Abo
  • Services:

Abgelaufen: LinkedIn vergisst TLS-Zertifikate

Für fast drei Stunden waren heute die Zertifikate aller Subdomains des Berufsnetzwerks LinkedIn ausgelaufen. Peinlich, da die meisten Suchmaschinen darauf verweisen.

Artikel veröffentlicht am ,
Diesen Fehler sahen heute LinkedIn-Nutzer, die auf eine der nationalen Subdomains zugreifen wollten.
Diesen Fehler sahen heute LinkedIn-Nutzer, die auf eine der nationalen Subdomains zugreifen wollten. (Bild: Screenshot Golem.de/CC0 1.0)

Das weltgrößte Karrierenetzwerk LinkedIn hat offenbar vergessen, die TLS-Zertifikate seiner länderspezifischen Subdomains zu aktualisieren. Die verwendeten Zertifikate zur Verschlüsselung des Datenverkehrs mit der LinkedIn-Webseite waren heute zwischen 13 und 16 Uhr ausgelaufen.

Stellenmarkt
  1. Klinikum Nürnberg, Nürnberg
  2. Hays AG, Frankfurt

Damit wurden die Zertifikate von allen großen Browsern als ungültig abgelehnt und der Besuch der Webseite für den Nutzer blockiert. Erst einige weitere Klicks ermöglichten den Zugriff auf die Seite. Der Fehler betraf ausschließlich Subdomains wie etwa https://de.linkedin.com und https://fr.linkedin.com, nicht aber die Hauptdomain. Auch die Verbindung via Smartphone-App scheint nicht betroffen gewesen zu sein.

Fehler mit Auswirkungen

LinkedIn, das seit rund einem Jahr zum Microsoft-Konzern gehört, hat nach einem Sturm der Entrüstung auf Twitter reagiert und den Fehler innerhalb von drei Stunden behoben.

Peinlich ist der Vorfall nicht nur wegen der symbolischen Wirkung, sondern auch, weil viele der großen Suchmaschinen bei der Suche nach einer Person standardmäßig auf die Subdomains verlinken. Suchende Nutzer wurden so direkt auf die Seiten mit den abgelaufenen Zertifikaten geleitet.

Fehlerquelle unklar

Twitternutzer machten sich bereits über LinkedIn lustig. Während manche vorschlugen, das Unternehmen solle auf Let's Encrypt umsteigen, das Zertifikate automatisiert aktualisieren kann, twitterten andere ihre Favoriten.

Unklar bleibt bisher, wie ein solch gravierender Fehler in einem so großen Unternehmen passieren konnte. Kommerzielle Zertifikate-Anbieter wie die von LinkedIn verwendete DigiCert Inc. bieten eigentlich ein automatisiertes Zertifikate- und Enrollment-Management. Das Unternehmen wirbt außerdem mit einer zentralisierten Plattform, die einen Überblick über alle in einem Unternehmen verwendeten Zertifikate bieten soll.

Ob LinkedIn diese Dienste jedoch in Anspruch nimmt, ist nicht bekannt. Die Pressesprecherin des Unternehmens wollte im Gespräch mit Golem.de keine Angaben zu den technischen Gründen des Fehlers oder der möglichen Verantwortung machen. "Was ich Ihnen sagen kann ist, wir sind wieder live."



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. B360-Pro Gaming WiFi für 96,89€ statt 112,99€ im Vergleich und X470-Plus Gaming für...
  2. (u. a. MU9009 55-Zoll-Curved für 929€ statt ca. 1.100€ im Vergleich)

bombinho 22. Dez 2017

Man ist bei LinkedIn auch auf den Zug der Kosteneinsparungen aufgesprungen, koste es, was...

ha00x7 30. Nov 2017

Habe gerade beim Aufruf von https://de.linkedin.com eine Fehlermeldung bekommen...


Folgen Sie uns
       


Ryzen 2000 im Test - Livestream

AMDs neuer Ryzen 7 2700X und der Ryzen 5 2600X sind empfehlenswerte CPUs. Vielleicht haben unsere Leser aber noch spezifische Fragen an unseren Tester. Golem.de-Redakteur Marc Sauter stellt sich diesen.

Ryzen 2000 im Test - Livestream Video aufrufen
Kailh KS-Switch im Test: Die bessere Alternative zu Cherrys MX Blue
Kailh KS-Switch im Test
Die bessere Alternative zu Cherrys MX Blue

Der chinesische Hersteller Kailh fertigt seit fast 30 Jahren verschiedenste Arten von Schaltern, unter anderem auch Klone von Cherry-MX-Switches für Tastaturen. Der KS-Switch mit goldenem Stempel und markantem Klick ist dabei die bessere Alternative zu Cherrys eigenem MX Blue, wie unser Test zeigt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Apple-Patent Krümel sollen Macbook-Tastatur nicht mehr stören
  2. Tastaturen Matias bringt Alternative zum Apple Wired Keyboard
  3. Rubberdome-Tastaturen im Test Das Gummi ist nicht dein Feind

Kryptographie: Der Debian-Bug im OpenSSL-Zufallszahlengenerator
Kryptographie
Der Debian-Bug im OpenSSL-Zufallszahlengenerator

Einer der schwerwiegendsten Fehler in der Geschichte der Kryptographie beschäftigte vor zehn Jahren Nutzer der Debian-Distribution. Wenn man danach sucht, findet man noch heute vereinzelt verwundbare Schlüssel.
Von Hanno Böck


    Projektoren im Vergleichstest: 4K-Beamer für unter 2K Euro
    Projektoren im Vergleichstest
    4K-Beamer für unter 2K Euro

    Bildschirme mit UHD- und 4K-Auflösung sind in den vergangenen Jahren immer preiswerter geworden. Seit 2017 gibt es den Trend zu hoher Pixelzahl und niedrigem Preis auch bei Projektoren. Wir haben vier von ihnen getestet und stellen am Ende die Sinnfrage.
    Ein Test von Martin Wolf

    1. Sony MP-CD1 Taschenbeamer mit Akku und USB-C-Stromversorgung
    2. Mirraviz Multiview Splitscreen-Games spielen ohne die Möglichkeit, zu schummeln
    3. Sony LSPX-A1 30.000-Dollar-Beamer strahlt 80 Zoll aus 0 cm Entfernung

      •  /