Die Macher des alternativen Android-ROMs Lineage OS müssen 22 Geräte von der Liste der unterstützten Devices nehmen - es fehlen schlicht die Maintainer, die sich um die Pflege kümmern. Gleichzeitig rückt die Fertigstellung von Lineage OS 16 näher.
Mit dem Open-Source-Projekt Firecracker legt Amazon die Grundlage für seinen Serverless-Dienst Lambda offen sowie für Fargate, den Container-Dienst ohne Infrastruktur. Firecracker ist in Rust geschrieben, bietet minimale VMs für Container samt Hypervisor und basiert auf Code von Google.
Die aktuelle Version von Windows 10 1809 macht Probleme mit dem Windows Media Player: Die Suchleiste funktioniert teils nicht. Microsoft arbeitet derzeit an einer Lösung, die Ende November 2018 kommen soll. Derweil sind alternative Mediaplayer ratsam.
Nach teilweise sehr teuren Workstation-Systemen mit Power-CPUs verkauft der Hersteller Raptor Computing nun ein Mirco-ATX-Board samt Power9-CPU für nur rund 1.000 US-Dollar. Geliefert werden soll im kommenden Jahr.
Alphabets Technik-Inkubator Jigsaw startet in Kooperation mit dem Hoster Digitalocean einen VPN-Dienst, der auf selbst gehosteter Infrastruktur laufen soll. Genutzt wird dazu das Socks-v5-Protokoll statt üblicher VPN-Technik.
Die freie Zeichenanwendung Krita und das dafür genutzte Qt-Framework sollen eine HDR-Unterstützung bekommen. Bis zur stabilen Veröffentlichung muss aber noch viel Arbeit geleistet werden und bisher wird dies sowieso nur unter Windows unterstützt.
Ein Schutz gegen Spectre-v2-Angriffe im Linux-Kernel ist zu langsam und soll deshalb nicht genutzt werden. Die Patches sind jetzt aus den stabilen Zweigen entfernt worden. Ersatz ist aber bereits in Arbeit.
Der freie AV1-Decoder Dav1d deckt laut Videolan-Chef Jean-Baptiste Kempf mittlerweile die gesamte AV1-Spezifikation und Funktionen für den Codec mit 8 und 10 Bit Farbtiefe ab. Dav1d ist außerdem deutlich schneller als die Referenz und soll in Firefox integriert werden.
Nach einem schweren Datenleck ist der Chatanbieter Knuddels noch einmal glimpflich davongekommen. Das Bußgeld nach der DSGVO fiel niedrig aus, weil das Unternehmen gut mit dem Datenschutzbeauftragten kooperierte.
Das Django-Projekt, ein Python-Framework für das Web, hat ein Nachwuchsproblem. Der Entwickler James Bennett schlägt nun Änderungen an der Kernstruktur vor, um attraktiver für neue Entwickler zu werden.
Das ursprünglich von Sun entwickelte Analysewerkzeug Dtrace soll laut dem Willen der Entwickler bei Hersteller Oracle mit aktueller Linux-Technik neu erstellt werden. Als Grundlage dafür soll die Kernel-VM BPF dienen.
Die Linux-Kernel in Android-Geräten sind derzeit immer noch sehr weit entfernt vom Code im Hauptzweig des Kernels. Langfristig sollen aber alle Android-Geräte die üblichen Kernel-Schnittstellen benutzen. Den Anfang macht das Grafiksystem DRM, das auf dem Pixel 3 schon benutzt wird.
Der Schutz gegen Spectre-v2-Angriffe über Hyperthread-Grenzen hinweg ist für die kommende Linux-Version vorgesehen, kostet aber so viel Leistung, dass diese nicht standardmäßig umgesetzt werden soll. Auch Intel und AMD empfehlen diese Nichtnutzung des STIBP-Schutzes.
Ein neues Raspbian ist da. Das Linux-Betriebssystem für den Raspberry Pi bekommt einen verbesserten VLC-Player, der Hardwarebeschleunigung unterstützt. Außerdem bieten die Entwickler künftig zwei Images in unterschiedlicher Größe an.
Mit Arca OS wird das fast vergessene Betriebssystem OS/2 von IBM wieder aktiv gepflegt und vor allem weiterentwickelt. Die Benutzeroberfläche bleibt die gleiche, darunter wurde jedoch ziemlich viel modernisiert.
Weniger Lkw, schnellerer Transport aus dem Hafen: Im Hamburger Hafen sollen Container künftig per Hyperloop abtransportiert werden. Das Unternehmen Hyperloop Transportation Technologies soll den bauen.
Der Betreuer des Grafik-Subsystems des Linux-Kernels, David Airlie, schlägt vor, eine einheitliche Open-Source-Alternative zu der Cuda-Bibliothek zu schaffen. Die Grundlagen dafür seien bereits vorhanden.
Wie in der Community-Distribution Fedora bietet nun auch die erste Beta von Red Hat Enterprise Linux 8 sogenannte App-Streams, um Pakete modular zu installieren. Außerdem gibt es neue Container-Werkzeuge und eine einfache Möglichkeit, eigene Abbilder zusammenzustellen.
Die Sprache PHP verfügt schon länger über einen Opcode-Cache. Die Idee hat das Entwicklerteam nun um einen Preload-Cache erweitert, der den Code beim Serverstart kompiliert und im Cache speichert.
Der Mäzen des Ubuntu-Sponsors Canonical, Mark Shuttleworth, verspricht zehn Jahre Langzeitunterstützung für die Linux-Distribution - bisher waren es maximal fünf. Das könnte eine Kampfansage an Red Hat sein und eine Vorbereitung für den Börsengang.
Laut Mozilla nutzen inzwischen Hunderttausende Anwender den Warndienst Firefox Monitor, der über Daten-Hacks von Webseiten informiert. Mozilla integriert den Dienst nun direkt in den Firefox-Browser und hat das Angebot übersetzt.
Der Desktop-Client von Nextcloud ist in Version 2.5 erschienen. Diese bringt unter anderem eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mit und die aktuelle Version vereinfacht die Bedienung.
Nachdem Oracle den Java-Support nur noch gegen Bezahlung anbietet, will Amazon die Sprache in seiner Cloud kostenlos fünf Jahre pflegen. Das reicht vielen Kunden aber nicht, so dass Amazon mit Corretto seine eigene OpenJDK-Distribution frei zur Verfügung stellt.
Plattform-Betreiber und Security-Personal sollen mit Hilfe der Software Cloud Discovery laufende Cloud-Native-Anwendungen und -Dienste in ihren Deployments aufspüren. Nützlich sei das vor allem, weil viele Teams in der Cloud leicht die Übersicht verlieren könnten.
Als Zusammenarbeit von Distributoren, Cloud-Hostern und Anwendern startet die Linux Foundation ein Kollaborationsprojekt für die SDS-Lösung Ceph. Die Ceph Foundation nimmt mit mehr als 30 Mitgliedern ihre Arbeit auf und will an einem universell einsetzbaren verteilten Open-Source-Storage arbeiten.
Über den komplizierten Umweg einer x86-Emulation versucht der Entwickler der iSH-App, iOS-Nutzern eine Linux-Umgebung bereitzustellen. Beschleunigt wird dies durch eine Art JIT-Compiler.
Seit nunmehr über 17 Jahren arbeitet ein kleines Entwickler-Team am quelloffenen Betriebssystem Haiku, das vollständig kompatibel sein soll mit dem um die Jahrtausendwende eingestellten BeOS. Seit einigen Wochen liegt endlich eine erste Betaversion vor, die BeOS ein wenig in die Moderne verhilft.
Programme zum Maschinenlernen stellen andere Herausforderungen an Entwickler als die klassische Anwendungsentwicklung, denn hier lernt der Computer selbst. Wir geben eine Übersicht über die wichtigsten Entwicklerwerkzeuge - inklusive Programmierbeispielen.
Der Entwickler des beliebten OpenPGP-Addons für Thunderbird, Patrick Brunschwig, hätte nichts gegen Unterstützung durch bezahlte Vollzeitentwickler. So könnte Enigmail vielleicht endlich fester Bestandteil von Thunderbird werden.
Nach mehreren Verzögerungen konnte das Team des Herstellers Purism nun erstmals Prototypen der Devboards für das frei Linux-Smartphone Librem 5 fertigen. Auf diese Golden Samples soll eine Kleinserie der Boards folgen und schließlich das fertige Smartphone.
Durch eine fehlende Identitätsabfrage in einem DSGVO-Plugin für Wordpress können sich Angreifer Administratorkonten für Webseiten anlegen und dann beliebige Schadsoftware verteilen. Die Lücke wird bereits ausgenutzt.
Auf Samsungs Smartphone-Desktop Dex läuft dank einer Zusammenarbeit mit Linux-Distributor Canonical Ubuntu. Das System soll eine transportable Entwicklermaschine möglich machen und ist nun in einer privaten Beta verfügbar.
Ein Sicherheitsforscher hat eine Zero-Day-Lücke für Virtualbox veröffentlicht, die einen Ausbruch aus dem Gastsystem auf das Host-System ermöglicht. Der Forscher sei frustriert darüber, wie der Hersteller mit Bug Bountys und Security-Forschung umgehe, heißt es als Begründung.
Die vergleichsweise neue VPN-Technik Wireguard entsteht unter anderem für den Linux-Kernel und soll dort endlich eingepflegt werden. Das zuständige Team hat darüber hinaus nun eine erste experimentelle Version einer Wireguard-App für iOS vorgestellt.
Die von Facebook initiierte Abfragesprache GraphQL soll künftig von einem Kollaborationsprojekt unter dem Dach der Linux Foundation verwaltet werden, wie etwa auch Node.js. Unterstützt wird das Projekt unter anderem von Airbnb, Github oder Twitter.
Die schlechte Energiebilanz von Blockchain-Transaktionen ist für VMware Grund, ein eigenes System anzubieten. Eine erste Betaversion von Project Concord ist quelloffen und soll energieeffizienter sein. Es setzt trotzdem auf gängige Systeme wie Ethereum und Hyperledger.
Die Expansionspläne von VMware sind optimistisch: Das Unternehmen will bis 2020 in vielen weiteren Zonen vertreten sein. Danach gibt es sogar Pläne, in relativ herausfordernde chinesische Standorte zu expandieren. Dabei sei die Übernahme von Red Hat durch IBM eine Chance.
Apple verbaut in seinen aktuellen Mac-Rechnern den Sicherheitschip T2, der unter anderem für eine Art Secure-Boot genutzt wird. Ein sicherer Linux-Boot wird damit verhindert, Umgehungsmaßnahmen sind aber verfügbar.
Eigentlich sollte die NSA-Chiffre Speck im Linux-Kernel landen. Doch Google hat seine Unterstützung dafür zurückgezogen und selbstständig einen Ersatz erstellt. Den zugrundeliegenden Modus hat Google nun abermals angepasst und damit massiv beschleunigt.
Für einen möglichst breiten Einsatz der Programmiersprache Rust muss diese auch auf vielen CPU-Architekturen laufen. Die Debian-Betreuer melden nun 14 unterstützte Architekturen. Mit dem neuen RISC-V und dem sehr alten M68K sollen weitere folgen.
Der Linux-Distributor Red Hat bezeichnet den KDE-Desktop in seinem Enterprise Linux (RHEL) nun als offiziell veraltet und will die Unterstützung dafür einstellen. Das wird aber endgültig erst in einigen Jahren geschehen. Für einen KDE-Entwickler kommt die Entscheidung wenig überraschend.
Um den Wechsel von OpenGL auf Vulkan zu vereinfachen und beide Grafikschnittstellen leichter nebeneinander nutzen zu können, implementieren einige Linux-Entwickler nun OpenGL auf Vulkan. Noch steht das Projekt aber erst am Anfang.
Der für seine Geräte mit vorinstalliertem Linux bekannte Hersteller System 76 baut eigene Desktops und stellt die Pläne dafür unter eine Open-Hardware-Lizenz. Die Geräte werden teilweise in den USA gefertigt.
Die 7er-Serie der RISC-V-Designs von Sifive verspricht eine besonders hohe Leistung und bis zu acht Kerne. Dazu gehören mit dem E7 und dem S7 Kerne für den Embedded-Markt sowie mit dem U7 ein 64-Bit-Kern, auf dem Linux laufen soll. Der U7 soll gegen ARMs Cortex-A55 bestehen.
Bei einer Routinewartung in einem der Rechenzentren von Github ist kurzzeitig die Netzwerkverbindung weggebrochen, was zu einem Ausfall und schlechter Verfügbarkeit einiger Github-Dienste über 24 Stunden sorgte. Das Team konnte zwischendrin deshalb nicht mal seine Nutzer informieren.
Seit einigen Versionen arbeitet das Team der Fedora-Distribution an einem Modulkonzept für Paketversionen, das mit Fedora 29 nun für alle Varianten bereitsteht. Die Entwickler haben außerdem die Distribution für Endnutzer verbessert und die neue Silverblue-Workstation von Fedora kann getestet werden.
Der Gründer der Projekte Owncloud und Nextcloud, Frank Karlitschek, bekommt einen Preis für Fortschritt und Technik. Das Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro wird für eine Diversitätsinitiative genutzt. Verwaltet wird es vom KDE e. V.
Die Entwickler der Programmiersprache Rust haben die aktuelle Version 1.30.0 angekündigt. Diese ergänzt neue Arten prozeduraler Makros, legt deren Gültigkeit mit use fest und verbessert das Modulsystem.
Die Übernahme des Open-Source-Spezialisten Red Hat durch IBM ist eine unverhohlene Wette auf das Cloud-Geschäft. Bleibt nur die Frage, ob IBM dies für einen internen Wandel nutzt wie Microsoft oder den Kauf gegen die Wand fährt wie Oracle mit Sun.