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Mit dem Librem 13 draußen arbeiten geht leider nur bei Schlechtwetter.
Mit dem Librem 13 draußen arbeiten geht leider nur bei Schlechtwetter. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Purism Librem 13 im Test: Freiheit hat ihren Preis

Mit dem Librem 13 draußen arbeiten geht leider nur bei Schlechtwetter.
Mit dem Librem 13 draußen arbeiten geht leider nur bei Schlechtwetter. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Hochwertige Laptops mit vorinstalliertem Linux, die sich auch für Entwickler eignen, gibt es nur wenige am Markt. Das Purism Librem 13 bietet das und zusätzlich ein zurzeit unerreichtes Höchstmaß an freier Software. Nutzer müssen dafür aber an anderen Stellen einige Abstriche machen.
Ein Test von Oliver Nickel und Sebastian Grüner

Das perfekte Arbeitsnotebook für den Linux-Nutzer zu finden, ist heutzutage nicht leicht. Mal ist die Tastatur schlecht verarbeitet, mal fehlen wichtige Anschlüsse oder die Treiber sind einfach nicht mit der eigenen Distribution kompatibel. Aus diesem Grund benutzt einer unserer Redakteure noch immer ein mittlerweile vier Jahre altes Sony-Vaio-Pro-Notebook. Das Problem: Ein würdiger Nachfolger sollte für ihn niemals kommen, auch nicht von einem anderen Hersteller.

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Der Hersteller Purism spezialisiert sich auf genau diese Zielgruppe: auf Coder, Techjournalisten oder einfach nur Linux-Enthusiasten, die ein komplett freies und unabhängiges System bis runter zur Firmware haben wollen. Das Librem 13 in der Version 2 ist eine elegant schlichte Notebookplattform mit dem eigens darauf zugeschnittenen Linux-Betriebssystem PureOS. Nicht einmal ein Logo ist auf dem Deckel zu finden.

Das Konzept ist interessant: ein Notebook, das um ein auf Security ausgerichtetes Linux-Betriebssystem gebaut wurde und nicht anders herum. Und da unser Redakteur noch immer auf der Suche nach einem Nachfolger für sein altes Notebook ist, haben wir das Testangebot des Onlinehändlers Floss-Shop angenommen. Es stellt sich heraus, dass die Suche wohl nicht ganz vorbei ist.

Die Hardware des Notebooks ist auf dem Papier leistungsstark genug, um Schreibarbeiten und Programmieren zu bewältigen. Der Core i5-6200U mit zwei Kernen ist jedoch mittlerweile etwas betagt, was sich negativ auf die Energieeffizienz auswirken kann - eine Annahme, die sich später noch teilweise bestätigt. Außerdem sind 8 GByte DDR4-Arbeitsspeicher und eine SATA-SSD mit 250 GByte Speicher vorinstalliert. Das matte Display misst 13,3 Zoll und hat eine Full-HD-Auflösung vorzuweisen.

Das Gehäuse schmeichelt der Handfläche

Definitiv erstklassig ist das Chassis des Librem 13. Es ist in mattschwarzem anodisiertem Aluminium gehalten. Das bewusste Understatement weiß auf jeden Fall optisch und haptisch zu gefallen - das Gehäuse fühlt sich angenehm und hochwertig an. Das merken wir auch am hohen Gewicht von 1.490 Gramm, das andererseits für einige vielleicht etwas zu hoch ist. Die Abmessungen kommen mit 32,2 x 21,5 x 2,9 cm zwar nicht an ein Dell XPS 13 heran, welches wir ebenfalls als Linux-Plattform getestet haben, sind aber trotzdem kompakt genug. Im Inneren ist auch genug Platz für austauschbare Hardware.

Das Display ist sehr verwindungssteif und bleibt fest in Position

Vorbildlich ist auch die leichte Erreichbarkeit von Hardwarekomponenten. Wir müssen lediglich ein paar Schrauben entfernen und haben dann den Einblick auf das Innenleben. Der Akku ist zwar proprietär, versorgt das System aber über ein absteckbares Kabel mit Strom. Ein Austausch sollte unproblematisch sein. Interessant ist, dass das Notebook sogar Platz für eine 2,5-Zoll-SSD mit 7 mm Bauhöhe hat. Daneben ist auch ein M.2-Steckplatz für ein weiteres Laufwerk vorhanden. Einziger Nachteil hier: Der ebenfalls austauschbare Arbeitsspeicher läuft nur im Single Channel, ein zweiter Steckplatz fehlt.

  • Als Coreboot-Payload wird SeaBIOS genutzt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Coreboot-Port für das Librem 13 ist abgeschlossen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Librem 13 ist ein klassisches Clamshell-Notebook. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der linken Seite: Netzstecker, USB-A-Port und 3,5-mm-Klinkenanschluss (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der rechten Seite: USB-A-Port, HDMI, USB-Typ-C-Anschluss und SD-Kartenleser (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Touchpad hat eine spürbare EIngabeverzögerung. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Eine Besonderheit: die Kippschalter zum Ein- und Ausschalten von Sensoren (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Tastatur ist sehr gut! (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf dem Deckel ist kein Logo platziert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Beleuchtung der Tastatur lässt sich in drei Stufen einstellen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Unterseite ist das Logo positioniert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Display leuchtet nicht sehr hell. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Alle Komponenten sind gut erreichbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Notebook hat Platz für eine 2,5-Zoll-SSD. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Lüfter ist fast immer unhörbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der RAM läuft im Single Channel. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ein freier M.2-Platz ist vorhanden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Librem 13 hat wie andere Rechner auch ein verstecktes Boot-Menü. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • PureOS nutzt standardmäßig eine Festplattenverschlüsselung... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ...die wie gewünscht funktioniert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • PureOS basiert auf Debian und nutzt den Gnome-Desktop. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Das Display leuchtet nicht sehr hell. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Auch bei den Anschlüssen gibt es nichts auszusetzen. Im Gegenteil: Zwei USB-A-Buchsen - eine mit 2.0- und eine mit 3.0-Geschwindigkeit - und ein USB-Typ-C-Port mit USB-3.0-Geschwindigkeit reichen für ein mobiles Arbeitsgerät locker aus. Über einen HDMI-Anschluss lässt sich ein externer 4K-Monitor bei 30 Hz betreiben. Ein SD-Kartenleser ergänzt das insgesamt gute Anschlussportfolio. Einzig der Netzstecker ist etwas gewöhnungsbedüftig, da er nicht komplett in die dafür vorgesehene Buchse passt und etwas herausragt. Daran können sich Nutzer aber schnell gewöhnen. Ganz anders sieht es da beim ziemlich dunklen Display aus.

Dunkles Display - für den Coding-Keller reicht's 

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ML82 03. Nov 2017

warum gibt das gerät nicht auf wunsch mit jedem von den abmessungen und der...

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picaschaf 28. Okt 2017

Im System allgemein musst du natürlich unter jedem System ein eigenes Keymapping machen...

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dale6667 25. Okt 2017

Also, ich habe ein Infinity Book Pro und ich kann keine 1:1 Ähnlichkeit feststellen. Ich...

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cnMeier 24. Okt 2017

Wenn man verfolgt wird und potentiell gefoltert wird oder sterben wird, dann sind 3...

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cnMeier 24. Okt 2017

Ich finde den Ansatz höchst ehrenwert und wenn ich das Geld rumliegen hätte, würde ich...

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