Ransomware: Badrabbit verschlüsselt Nachrichtenagentur Interfax

In Russland und der Ukraine verbreitet sich eine neue Ransomware. Badrabbit wurde über Nachrichtenwebseiten verbreitet und befällt offenbar gezielt Unternehmensnetzwerke. Betroffen waren eine Nachrichtenagentur, der Flughafen von Odessa und die Metro von Kiew.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Erpresserbotschaft
Die Erpresserbotschaft (Bild: Eset)

Eine neue Ransomware-Variante hat am Dienstag zahlreiche Rechner in Russland und der Ukraine verschlüsselt. Neben dem Schwerpunkt in den beiden genannten Ländern sollen allerdings auch die Türkei und Bulgarien betroffen sein. Es handelt sich nach Angaben der Sicherheitsfirma Eset um eine Variante der Ransomware Diskcoder.D.

Stellenmarkt
  1. Product Owner (w/m/d) Process Modelling and Process Mining
    Wacker Chemie AG, München
  2. Software-Entwickler (m/w/d) in PHP
    artvera GmbH & Co. KG, Berlin
Detailsuche

Die Ransomware wird über einen Drive-by-Download auf einer Webseite verteilt, Nutzer müssen also die heruntergeladene Datei selbst installieren. Nach Angaben von Kaspersky handelt es sich um einen angeblichen Adobe-Flash-Installer. Der Download der Installer soll auf verschiedenen Nachrichtenwebseiten stattgefunden haben, Kaspersky gibt den Link des Droppers mit hxxp://1dnscontrol[.]com/flash_install.php an.

  • Im Code finden sich Hinweise auf die Serie Game of Thrones. (Bild: Kaspersky)
  • Die Erpresserbotschaft (Bild: Eset)
Im Code finden sich Hinweise auf die Serie Game of Thrones. (Bild: Kaspersky)

Exploits werden nach derzeitigem Kenntnisstand also nicht genutzt, um die Malware zu verteilen - anders als zum Beispeil Wanna Cry oder Notpetya, die über Schwachstellen in Windows (Eternalblue) und einer Finanzsoftware (Medoc) verteilt wurden.

Gezielter Angriff auf Unternehmensnetzwerke

Kaspersky geht von einem gezielten Angriff auf Firmennetzwerke aus. Bis gestern Abend soll es rund 200 Opfer gegeben haben, die die Ransomware installiert haben. Betroffen waren unter anderem die russische Nachrichtenagentur Interfax, die Metro der ukrainischen Hauptstadt Kiew und der Flughafen von Odessa. Interfax konnte zwischenzeitlich keine Nachrichten an Kunden mehr zustellen. Das geforderte Lösegeld beträgt 0,05 Bitcoin, derzeit etwa 230 Euro, das Zahlungsziel wird mit 40 Stunden angegeben.

Golem Karrierewelt
  1. Elastic Stack Fundamentals – Elasticsearch, Logstash, Kibana, Beats: virtueller Drei-Tage-Workshop
    14.-16.02.2023, Virtuell
  2. Data Engineering mit Python und Spark: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    18./19.01.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Administratoren können die Ausführung der Dateien c:\windows\infpub.dat und c:\windows\cscc.dat blockieren, diese starten nach derzeitigem Stand die Verschlüsselung des Rechners. Eine neue Version der Malware könnte natürlich andere Dateinamen verwenden.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Benutzer0000 02. Nov 2017

auch gut, nur führe ich es ja trotzdem nicht ohne sandbox aus. das heisst die malware...

FreiGeistler 27. Okt 2017

@jeegeek: Natürlich hast du damit recht, dass Layer 8 Fehlerquelle Nummer 1 ist und ein...

Tuxgamer12 25. Okt 2017

AAAHH!!! Hört bitte, bitte auf dieses noexec bzw. x-Flag als die "göttliche, allmächtige...

DeathMD 25. Okt 2017

...über Kaspersky ;)



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
El-Ali-Meteorit
Forscher entdecken zwei neue Minerale in einem Meteoriten

In einer Probe aus einem in Somalia niedergegangenen Meteoriten wurden zwei Mineralien entdeckt, die auf der Erde so bisher nicht gefunden wurden.

El-Ali-Meteorit: Forscher entdecken zwei neue Minerale in einem Meteoriten
Artikel
  1. Smartphone: Nächstes iPhone soll verbesserten Sony-Sensor bekommen
    Smartphone
    Nächstes iPhone soll verbesserten Sony-Sensor bekommen

    Sonys neuer Bildsensor soll die Lichtempfindlichkeit verdoppeln, Über- und Unterbelichtung sollen entsprechend reduziert werden.

  2. Kindle Scribe im Test: Amazons E-Book-Reader lernt schreiben
    Kindle Scribe im Test
    Amazons E-Book-Reader lernt schreiben

    Amazons Kindle Scribe soll sowohl E-Reader als auch Remarkable-Notiz-Tablet sein. Diese interessante Mischung hat ihre Vor- und Nachteile.
    Ein Test von Tobias Költzsch

  3. Grafikkarten: Nvidia stellt wohl RTX 2060 und GTX 1660 ein
    Grafikkarten
    Nvidia stellt wohl RTX 2060 und GTX 1660 ein

    Der Konzern will sich vollkommen auf Grafikkarten der RTX-3000- und RTX-4000-Serie konzentrieren. Der Einstiegsmarkt gehört der Konkurrenz.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 bestellbar • Tiefstpreise: Crucial SSD 4TB 319€, Palit RTX 4080 1.499€, HTC Vive Pro 2 659€ • Alternate: Team Group SSD 512GB 29,99€, AOC Curved 27" 240 Hz 199,90€ • Samsung Cyber Week • Top-TVs (2022) LG & Samsung über 40% günstiger • AOC Curved 34" WQHD 389€ [Werbung]
    •  /