Interrail warnt vor Datenleck: Ausweisdaten zahlreicher Bahnreisender abgeflossen

Beim Fahrkartendienstleister Eurail B.V. ist es zu einem Sicherheitsvorfall gekommen, bei dem persönliche Daten von Bahnreisenden abgeflossen sind. Betroffen ist davon wohl auch das Angebot von Interrail, wie eine jüngst veröffentlichte Warnmeldung des Anbieters(öffnet im neuen Fenster) zeigt. Wer in der Vergangenheit Eurail- oder Interrail-Pässe für Zugfahrten durch Europa genutzt hat, sollte im Hinblick auf einen möglichen Datenmissbrauch daher wachsam sein.
Den Angaben zufolge verschafften sich Unbefugte Zugriff auf einen Teil der Kundendatenbank von Eurail. Betroffen sind unter anderem Daten wie Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Geschlecht, Wohn- und E-Mail-Adresse, Rufnummer sowie Nummer, Ausstellungsland und Ablaufdatum von Ausweisdokumenten.
Ob weitere Daten abgeflossen sind und wie viele Personen das Datenleck betrifft, ist noch unklar. Laut Interrail wird der Vorfall derzeit zusammen mit externen Sicherheitsspezialisten untersucht. Weitere Informationen dürften spätestens nach Abschluss der Ermittlungen folgen. Die zuständigen Behörden wurden laut der Mitteilung informiert.
Empfohlene Schutzmaßnahmen
Interrail empfiehlt seinen Kunden, in nächster Zeit im Hinblick auf Phishing und andere verdächtige Kontaktaufnahmeversuche per Telefonanruf, E-Mail oder über andere Kommunikationskanäle besonders wachsam zu sein. Angreifer könnten versuchen, die erbeuteten Daten zu missbrauchen, etwa um an weitere vertrauliche Informationen zu gelangen.
Zudem empfiehlt Interrail seinen Kunden, das Passwort für den Zugriff auf die Rail-Planner-App zu ändern. Sofern dasselbe Passwort auch für andere Dienste oder Anwendungen genutzt wurde, solle dort ebenso eine Änderung erfolgen – idealerweise mit individuellem Passwort je Dienst und aktivierter Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) .
Auch die EU-Initiative DiscoverEU ist laut eigener Mitteilung(öffnet im neuen Fenster) von dem Datenleck betroffen. Dort ist sogar die Rede von möglicherweise abgeflossenen Fotokopien von Ausweisdokumenten sowie IBANs. Es dürfte daher für Betroffene ebenso ratsam sein, ihr Bankkonto im Blick zu behalten und verdächtige Abbuchungen unverzüglich der Bank zu melden.