwiegenheitsabkommen entschied Finisterre sich, seine Erkenntnisse öffentlich zu machen. DJI gestand die Sicherheitsprobleme auch auf Anfrage von The Register ein und arbeitet nach eigenen Angaben mit Sicherheitsexperten zusammen, um die Probleme vollständig zu lösen. Das kompromittierte Zertifikat wurde bereits ausgetauscht.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,19€
  2. (-75%) 14,99€
  3. (-75%) 3,75€
  4. 4,99€

uschatko 20. Nov 2017

Grob falsch die Aussage, nur wenn man so dumm war jedes Update mitzumachen oder das Ding...


Folgen Sie uns
       


Asus Zenfone 6 - Test

Das Zenfone 6 fällt durch seine Klappkamera auf, hat aber auch abseits dieses Gimmicks eine Menge zu bieten, wie unser Test zeigt.

Asus Zenfone 6 - Test Video aufrufen
Erasure Coding: Das Ende von Raid kommt durch Mathematik
Erasure Coding
Das Ende von Raid kommt durch Mathematik

In vielen Anwendungsszenarien sind Raid-Systeme mittlerweile nicht mehr die optimale Lösung. Zu langsam und starr sind sie. Abhilfe schaffen können mathematische Verfahren wie Erasure Coding. Noch existieren für beide Techniken Anwendungsgebiete. Am Ende wird Raid aber wohl verschwinden.
Eine Analyse von Oliver Nickel

  1. Agentur für Cybersicherheit Cyberwaffen-Entwicklung zieht in den Osten Deutschlands
  2. Yahoo Richterin lässt Vergleich zu Datenleck platzen

Endpoint Security: IT-Sicherheit ist ein Cocktail mit vielen Zutaten
Endpoint Security
IT-Sicherheit ist ein Cocktail mit vielen Zutaten

Tausende Geräte in hundert verschiedenen Modellen mit Dutzenden unterschiedlichen Betriebssystemen. Das ist in großen Unternehmen Alltag und stellt alle, die für die IT-Sicherheit zuständig sind, vor Herausforderungen.
Von Anna Biselli

  1. Datendiebstahl Kundendaten zahlreicher deutscher Firmen offen im Netz
  2. Metro & Dish Tisch-Reservierung auf Google übernehmen
  3. Identitätsdiebstahl SIM-Dieb kommt zehn Jahre in Haft

LEDs: Schlimmes Flimmern
LEDs
Schlimmes Flimmern

LED-Licht zu Hause oder im Auto leuchtet nur selten völlig konstant. Je nach Frequenz und Intensität kann das Flimmern der Leuchtmittel problematisch sein, für manche Menschen sogar gesundheitsschädlich.
Von Wolfgang Messer

  1. Wissenschaft Schadet LED-Licht unseren Augen?
  2. Straßenbeleuchtung Detroit kämpft mit LED-Ausfällen und der Hersteller schweigt
  3. ULED Ubiquitis Netzwerkleuchten bieten Wechselstromversorgung

    •  /